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"Hansestadt Quakenbrück" soll offizieller Name werden

Die Quakenbrücker Ratsfraktionen wollen die Hauptsatzung ändern, um ihrer Stadt zusätzlich Attraktivität zu verleihen.

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Gemeinsam auf dem Weg zur „Hansestadt Quakenbrück“: Alle Fraktionen wollen den Stadtnamen ändern. Foto: Kevin Podeszwa

Gemeinsam auf dem Weg zur „Hansestadt Quakenbrück“: Alle Fraktionen wollen den Stadtnamen ändern. Foto: Kevin Podeszwa

Die Quakenbrücker Ratsfraktionen sind sich einig: Wie andere Städte in Niedersachsen auch, soll die Stadt Quakenbrück offiziell den Titel Hansestadt in ihrem Stadtnamen tragen. Dies geht aus einem gemeinsamen Antrag der fünf Ratsfraktion hervor, der noch vor der Sommerpause beschlossen werden soll.

In dem Antrag heißt es: „Quakenbrück kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken. Ein ganz wesentlicher Teil der Quakenbrücker Stadtgeschichte war die Mitgliedschaft in der Hanse, die Quakenbrück europaweite Handelsbeziehungen ermöglichte. Die Zeit der Hanse in Quakenbrück war eine Zeit des gesellschaftlichen Wohlstandes, der kulturellen Entwicklung und der wirtschaftlichen Prosperität. Noch heute zeugen für die norddeutsche Tiefebene vergleichsweise imposante Handelshäuser von der Bedeutung der Stadt Quakenbrück in der Hanse.“

Mit der Ergänzung des Stadtnamens sei eine Verbesserung der städtischen Identität und des städtischen Selbstverständnisses, eine verbesserte Werbung als Tourismus- und Wirtschaftsstandort und eine insgesamt bessere Außenwirkung verbunden. Dabei sei der Namenszusatz nicht nur auf bekannte Oberzentren wie Bremen, Hamburg oder Lübeck beschränkt. Vielmehr nennen sich auch Kommunen mit mittelzentraler Funktion - wie Quakenbrück eine besitzt - „Hansestadt“.

Ortsschilder sollen auch geändert werden

Und auch zwei weitere Schritte geben die Fraktionen vor: So wird die Verwaltung beauftragt, beim Niedersächsischen Innenministerium eine Veränderung des Stadtnamens dahingehend in die Wege zu leiten, dass eine Berücksichtigung auf den Orts­eingangsschildern genehmigt wird.

Außerdem soll die Verwaltung prüfen, mit welchem organisatorischen und Kostenaufwand mit welchen Voraussetzungen und mit welchem Zeitplan eine mögliche Durchführung eines „Hansetages der Neuzeit“ in Quakenbrück verknüpft ist. Die „Hansetage der Neuzeit“ sind jährlich wiederkehrende Zusammenkünfte der „Neuen Hanse“, die alljährlich in einer der Mitgliedsstädte durchgeführt werden. Ehemalige Hansestädte haben 1980 die Hanse neu begründet, um den grenzüberschreitenden Hansegedanken wiederzubeleben, das Selbstbewusstsein der Hansestädte zu fördern und die Zusammenarbeit zu entwickeln. Die „Neue Hanse“ ist seither die weltweit größte freiwillige Städtegemeinschaft, der auch Quakenbrück angehört.

Die Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen soll bei diesem Thema aktuell jedoch nicht enden: So haben die Politiker in der letzten Ratssitzung einen „Interfraktionellen Arbeitskreis“ gegründet, der sich mit den Alternativen einer besseren Bahnüberquerung im Stadtgebiet befassen will, nachdem sich die Stadt Quakenbrück aktuell im Genehmigungsverfahren für zwei ebenerdige Bahnübergänge befindet.

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