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Quadratmeterpreis im Visbeker Gewerbegebiet liegt bei 55 Euro

Die Mitglieder des Finanz- und Sozialausschusses diskutierten über angemessene Preise. 3 Vorschläge standen zur Wahl.

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Fläche kostet Geld: Der Quadratmeterpreis für das Gewerbegebiet "Wildeshauser Straße" steht fest. Symbolfoto: dpa/Skolimowska

Fläche kostet Geld: Der Quadratmeterpreis für das Gewerbegebiet "Wildeshauser Straße" steht fest. Symbolfoto: dpa/Skolimowska

Die Gemeinde Visbek erhebt künftig höhere Preise für Gewerbeflächen. Die Mitglieder des Finanz- und Sozialausschusses haben sich in ihrer jüngsten Sitzung darüber ausgetauscht, welche Preise pro Quadratmeter im Gewerbegebiet „Wildeshauser Straße“ gezahlt werden sollten. Durchgesetzt hat sich der Vorschlag von Andreas kl. Lamping (CDU). Er regte an, dass der Grundstückspreis für Gewerbeflächen im Gewerbegebiet „Wildeshauser Straße“ für Bewerberinnen und Bewerber, die nach dem 1. Januar 2020 ihr Interesse an einer Gewerbefläche geäußert haben, auf 55 Euro den Quadratmeter (voll erschlossen) festgesetzt wird. Für Interessenten, die sich bereits bis Ende 2019 auf ein Grundstück beworben haben, wird der Grundstückspreis auf 45 Euro den Quadratmeter(voll erschlossen) festgesetzt.

Zurzeit liegt der Preis für Gewerbeflächen in Visbek voll erschlossen bei 20,50 Euro den Quadratmeter beziehungsweise 13,50 Euro den Quadratmeter ohne Erschließung. Bürgermeister Gerd Meyer ließ die anwesenden Ausschussmitglieder wissen, dass sich die Kosten für das Gewerbegebiet „Wildeshauser Straße“ derzeit auf 16,6 Millionen Euro belaufen. Bei einer Gewerbefläche von 261.340 Quadratmetern würde sich ein Grundstückspreis von 63,72 Euro pro Quadratmeter, voll erschlossen, ergeben.

Weitere Vorschläge fielen durch

Nach Abzug eines Kanalbaubeitrages für den Regenwasserkanal in Höhe von circa 1,68 Euro pro Quadratmeter (gemittelter Preis) und eines Beitrages für den Schmutzwasserkanal in Höhe von circa 7,20 Euro pro Quadratmeter (gemittelter Preis) ergebe sich ein Quadratmeterpreis von 54,84 Euro, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Im voll erschlossenen Grundstückskaufpreis sind die Kanalbaubeiträge für Schmutz- und Regenwasserkanal, der Erschließungsbeitrag sowie die Vermessungskosten enthalten.

Die Kanalbaubeiträge für Schmutz- und Regenwasserkanal werden entsprechend der gemeindlichen Satzung erhoben. Im Bebauungsplan Nr. 87 „Gewerbegebiet Wildeshauser Straße“ sind unterschiedliche Festsetzungen für die Grundflächenzahl sowie für die Gebäudehöhe festgelegt worden, sodass die Grundstücksbewerberinnen und -bewerber hier unterschiedliche Beiträge zu zahlen haben, heißt es weiter. Die Erschließungskosten sind bis auf den 10-Prozent-Anteil der Gemeinde ebenfalls kostendeckend. Die Beiträge werden beim Verkauf im Grundstücksvertrag gesondert aufgeführt, damit für diese Beiträge keine Grunderwerbsteuer anfällt und die Erschließungskosten als abgelöst gelten.

Neben dem Vorschlag von Andreas kl. Lamping gab es noch 2 weitere. Ulrich Hogeback (parteilos/FDP-Fraktion) sprach sich für einen einheitlichen Preis für alle Bewerberinnen und Bewerber aus – unabhängig davon, wann sie Interesse angemeldet haben. Er schlug vor, einen Quadratmeterpreis in Höhe von 50 Euro zu erheben. Annette Hanken dagegen konnte der Idee etwas abgewinnen, den Preis für frühe Interessenten niedriger anzusetzen. Sie schlug vor, den Quadratmeterpreis für Interessentinnen und Interessenten, die sich bis Ende 2019 beworben haben, auf 50 Euro festzusetzen, für Bewerberinnen und Bewerber danach auf 55 Euro. Beide Vorschläge fanden keinen Anklang.

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