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Oldenburger Oberbürgermeister kehrt zu seinen Wurzeln zurück

1984 bestand Jürgen Krogmann seine Abiturprüfungen im Dammer Gymnasium. Jetzt kehrte der SPD-Politiker für einen Vortag über die Kommunalpolitik in Oldenburg an seine alte Schule zurück.

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Ehemalige: Heiko Bertelt (links) begrüßte als Gastredner beim Foyerabend Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.  Foto: Lammert

Ehemalige: Heiko Bertelt (links) begrüßte als Gastredner beim Foyerabend Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.  Foto: Lammert

Zu den jüngsten Vorgängen um das Pius-Hospital in Oldenburg wollte dessen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann beim Foyerabend des Vereins der Ehemaligen des Dammer Gymnasiums in der Schule nicht detailliert Stellung beziehen. Ansonsten aber gab er den Zuhörern, darunter zahlreiche Schüler, bei der von Heiko Bertelt, aktuell Vorsitzender der Ehemaligen, einen Einblick in die kommunalpolitische Arbeit.

Bei seinem Vortrag im Gymnasium bewegte sich der in Steinfeld aufgewachsene Krogmann auf vertrautem Terrain. Denn hier bestand er 1984 seine Abiturprüfungen. Unter den Zuhörern begrüßte er denn auch frühere Lehrkräfte der Schule, die ihn unterrichtet hatten.

Krogmann bezeichnet Pius-Hospital als "exzellentes Haus"

Die hörten unter anderem, dass der 59-Jährige mit Blick auf die Oldenburger Krankenhauslandschaft ausführte, er habe ein hohes Interesse daran, dass sich alle Häuser gut entwickeln. Und dem Pius-Hospital attestierte er, „ein wirklich exzellentes Haus“ zu sein.

Wesentlich tiefere Einblicke gab der nach eigenen Worten „überzeugte Kommunalpolitiker“, der zwischen 2008 und 2014 dem Niedersächsischen Landtag angehörte, in seine Arbeit als Oberbürgermeister. Das Amt hat er seit 2014 inne und wurde im Herbst 2021 wiedergewählt.

Als Oberbürgermeister sei er nicht nur oberster politischer Repräsentant der Stadt und Mitglied des Stadtrates, sondern auch Leiter einer Verwaltung mit 3000 Beschäftigten und Mitglied in 75 Gremien wie etwa Aufsichtsräten. Diese Tätigkeit nehme einen großen Teil seiner Arbeitszeit ein.

"Das A und O in der Kommunalpolitik ist es, sich zu kennen und zu wissen, worüber gesprochen wird."Jürgen Krogmann

Als wichtige, die Kommunalpolitik in Oldenburg prägende Themen nannte Jürgen Krogmann die Bereiche Bildung, Wohnen, Digitalisierung, Klimawandel, Fachkräftegewinnung und – ganz aktuell – Flüchtlingskrise. Hinsichtlich des Wohnens sagte der 1987 in die SPD eingetretene Politiker, es liefen Debatten, ob weitere Baugebiete ausgewiesen werden sollten. Und zu den Fachkräften erklärte er: „Die technischen Berufe haben eine große Zukunft.“

Als weniger erfreulich in der Oldenburger Kommunalpolitik sieht er, dass die, die im Rat sind, längst nicht mehr so verwurzelt sind in den einzelnen Stadtteilen wie frühere Ratsmitglieder. Das sei für die Akzeptanz der Kommunalpolitik nicht förderlich. „Das A und O in der Kommunalpolitik ist es, sich zu kennen und zu wissen, worüber gesprochen wird.“ Solche Erfahrung werde heute aber nicht mehr so wertgeschätzt.

Um Bürger mehr in die Entscheidungen in der Stadt einzubinden, sei es wichtig, sie an Planungen zu beteiligen. Das müsse gut organisiert sein. Er habe die Erfahrung gemacht: Wenn Bürger über Vorhaben, die sie nicht direkt betreffen, mitreden, dann hätten sie das Wohl der gesamten Stadt im Blick.

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