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Meyer fordert vom Landkreis: "Priorität den Kindern!"

Die Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen will Familien helfen. Die Forderungen hat sie nach einer Online-Veranstaltung des Kreisverbandes zu Papier gebracht.

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Dr. Tanja Meyer ist Bundestagskandidatin der Kreisverbände Cloppenburg und Vechta für die Bundestagswahl im September 2021. Foto: Die Grünen

Dr. Tanja Meyer ist Bundestagskandidatin der Kreisverbände Cloppenburg und Vechta für die Bundestagswahl im September 2021. Foto: Die Grünen

"Jetzt endlich: Priorität den Kindern!": Diese Überschrift hat Dr. Tanja Meyer, Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, für ein Positionspapier an den Landkreis Vechta gewählt. In dem Schreiben fordert die Lohnerin, unterstützt vom Kreisverband ihrer Partei, Kinder und Jugendliche in den Fokus des politischen Handels zu stellen.

Konkret heißt es in dem Schreiben, der Kreis solle "konsequent" dafür sorgen, dass die 7-Tage-Inzidenz sinkt. Aktuell sind die hohen Ansteckungsraten mit Corona der Grund, dass ausschließlich die Abschlussjahrgänge inklusive Klasse 4 im Wechselunterricht sind. Für die große Mehrheit der Kinder im Landkreis Vechta ist Homeschooling angesagt; und das teilweise sei Monaten.

Auch um trotz Corona "soziale Kontakte" wieder möglich zu machen, müssten die "örtlichen Vorteile" besser genutzt werden, schreibt die promovierte Agrarwissenschaftlerin. Sprich: Warum nicht Scheunen, Hallen, Sportplätze oder leer stehende Firmenkomplexe nutzen, damit sich Kinder und Jugendliche treffen können. Getestet und in festen Kleingruppen sei das sicher möglich und verhindere das gefährliche Kontakthopping im privaten Umfeld. 

Meyer fordert den Landkreis außerdem auf, sich in Hannover für mehr Flexibilität einzusetzen, umgekehrt Schulen, Lehrerinnen und Lehrer bei dem Prozess der Flexibilisierung zu unterstützen. Das Ziel müsse sei, Unterricht auch bei Inzidenzwerten zwischen 100 und 165 stattfinden zu lassen, wenn die Voraussetzungen passen und die Ansteckungsgefahr mit Corona gering ist. Dafür könnten etwa Schulbeginnzeiten entzerrt oder mehr Busse eingesetzt werden, gibt Meyer als Beispiele.

Kinder und Jugendlichen fehle es an "wirklich gehörter Lobby", schreibt Meyer, die selbst 2 schulpflichtige Kinder hat. Nicht zuletzt eine Online-Veranstaltung, zu der der Grünen-Kreisverband eingeladen hatte, habe offenbart, wie verlassen sich die Familien fühlten und wie ideenlos ihnen viele Entscheidungsträger derzeit vorkommen. Das müsse sich ändern. Und: Kinder und Jugendliche müssten dabei zu Wort kommen. 

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