Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Nur Sanktionen sind möglich

Thema: Zwei Wochen Krieg in der Ukraine – Auf lange Sicht ist Russland wohl militärisch überlegen. Der Westen kann nur mit Sanktionen drohen. Eine Tragödie.

Artikel teilen:

Seit zwei Wochen herrscht der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, seit zwei Wochen sterben massenhaft Soldaten und Zivilisten. Not, Angst, Verzweiflung, Zerstörung und Flucht sind die Realität. Kreml-Chef Wladimir Putin erklärt, es laufe alles nach Plan.

In dieser Aussage steckt nicht nur der menschenverachtende Zynismus eines autoritären Staatsoberhaupts, sondern offenbar auch eine Unwahrheit. Ist es wirklich Putins Plan gewesen, auf so erbitterten Widerstand der Ukraine zu treffen? Auf einen Widerstand, der Zweifel an der Schlagkraft der russischen Truppen aufkommen lässt?

"In den zwei Wochen des Krieges zeigte sich aber: Putin musste mit dem Einsatz von Nuklearwaffen drohen, um Stärke zu demonstrieren."Giorgio Tzimurtas

Wohl kaum. Vielmehr dürfte Putin davon ausgegangen sein, dass die Invasion einem Durchmarsch gleichkommt, die Kapitulation rasch erfolgt. In den zwei Wochen des Krieges zeigte sich aber: Putin musste mit dem Einsatz von Nuklearwaffen drohen, um Stärke zu demonstrieren. Ebenso zählt das Gefecht am AKW Saporischschja zur Strategie, ein Katastrophen-Szenario hervorzurufen.

Es gibt einen Massenexodus. Wo die Flucht unmöglich ist, wird über humanitäre Korridore verhandelt. Sie sind notwendig, weil sie für Hunderttausende die Rettung sind. Doch gilt ebenso: Vertreibung ist für Putin ein Mittel der Kriegsführung geworden. Und: Russland ist wohl auf lange Sicht militärisch überlegen. Die Nato will sich aus dem Krieg heraushalten – anders als es im Kosovo der Fall war. Denn Moskau ist eine Atommacht. Fest steht damit: Wir haben nur Sanktionen, um Putin zu schaden, können ihn aber nicht daran hindern, seinen imperialen Machtwillen brutal durchzusetzen. Eine Tragödie.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Nur Sanktionen sind möglich - OM online