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Jugendparlament und Gemeinderat arbeiten enger zusammen

Bereits 2020 einigte man sich im Goldenstedter Rat darauf, die Nachwuchspolitikerinnen und -politiker zu stärken. Nun wurde das Mentoring-Programm gestartet.

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Symbolfoto: Archiv OM-Online

Symbolfoto: Archiv OM-Online

Das erste Beschnuppern ist schon einmal geglückt: Mitglieder des Goldenstedter Jugendparlaments sowie des Goldenstedter Gemeindesrates haben sich jetzt im Rahmen des Mentoringprogramms zu einer Auftaktveranstaltung in der Gaststätte Hoyng getroffen. Es wurden schon Termine gemacht für private Treffen, eine gemeinsame Ratssitzung ist geplant oder auch die Begleitung zu den Ausschusssitzungen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Der Rat der Gemeinde Goldenstedt hatte im September 2020 ein „Unterstützungskonzept für das Jugendparlament“ beschlossen. Erarbeitet wurde es zuvor in der Arbeitsgruppe Goldenstedt 2030 – Projekt Nachhaltigkeit. Ein Bestandteil dieses Unterstützungskonzeptes ist, die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendparlament und dem Gemeinderat zu stärken. Konkret wird daher in Goldenstedt ein Mentoring-Programm eingeführt, um Jugendliche an die (Kommunal-) Politik heranzuführen. Im besten Falle werden die jungen Erwachsenen durch diese Art der Förderung und Unterstützung ihr politisches Engagement später im Gemeinderat oder auf anderen politischen Ebenen einbringen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Jede Partei beteiligt sich

Nach der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats im November wurde in einer kleinen Untergruppe damit angefangen, die weitere Vorgehensweise festzulegen. Besonders wichtig sei es der Arbeitsgruppe, das Mentoringprogramm parteiübergreifend und parteiunabhängig umzusetzen, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Die Mentorenarbeit sei vorrangig beratend, eine parteipolitische Einflussnahme durch die Mentorinnen und Mentoren werde abgelehnt. Heißt: Die Mentorenarbeit soll weder Wahlkampfzwecke erfüllen, noch parteipolitischer Mitgliederwerbung dienen.

Erstes Kennenlernen: Liv-Marlen Lübberink (von links) mit Mentor Antonius Meyer, dahinter Mentorin Elisabeth Wübbeler mit ihrer Mentee Swantje Schneiders, Mentee Jule Suter (sitzend), dahinter ihre Mentorin Alexandra Seidel, Mentorin Anne Frilling (stehend), Mentee Rebekka Rösler (sitzend) mit ihrer Mentorin Christiane Lehmkuhl (sitzend) sowie ihrem weiteren Mentee Hanno Lamping (sitzend), Mentor Martin Meyer (stehend), Mentee Maxi Seidel (sitzend) mit ihrem Mentor Kurt Reinemann. Foto: SeidelErstes Kennenlernen: Liv-Marlen Lübberink (von links) mit Mentor Antonius Meyer, dahinter Mentorin Elisabeth Wübbeler mit ihrer Mentee Swantje Schneiders, Mentee Jule Suter (sitzend), dahinter ihre Mentorin Alexandra Seidel, Mentorin Anne Frilling (stehend), Mentee Rebekka Rösler (sitzend) mit ihrer Mentorin Christiane Lehmkuhl (sitzend) sowie ihrem weiteren Mentee Hanno Lamping (sitzend), Mentor Martin Meyer (stehend), Mentee Maxi Seidel (sitzend) mit ihrem Mentor Kurt Reinemann. Foto: Seidel

Jede Partei des Gemeinderates Goldenstedt hat jeweils eine Person in die Arbeitsgruppe entsandt: Antonius Meyer (Grüne), Ralf Fennig (AfD), Christiane Lehmkuhl (IGG), Anne Frilling (FDP), Kurt Reinemann (SPD) und Alexandra Seidel (CDU). Unterstützt wird die Gruppe aus der Gemeindeverwaltung von Eva-Maria Meyer, die auch für das Jugendparlament zuständig ist, sowie von Bürgermeister Alfred Kuhlmann.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe konnten in ihren Parteien bereits sieben Mentorinnen und Mentoren für das Programm gewinnen. Vier weitere wollen im Herbst dazustoßen – im Oktober wird das neue Jugendparlament in Goldenstedt gewählt. 10 von 15 Mitgliedern aus dem aktuellen Jugendparlament möchten als Mentees die Chance ergreifen, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Bei der Bildung der Tandems hat Eva-Maria Meyer die Wünsche der Mentees berücksichtigt.

Künftig sollen alle junge Menschen teilnehmen können

Aktuell beschränke sich das Konzept auf aktive junge Parlamentarierinnen und Parlamentarier, heißt es. Auf Dauer sollen aber alle jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 25 Jahren mit Erst- oder Zweitwohnsitz in der Gemeinde Goldenstedt die Möglichkeit haben, an dem Programm teilzunehmen. Im Regelfall finden sich eine Mentorin beziehungsweise ein Mentor und ein Mentee zusammen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, zwei Mentees mit einer oder einem gemeinsamen Mentorin beziehungsweise Mentor zusammenzubringen.

Das Konzept gehe von einem „gegenseitigen Geben und Nehmen“ aus, heißt es. Mentees erhalten unter anderem die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten besser kennen- und einschätzen zu lernen. Sie sollen Unterstützung bei ihrer politischen Arbeit und Einblicke in die Strukturen der Kommunalpolitik erhalten. Nicht zu unterschätzen sei die Einbindung in ein Netzwerk durch neue Kontakte. Mentorinnen und Mentoren haben die Chancen, frische Ideen und Impulse vom politischen Nachwuchs zu erhalten und bestenfalls qualifizierten Nachwuchs für die Politik aufzubauen. Auch das eigene Arbeiten werde durch diese Aufgabe reflektiert, heißt es in der Konzeptdokumentation.

Nach einigen Monaten wollen sich alle Beteiligten vom Jugendparlament sowie aus dem Gemeinderat noch einmal in der großen Gruppe treffen, um gemeinsam zu reflektieren und Vorgehensweisen eventuell auch nochmal anzupassen, heißt es abschließend. Alexandra Seidel, Moderatorin der Arbeitsgruppe Goldenstedt 2030 – Projekt Nachhaltigkeit, freue sich darüber, lässt sie wissen, dass es in wenigen Wochen durch das gemeinsame Engagement aller Beteiligten gelungen sei, das Konzept zu starten, das ihr persönlich am Herzen liege.

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