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So ist die Verkehrssituation auf Holdorfs Straßen

Irritationen am neuen Eisel, Ärger an der Dopheide und eine unübersichtliche Situation am Achtern Diek: Das waren einige von diversen Themen, die im Sicherheitsausschuss besprochen wurden.

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Arg sanierungsbedürftig, vor allem am Kreisel Richtung Handorf: Die Industriestraße in Holdorf soll für insgesamt 6 Millionen Euro saniert werden. Die größten Löcher auf der 4 Kilometer langen Straße schloss der Bauhof an 6 Arbeitstagen provisorisch. Die Kosten betrugen rund 20.000 Euro. Foto: Böckmann

Arg sanierungsbedürftig, vor allem am Kreisel Richtung Handorf: Die Industriestraße in Holdorf soll für insgesamt 6 Millionen Euro saniert werden. Die größten Löcher auf der 4 Kilometer langen Straße schloss der Bauhof an 6 Arbeitstagen provisorisch. Die Kosten betrugen rund 20.000 Euro. Foto: Böckmann

Wie ist der Zustand auf bestimmten Holdorfer Straßen? Was machen die Wege im Außenbereich? Warum ist die Situation an einer Kurve im Achtern Diek in Langenberg unübersichtlich? Warum gibt es Probleme in der Dopheide? In der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses hatten die Fachpolitiker einiges zu besprechen – und gaben auch entsprechende Empfehlungen mit auf den Weg. Ein Überblick.

Der Zustand von Straßen und Wegen

Die Industriestraße ist in einem desolaten Zustand. Darüber gibt es keine Zweifel. Deshalb wird die Ortsumgehung bekanntlich für rund 6 Millionen Euro saniert. Mindestens bis zum 5. Mai gilt auf der gesamten Länge zwischen Handorf und Ihorst wegen der großen Straßenschäden deshalb Tempo 50. Es ist durchaus möglich, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung verlängert wird, sollte die Verkehrskommission des Landkreises Vechta dem Antrag der Gemeinde Holdorf stattgeben. Zurzeit sucht die Verwaltung einen Planer, der die europaweite Ausschreibung vorbereitet. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug hofft noch in diesem Jahr auf einen Spatenstich. Mit den Arbeiten könnte es dann im Frühjahr 2022 losgehen. 

Ab Mai sollen die Seitenränder von insgesamt 11 Straßenabschnitten im Gemeindegebiet mit Rasengittersteinen befestigt werden. Das passiert auf einer Länge von 5,35 Kilometern auf dem Lorser Weg, Am Wasserwerk, Steinhorst, Scharbrink, Fladderweg, Lissystraße und An der Dersaburg. Die Kosten werden auf 480.000 Euro taxiert. 

Der Betonplattenweg an der Biogasanlage von Matthias Honkomp wird bis zur "Trompete" komplett saniert. Die Kosten sollen sich auf 60.000 Euro belaufen. Wie die Verwaltung mitteilte, halte das vom Bauhof aufbereitete Kaltmischgut zum Ausbessern des Weges einigermaßen gut, werde aber bei Regen und Dauerbelastung nicht lange halten. 

Seit mehreren Monaten sind die Bauarbeiten am Eisel an der Bundesstraße abgeschlossen. Der fünfarmige Kreisverkehr war für die Weiterentwicklung des Industriegebiets In den Wiesen nötig geworden. Das Problem: Die neue Verkehrsführung ist noch nicht in allen Navigationsgeräten hinterlegt. Deshalb fahren vermehrt Lkw, die eigentlich Dinklage ansteuern wollten, in das Gewerbegebiet. Die Verwaltung klärt nun, ob gegebenenfalls Schilder angebracht werden.

Was ist sonst noch wichtig? An der Rosenstraße in Langenberg war vor einem Jahr ein Bordstein weggebrochen. Weil die Reparatur noch immer halte, sollen auch die weiteren defekten Bordsteine ebenfalls saniert werden. Auf dem Wendehammer in der Bergstraße in Langenberg gilt ein Parkverbot. Anlieger hatten sich über das Parken beschwert.

Gegen die Anfrage, an markanten Punkten in der Gemeinde Holdorf zusätzliche Mülleimer aufzustellen, sprach sich nach der Tourist-Information Dammer Berge auch der Ausschuss aus.  Ein Grund: Die Behälter zu leeren, würde für den Bauhof viel Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem sollten Wanderer ihren Müll selber entsorgen.

Lkw-Stellplätze in der Dopheide

Die Tankstellen an der Autobahn 1 werden von Lkw vollgeparkt. Die Fahrer weichen deshalb auch in das Holdorfer Industriegebiet aus. Zum Beispiel in die Dopheide, wo nachts immer wieder Fahrzeuge parken – am Wochenende manchmal bis zu 7 oder 8. Das Problem: Sie hinterlassen am Straßenrand Müll und Exkremente. Darüber beschwerten sich in der Vergangenheit zunehmend die ansässigen Firmen, wie Hauptamtsleiter Heiner Themann berichtete. Der Vorschlag von Peter  Ostendorf (FDP), bessere Parkmöglichkeiten zum Beispiel durch Toiletten zu schaffen, lehnten die Ausschussmitglieder ab.

"Wir können nicht die Gemeinde für das Problem in die Pflicht nehmen", fand der Ausschussvorsitzende Mario Stickfort (CDU). Die Politiker einigten sich schließlich einstimmig auf die Lösung, Parkverbotsschilder aufzustellen. Dieses Verbot soll nach Abstimmung mit den Gewerbetreibenden von 20 oder 22 Uhr bis 5 oder 6 Uhr gelten.  Die Verwaltung soll prüfen, ob diese Maßnahme die Situation verbessert.

Kurvenbereich Achtern Diek

Der Kurvenbereich im Achtern Diek in Langenberg ist unübersichtlich. Es sei dort einige Mal fast zu Unfällen zwischen Autofahrern und spielenden Kindern gekommen, beklagen sich 16 Anlieger in einem entsprechenden Schreiben an die Gemeinde. Bis es tatsächlich zu einem Unfall kommt, sei es nur eine Frage der Zeit. Denn Autofahrer würden die Kurve zu sehr schneiden. 

Um die Situation zu entschärfen, gab der Ausschuss dem Rat nach der Diskussion schließlich 2 Empfehlungen mit auf den Weg. Erstens: Die Fahrbahnmitte im Kurvenbereich soll eine weiße, unterbrochene Mittellinie erhalten. Zweitens: Durch Markierungen auf der Fahrbahn sollen die Verkehrsteilnehmer daran erinnert werden, auf ihre Geschwindigkeit in der Tempo-30-Zone zu achten. Auch hier soll die Gemeinde nach einer gewissen Zeit ein Fazit ziehen, ob die Maßnahme etwas bewirkt habe. 

Unübersichtlich – und wohl auch gefährlich: Der Kurvenbereich am Achtern Diek soll unter anderem eine weiße, unterbrochene Mittellinie erhalten. Foto: BöckmannUnübersichtlich – und wohl auch gefährlich: Der Kurvenbereich am Achtern Diek soll unter anderem eine weiße, unterbrochene Mittellinie erhalten. Foto: Böckmann

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