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OM-Delegierte des CDU-Parteitags freuen sich über Rückenwind für Merz

Die Vertreter der Parteibasis aus den Kreisverbänden Cloppenburg und Vechta betonen die Geschlossenheit, die sich im Votum für den neuen Chef zeige. Zum künftigen Profil haben sie klare Vorstellungen.

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Dankesgeste: Der künftige Parteichef Friedrich Merz. Foto: dpa/Kappeler

Dankesgeste: Der künftige Parteichef Friedrich Merz. Foto: dpa/Kappeler

Aufbruchstimmung und Geschlossenheit in der CDU – diesen Eindruck haben die Delegierten aus dem Oldenburger Münsterland vom Online-Parteitag. Nun steht die inhaltliche Arbeit an. Die Vertreter der CDU-Kreisverbände Cloppenburg und Vechta haben konkrete Wünsche und Forderungen. Ein Überblick:

André Hüttemeyer: Eine „große Geschlossenheit“ der Partei, die sich auch im Ergebnis von 94,62 für Friedrich Merz als neuem Vorsitzenden widerspiegele, sah André Hüttemeyer aus Erlte. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Vechta sagte, es sei gut gewesen, dass Merz das sozialpolitische Profil der Christdemokraten betont hat. Dieses grenze die CDU auch von der FDP ab. Die Union habe die gesamte Gesellschaft im Blick, das müsse stärker herausgestellt werden.

Das Ergebnis für die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher aus Lindern als stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende nannte Hüttemeyer „hervorragend“. Es freue den gesamten Vechtaer CDU-Kreisverband.

"Der Schwung ist bei allen angekommen."Christoph Eilers, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Cloppenburg

Christoph Eilers: Die Rede von Merz sei „sehr gut“ gewesen, er habe viele Themen angesprochen und auch schon "klare Kante gegenüber der Ampel-Regierung gezeigt“, sagte Christoph Eilers aus Cappeln. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Cloppenburg und Landtagsabgeordnete hob ebenfalls die Geschlossenheit hervor. Das Ergebnis für Merz spreche für sich, sagte Eilers. Er sah einen Willen zum Aufbruch in der Partei. „Der Schwung ist bei allen angekommen“.

Eilers sprach sich zudem für Teamwork in der Führung der CDU  aus. Die Positionen der Partei müssten auch durch andere Personen als nur durch den Vorsitzenden zur Geltung kommen. Die Wiederwahl Brehers als Vizechefin – und damit die Oldenburger Stimme in der Führungsriege - freue den Cloppenburger Kreisverband sehr.

Göhner setzt auf solide Arbeit der Partei

Simone Göhner: Das Ergebnis für Merz bezeichnete Simone Göhner aus Vechta als „grandios“, seine Rede fand sie „super“. Besonders gefallen hat ihr, dass Merz betonte, Wirtschaft sei nicht alles, aber ohne eine erfolgreiche Wirtschaft seien die anderen Herausforderungen nicht zu bewältigen.

Die stellvertretende Vorsitzende des Vechtaer CDU-Kreisverbandes sah in den Ergebnissen des Parteitags ein „ein starkes Zeichen“ des Zusammenhalts. Der Blick werde nun nach vorn gerichtet. Auch das Ergebnis für Breher sei „super“. Göhner setzt darauf, dass die CDU mit souveräner, solider und handwerklich vernünftiger Arbeit überzeugt. Das werde mittel- und langfristig honoriert und beeinflusse so auch die parteipolitische Arbeit vor Ort.

Karl-Heinz Bley: Der CDU-Landtagsabgeordnete aus Garrel ist beeindruckt, dass Merz, Breher und der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann (als Mitglied des Präsidiums der Bundes-CDU) „sehr gute Wahlergebnisse“ erhalten haben. Mit Blick auf die gesamte Partei ist er überzeugt: „Wir sind durch das Tal durch“.

"Wir haben den Durchbruch geschafft."Karl-Heinz Bley , CDU-Landtagsabgeordneter aus Garrel

Er ist auch zuversichtlich, dass die CDU im Bund mit einer „kraftvollen“ Arbeit in der Opposition dazu beiträgt, gute Ergebnisse bei den kommenden Landtagswahlen zu erreichen. Bley hofft, dass die CDU sich auf dem Feld der sozialen Marktwirtschaft, der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der sozialen Sicherungssysteme profiliert. Was Merz dazu gesagt habe, „trifft genau meinen Nerv – im positiven Sinn.“ Bley betonte: „Wir haben den Durchbruch geschafft.“

Silvia Breher: Die wiedergewählte stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete aus Lindern ist auch Delegierte des Online-Parteitags gewesen, den sie als Mitglied des Tagungspräsidiums zudem leitete. Für Merz und den künftigen Generalsekretär Mario Czaja (etwa 93 Prozent) habe es „Ein tolles Ergebnis“ gegeben. Breher: „Das ist ein gutes Signal für einen Neustart und einen Aufbruch“.

Steinkamp: Schnelle und klare Abgrenzung von Ampel 

Priorität habe nun, die „Partei wieder zusammenzubinden, die Oppositionsarbeit mit der Fraktion abzustimmen“ und eng mit der CSU zu kooperieren. Als Repräsentantin für Familienpolitik der CDU wolle sie sich eng mit Parteichef Merz abstimmen. Um Kinder abzusichern soll es ein Gesamtkonzept geben, das sich nicht nur auf den Aspekt höherer Geldzahlungen beschränke.

Jochen Steinkamp: Der Lohner sieht „ein super starkes Ergebnis“ für Merz. Das Votum zeige, dass es jetzt in der CDU „wirklich Geschlossenheit“ gibt, sagte der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Vechta.

Merz habe deutlich gemacht, „was die CDU von anderen Parteien unterscheidet“. Steinkamp hob hervor, dass Merz sich stark auf die katholische Soziallehre bezogen habe. Das sei für die CDU „ein klarer Kompass ist, an dem man alle inhaltlichen Fragen durchdeklinieren kann“, sagte Steinkamp der auch Beisitzer im Vorstand der Niedersachsen-CDU ist.

"Besser hätte es zum Anfang nicht laufen können."Johann Wimberg, Cloppenburger Landrat

Wie Czaja forderte Steinkamp, dass die CDU schneller politisch zu reagieren habe. Sie müsse nun zügig inhaltliche Ideen entwickeln, „um sich gegenüber der Ampel abzugrenzen“. Er erhoffe sich viel von der Debatte zum neuen Grundsatzprogramm.

Johann Wimberg: Bei der Wahl von Merz mit dem „sehr starken Ergebnis“ habe sich die Geschlossenheit sehr deutlich ausgedrückt, sagte der Cloppenburger Landrat. Die Delegierten hätten sich somit hinter das Mitgliedervotum gestellt. Merz habe zum Start sehr guten Rückenwind erhalten. Die CDU müsse nun wieder bessere Konturen zu verschiedenen Themen entwickeln. Neben der Sozialpolitik seien das die Bereiche Wirtschaft,m Digitalisierung, Energie und Mobilität.

Es freue ihn auch besonders, „dass Silvia Breher mit einem sehr guten Ergebnis wiedergewählt worden ist“. Für das Oldenburger Münsterland sei das „eine sehr, sehr gute Nachricht“.

Wimberg, der auch Beisitzer im Vorstand der Niedersachsen-CDU ist, zig dieses Fazit zum Parteitag: „Besser hätte es zum Anfang nicht laufen können“.

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