Petra Gerlach kandidiert für Bürgermeisteramt
Die Cloppenburger Stadträtin Petra Gerlach (47) will Bürgermeisterin werden - allerdings nicht in der Kreisstadt, sondern in Delmenhorst.
Hubert Kreke | 16.04.2020
Die Cloppenburger Stadträtin Petra Gerlach (47) will Bürgermeisterin werden - allerdings nicht in der Kreisstadt, sondern in Delmenhorst.
Hubert Kreke | 16.04.2020

Petra Gerlach (Foto: Kreke)
Erst vor einem Jahr hat Stadträtin Petra Gerlach (47) ihre Stelle in Cloppenburg angetreten, schon im nächsten Jahr könnte die Verwaltungsexpertin das Rathaus wieder verlassen: Die CDU und die Grünen in Delmenhorst haben die ehemalige Kämmerin und Verwaltungsdirektorin ihrer Stadt gestern überraschend als Kandidatin zur Wahl des Oberbürgermeisters 2021 präsentiert. Gerlach, die in Ganderkesee lebt und Mitglied der CDU ist, soll die Nachfolge des SPD-Bürgermeisters Axel Jahnz (62) antreten, der nach knapp sechs Jahren im Amt seinen Verzicht auf eine erneute Bewerbung angekündigt hat. Der SPD-Mann war am 25. Mai 2014 mit 63,1 Prozent zum Oberbürgermeister gewählt worden. Wen die SPD als seinen Nachfolger nominieren wird, steht noch nicht fest. Jahnz Amtszeit endet am 31. Oktober 2021. Gerlach rechnet sich offenbar gute Chancen auf einen Sieg aus, weil der Sozialdemokrat mit einer falschen Besetzung des Verwaltungsausschusses und einer Personalaffäre in die Schlagzeilen geraten ist. Wegen formaljuristischer Fehler musste untere anderem der Erste Stadtrat in Delmenhorst ein zweites Mal gewählt werden. Sollte Gerlach unterliegen, könnte die Katholikin ihr Wahlamt in Cloppenburg behalten. Als mögliche Kandidatin der Cloppenburger CDU scheidet die 47-Jährige damit allerdings aus. Ihr Name war immer wieder genannt worden, falls Dr. Wolfgang Wiese bis Mai seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklären sollte. Der Cloppenburger Rat hatte Gerlach am 10. September 2018 einstimmig für acht Jahre als Stadträtin gewählt. Im Januar 2019 trat sie den Posten an. Seitdem hat die Spitzenbeamtin den Fachbereich Soziales mitverantwortet und neu strukturiert. Eine Bilderbuch-Karriere hat die kirchlich engagierte Frau zuvor 23 Jahre lang in Delmenhorst durchlaufen: Zunächst als Fachbereichsleiterin für Gesundheit, Gefahrenabwehr und Verbraucherschutz dann als Leiterin der Internen Verwaltungsdienste und zugleich als Kämmerin. Doch der höher dotierte Status einer Wahlbeamtin blieb ihr verwehrt. Das könnte ihr nun im nächsten Schritt gelingen. Falls sie gewinnt...
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