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Rat macht Weg für das "Carré am Erlenweg" frei

Die Bebauungspläne, die das Projekt möglich machen sollen, werden nun ausgelegt. Dabei bleibt Spielraum für kleinere Änderungen.

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Der Blick vom Erlenweg auf das Areal am Bahndamm, auf dem das Carré entstehen soll. Foto: Oevermann

Der Blick vom Erlenweg auf das Areal am Bahndamm, auf dem das Carré entstehen soll. Foto: Oevermann

Das im Ortsteil Neuenkirchen geplante Bauprojekt der Gesellschaft Wiebold Immobilien mitsamt 43 Seniorenwohnungen und der Errichtung einer Tagespflege hat eine weitere Hürde übersprungen. Der Gemeinderat votierte mit großer Mehrheit bei drei Enthaltungen für den Auslegungsbeschluss der entsprechenden Bebauungsplanänderung.

Mit dieser großen Zustimmung des Neuenkirchen-Vördener Rates war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Im zuvor tagenden Bauausschuss etwa war noch ausgiebig über vermeintlich fehlende Festsetzungen im Bebauungsplan diskutiert worden; zum Beispiel mit Blick auf die Trauf- und Firsthöhe, die Dachform, die Anzahl der Bäume sowie eine vorgeschriebene Begrünung der Flachdächer.

Hiesiger Betreiber kann die Politiker überzeugen

Regen Diskussionsbedarf hatte dabei Ratsherr Kurt Grefenkamp (CDU) geäußert. Er stellte sich jedoch nun in der Ratssitzung eindeutig hinter die Pläne Moritz Wiebolds und den Auslegungsbeschluss. „Das könnte ein sehr gutes Projekt werden. Wir sind in der glücklichen Position, einen hiesigen Betreiber zu haben“, so der Christdemokrat.

Man habe sich im Bauausschuss etwas „kleingeredet“, grundsätzlich herrsche jedoch sowohl innerhalb der CDU als auch fraktionsübergreifend eine große Zustimmung. Dennoch seien für ihn etwaige textliche Festsetzungen im Bebauungsplan wichtig, um gestalten zu können. „Wir sollten dem Bauträger vertrauen und benötigen die zusätzlichen textlichen Festlegungen nicht“, meinte dagegen der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Rohe.

Verwaltung wirbt um Vertrauen für die Planer

Zuvor warb bereits der Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen dafür, den ortsansässigen Planern das Vertrauen auszusprechen. „Wir sollten uns bei den Rahmenbedingungen nicht zu sehr versteifen. Planer brauchen auch etwas Flexibilität“, so Rolfsen. Zudem werde zu diesem noch frühen Zeitpunkt nur die Auslegung des B-Plans beschlossen, nicht die tatsächliche Ausgestaltung. Anpassungen seien weiterhin möglich.

Positiv äußerte sich auch Andreas Frankenberg (SPD). „Es ist ein tolles Projekt, was wir hier dringend benötigen“, so der SPD/FDP-Fraktionsvorsitzende. Er lobte zudem die Planer dafür, dass Änderungswünsche seitens der Anlieger und der Politik bereits berücksichtigt wurden.

Auch die IGNV-Fraktion stellte sich grundsätzlich hinter die Idee Wiebolds. Jedoch bemängelte der Fraktionsvorsitzende Sven gr. Sextro die Festlegung der Firsthöhe. Er befürchte, dass im südwestlichen Geltungsbereich des B-Plans nicht mehr nur drei Geschosse, sondern 3,5 gebaut werden könnten. Ein entsprechender Antrag, die Firsthöhe auf 11,5 Meter zu begrenzen, wurde jedoch mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der IGNV-Fraktion sowie bei zwei weiteren Enthaltungen abgelehnt.


Ebenfalls Thema im Gemeinderat war die Vergabe von vier Straßennamen im Wohnbaugebiet „Koppeln Süd“ im Ortsteil Vörden. Mit großer Mehrheit stimmten die Mandatsträger für die Straßennamen Wollgrasweg, Sonnentauweg, Glockenheideweg sowie Moosbeerenweg. Heinz Fehrmann (IGNV) und Dr. Heinrich Brand (CDU) hatten sich zuvor für einheitlichere beziehungsweise kürzere Straßennamen ausgesprochen.

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