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Gerbertschule erhält vorläufig keine Mensa

Im Visbeker Finanzausschuss haben sich die meisten Mitglieder für eine Aufstockung der Gerbertschule ausgesprochen. Bei der Mittagsverpflegung soll auf ein bestehendes Konzept zurückgegriffen werden.

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Soll erweitert werden: Im Finanzausschuss hat sich die Mehrheit dafür ausgesprochen, die Gerbertschule aufzustocken. Archivfoto: Ferber

Soll erweitert werden: Im Finanzausschuss hat sich die Mehrheit dafür ausgesprochen, die Gerbertschule aufzustocken. Archivfoto: Ferber

Die Gerbertschule Visbek soll aufgestockt werden – und damit vorerst keine Mensa erhalten. Dafür sprach sich am Dienstagabend die Mehrheit des Visbeker Finanzausschusses aus. 2 Mitglieder stimmten gegen diesen Beschlussvorschlag.

Wir erinnern uns: Im Raum stehen die Erweiterungen der Grundschulen in Erlte und Hagstedt oder alternativ die Erweiterung der Gerbertschule. Sebastian Latal vom Architekturbüro Petter-Latal erläuterte den Kommunalpolitikern die Kosten, die bei den verschiedenen Möglichkeiten auf die Gemeinde zukommen würden.

Für die Gerbertschule gibt es mittlerweile 5 Varianten: Einen eingeschossigen Neubau auf dem Parkplatz, der 1.152.000 Euro kosten würde; einen 2-geschossigen Neubau auf dem Parkplatz, der 2.040.600 Euro kosten würde und eine Mensa beinhaltet; sowie eine Aufstockung des alten Gebäudes, die 1.976.000 Euro kosten würde.

Container während der Bauzeit

Bei der Aufstockung ergänzte Gaby Tönnies vom Visbeker Bauamt, dass es vorübergehend für die Bauzeit für den Verwaltungstrakt eine Container-Lösung geben müsse. Die Kosten hierfür würden etwa bei 82.000 Euro liegen. Sollte ein größerer Container gewünscht sein, der auch eine Pausenhalle beinhaltet, müssten die Kosten ihrer Einschätzung nach verdoppelt werden.

Die 4. Variante sieht einen Anbau Richtung Osten an dem Bestandsbau vor – mit einer Mensa – und würde 2.002.100 Euro kosten. Dafür ist aber eine Straßenverlegung notwendig. Die Kosten dafür in Höhe von etwa 180.000 Euro kämen noch dazu, sagte Latal. Die 5. Variante, die im vergangenen Bauausschuss angeregt wurde, sieht einen zweigeschossigen Anbau Richtung Norden an dem jetzigen Fahrradstellplatz vor. Die Erweiterung der Grundschule in Hagstedt würde 961.440 Euro kosten, die Erweiterung der Grundschule in Erlte 727.700 Euro.

Mittagessen in der Klinik möglich

Bürgermeister Gerd Meyer ließ die Ausschussmitglieder zudem wissen, dass die Mittagsverpflegung in der Fachklinik St. Vitus mit bis zu 100 Kindern gleichzeitig möglich sei. Auch eine weitere Schicht sei grundsätzlich möglich, sodass bis zu 200 Kinder dort ihr Mittagessen einnehmen könnten. Aktuell gebe es 40 Kinder in der Mittagsverpflegung.

Vor diesem Hintergrund sprach sich Andre Hüttemeyer (CDU) für die Variante mit der Aufstockung aus. Eine Mensa sei für ihn derzeit kein Thema, da die Verpflegung in der Klinik gewährleistet sei. Er erinnerte zudem daran, dass die Aufstockung auch der Wunsch des Schulleiters sei. Es müsse keine Straße überquert werden und auch Themen wie Inklusion und Brandschutz seien mit dieser Variante schon berücksichtigt.

Bernhard Schmidt (FDP) schloss sich dieser Einschätzung an und hob den Umstand hervor, dass es sich bei der Aufstockung dann lediglich um ein Gebäude handele, dass bewirtschaftet werden müsse. Das Thema Mensa sei für ihn zwar noch nicht abgehakt, aber habe seiner Meinung nach Zeit, da es derzeit die Lösung in der Klinik gebe. Eine Erweiterung in Hagstedt und Erlte sieht er nicht. Schmidt sprach sich für die Stärkung des Standortes in Visbek aus.

Kleinere Grundschulen stärken

Auch Arnold Frilling (CDU) findet, dass die Aufstockung die meisten Wünsche berücksichtige. Zudem lasse man mit dieser Lösung noch Potenzial für die Zukunft offen, da „man nichts verbaut“. So sah das ebenfalls Annette Hanken, die befand, dass eine Mensa schließlich später bei Bedarf noch gebaut werden könne.

Maria Freese (CDU) wollte sich dagegen nicht einfach diesen Überlegungen anschließen und brachte noch einmal eine Stärkung der Standorte in Erlte und Hagstedt ins Spiel. Dann seien die Umbauarbeiten in Visbek ihrer Ansicht nach überhaupt nicht erforderlich. Der Ausschussvorsitzende Erich Wesjohann (CDU) warf ein, dass in dem Fall die Schuleinzugsgebiete geändert werden müssten. Freese entgegnete, dass man dies umgehen könne, indem man den Eltern schließlich die Wahl der Grundschule selbst überlasse. Ihrer Einschätzung nach gebe es nicht wenige Eltern, die ihre Kinder bewusst in eine kleinere Grundschule schicken möchten. Zudem bleibe dadurch die Gerbertschule auch kleiner.

Wesjohann selbst sprach sich zum Ende der Diskussion für die Aufstockung der Gerbertschule aus. Das Einzugsgebiet bleibe wie gehabt, die Straße müsse nicht geändert werden. Bedingungen, wie das Thema Inklusion und eine Vergrößerung des Lehrerzimmers, seien berücksichtigt. Auch die Essensausgabe sei mit der Klinik gut geregelt. Er halte diese Variante für die bessere Lösung für die Zukunft. Dem schlossen sich die meisten Ausschussmitglieder an.

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