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Schulausschuss befasst sich mit den Plänen für die Grundschule Kroge

Für Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen gibt es  grundsätzlich grünes Licht. Bei einzelnen Details und einer möglichen Ganztagsbetreuung muss aber nachgebessert werden.

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Der offene und überdachte Bereich hinter den Tischtennisplatten könnte durch eine Fensterfront geschlossen werden. Foto: Heinzel

Der offene und überdachte Bereich hinter den Tischtennisplatten könnte durch eine Fensterfront geschlossen werden. Foto: Heinzel

Der zeitlich umfangreichste Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Lohner Ausschusses für Schule, Digitalisierung, Kultur und Sport waren die möglichen aber auch nötigen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen an der Grundschule in Kroge.

Architekt Timo Langfermann trug den aktuellen Planungs- und Ist-Stand vor und zeigte im Anschluss seinen Entwurf. Dieser sieht den Anbau eines Verwaltungsgebäudes mit Lehrerzimmer, einen Lernmittelraum, einen Arbeitsplatz und Lehrer-Toiletten vor. Im bestehenden Gebäude werden Sekretariat und Schulleitung zusammengeführt, sodass ein weiterer Gruppenraum entsteht. Im Obergeschoss würden eine Bibliothek und ein Arbeitsraum für die Schulsozialarbeiterin eingerichtet.

Der bislang offene und überdachte Eingangsbereich würde durch eine Fensterfront geschlossen und zur Pausenhalle umgewandelt. Im Dachgeschoss der ehemaligen Lehrerwohnung würden jeweils ein Lager-, Archiv- und ein Werkraum eingerichtet. Kostenschätzung laut Bauamtsleiter Ralf Blömer:  911.000 Euro.

Ansicht des Verwaltungstraktanbaus.
Grafik: Timo Langfermann
Der mögliche Umbau im Erdgeschoss der Grundschule.
Grafik: Timo Langfermann
Umbau in den oberen Räumlichkeiten der Schule.
Grafik: Timo Langfermann
Ansicht des Verwaltungstraktanbaus.
Grafik: Timo Langfermann
Das ehemalige Lehrerwohnhaus
Foto: Heinzel
Der mögliche Ausbau im Obergeschoss der ehemaligen Lehrerwohnung.
Grafik: Timo Langfermann
Das ehemalige Lehrerwohnhaus
Foto: Heinzel

Peter Willenborg (SPD) und Konrad Rohe (CDU) nannten das Konzept durchdacht, wobei Rohe eine Vergrößerung des Lernmittelraumes anregte. Thomas Schlarmann (CDU) betonte die Notwendigkeit in Kroge zu handeln. Paul Sandmann (CDU), unterstützt durch Christian Meyer (CDU), wies darauf hin, das ab 2026 ein Rechtsanspruch von Grundschülern auf Ganztagesbetreuung vorhanden sei und sich daraus andere Anforderungen an Ausstattung und Räumlichkeiten ergeben würden. In diesem Zusammenhang gebe es bestimmt ein finanzielles Förderprogramm an dem man partizipieren könne. Daher regte Sandmann an, die Maßnahme entsprechend zeitlich zu planen. Kämmerer Hermann Theder sagte, dass das Land Niedersachsen diese Ganztagesförderung erst noch umsetzen müsse und es noch nicht klar sei, wann und wie dies geschehe.

Kroges Grundschulleiterin Kerstin Bokern meinte, nachdem der Ausschuss ihr das Rederecht eingeräumt hatte, dass das Konzept "viele unnötige Wege erspart", da die Verwaltung an einem Ort zusammengeführt werde. Darüber hinaus könnten die Lehrmittel endlich vernünftig zentral gelagert werden.

Prinzipiell sprach sie positiv über die Planungen, lediglich bei den Maßnahmen für das Obergeschoss der Lehrerwohnung regte sie mit Blick auf eine Ganztagsbetreuung Änderungen an, die auf eine bessere Ausnutzung des Dachgeschosses hinauslaufen. Der einstimmig angenommene Beschluss lautete schließlich: "Der vorgestellten Planung zu den Erweiterungs- und Umbaumöglichkeiten bei der Grundschule in Kroge wird grundsätzlich zugestimmt mit der Maßgabe, dass die Ausbauplanung in Abstimmung mit der Schule und dem Bauamt der Stadt Lohne überarbeitet wird."

Werkraum der Franziskus-Schule wird saniert und die Brockdorfer Grundschule bekommt Containerräume

Nach der Diskussion sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, ein Planungsbüro mit den Planungsarbeiten für die Sanierung und Erweiterung des Werkraumes an der Franziskus-Schule zu beauftragen, da die Notwendigkeit der Maßnahme anerkannt wurde sowie die Schaffung von zusätzlichen Räumen (Büroraum für die Schulleitung, die Schulsozialarbeiterin und Förderunterrichtsräume) an der Grundschule in Brockdorf mittels aufzustellender Container.

Veranstaltungsreihe "Events finden Stadt" wird geprüft

Neben diesen drei Maßnahmen an Lohner Grundschulen empfahl der Ausschuss einstimmig die Finanzierung von FSJ-Kräften an den Schulen der Stadt Lohne für weitere drei Jahre. Darüber hinaus setzte sich der CDU-Antrag "Events finden Stadt" durch. Er wurde einstimmig angenommen.

Das Projekt sieht vor, dass im Rahmen einer Eventreihe Vereine, Gruppen oder Organisationen für einen Tag eine Innenstadt-Patenschaft übernehmen. Drei Beispiele: Ein Kartenclub trägt ein Open-Air-Turnier aus, Musikschüler veranstalten Konzerte oder die Feuerwehr organisiert einen Aktionstag. Der Ausschuss beschloss einstimmig: "Die Verwaltung wird beauftragt in Anlehnung an die Projektskizze und unter besonderer Einbeziehung der Abteilung City-Marketing/Wirtschaftsförderung Aufwand und Kosten für eine mögliche Veranstaltungsreihe 'Events finden Stadt' zu ermitteln sowie eine maximale Förderungssumme pro Event zu definieren.“

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