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Evangelische Kirche übernimmt Trägerschaft der neuen Kita in Bakum

Am Kapellenweg soll ein Neubau entstehen, in dem vorerst zwei Gruppen betreut werden können. Außerdem beschäftigten die Gemeinderatsmitglieder sich mit dem Ausbau der Bushaltestelle am Schulzentrum.

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Es tut sich etwas: Bislang fanden am Kapellenweg archäologische Prospektionen statt. Auf dem Gelände soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Die Trägerschaft übernimmt die evangelische Kirche. In unmittelbarer Nähe ist die Gethsemane-Kirche. Foto: C. Meyer

Es tut sich etwas: Bislang fanden am Kapellenweg archäologische Prospektionen statt. Auf dem Gelände soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Die Trägerschaft übernimmt die evangelische Kirche. In unmittelbarer Nähe ist die Gethsemane-Kirche. Foto: C. Meyer

Die evangelische Kirchengemeinde übernimmt die Trägerschaft der Kindertagesstätte, die bald am Bakumer Kapellenweg gebaut wird. Das entschieden nun die Mitglieder des Bakumer Gemeinderates einstimmig. Die Kindertagesstätte befindet sich künftig in unmittelbarer Nähe zur Gethsemane-Kirche.

Wie Maria Zwick (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Familie und Demografie, erläuterte, hatten Vertreterinnen und Vertreter der katholischen wie auch der evangelischen Kirchengemeinde in der der Ratssitzung vorangegangenen Ausschusssitzung jeweils ihre Konzepte für eine mögliche Trägerschaft vorgestellt. In der Zwischenzeit habe die katholische Kirchengemeinde allerdings ihre Bewerbung zurückgezogen, so Zwick. Somit blieb den Ratsmitgliedern, der evangelischen Trägerschaft zuzustimmen oder sie abzulehnen.

Neubau für zunächst zwei Gruppen

Er begrüße es, dass die evangelische Kirchengemeinde sich dazu bereit erklärt, die Trägerschaft für die Kindertagesstätte zu übernehmen, sagte Siegfried Böckmann (SPD). Zudem befinde sich die Kirche – Böckmann sprach von einem „tollen Gebäude“ – in unmittelbarer Nachbarschaft. Überdies ergebe sich damit eine „bunte Landschaft“ in Bakum, da es mit dem Andreaswerk, der katholischen Kirchengemeinde und künftig auch mit der evangelischen Kirchengemeinde verschiedene Träger für Kinderbetreuungseinrichtungen in der Gemeinde gebe.

Auf dem Grundstück am Kapellenweg hat sich in der Zwischenzeit auch etwas getan. Dabei handele es sich aber um archäologische Prospektionen, sagte Bürgermeister Tobias Averbeck dazu. Gefunden worden sei allerdings nichts. Auf dem circa 3000 Quadratmeter großen Gelände soll möglichst bald mit dem Neubau der Kindertagesstätte für zunächst zwei Gruppen gestartet werden. Für die Zukunft behält man sich die Option auf Erweiterung vor. Im Haushalt für 2022 sind für den Neubau 1,4 Millionen Euro eingeplant.

Bushaltestelle: Land übernimmt 75 Prozent der Kosten

Überdies beschäftigten sich die Mitglieder des Bakumer Gemeinderates mit dem geplanten, barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle am Schulzentrum an der Loher Straße. Geplant ist unter anderem, dass die Drängelgitter erneuert und taktile Leitelemente für blinde und sehbehinderte Personen in den Boden eingelassen werden. Außerdem soll die Fahrbahn erweitert werden, sodass die Busse besser aneinander vorbeifahren können.

Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro. 75 Prozent davon werden vom Land getragen. Die Förderzusage der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) liegt der Gemeinde mittlerweile vor, wie Tobias Averbeck wissen ließ. 12,5 Prozent der Kosten trägt der Landkreis Vechta, die restlichen 12,5 Prozent der Kosten verbleiben bei der Gemeinde Bakum.

Nicht barrierefrei: Die Bushaltestelle an der Loher Straße wird in diesem Jahr ausgebessert. So soll Barrierefreiheit hergestellt werden.   Foto: C. MeyerNicht barrierefrei: Die Bushaltestelle an der Loher Straße wird in diesem Jahr ausgebessert. So soll Barrierefreiheit hergestellt werden.  Foto: C. Meyer

Es gebe die Möglichkeit, das Thema in den nächsten Sitzungsdurchlauf zu schicken und noch einmal zu beraten, sagte Averbeck, der jedoch darum warb, den Beschluss zum Ausbau jetzt zu fassen. So könne der Ausbau in den Sommerferien durchgeführt werden, um „möglichst wenig Reibung“ mit dem Schulbetrieb zu haben. Außerdem bestehe die Gefahr, den Förderbescheid wieder zurückgeben zu müssen.

Die Fraktionsvorsitzenden Siegfried Böckmann (SPD) und Ingo Ruhe (CDU) waren sich einig, dass die Maßnahme möglichst schnell umgesetzt werden sollte. „Das sollten wir nicht auf die lange Bank schieben“, meinte Ruhe. Die Fördermittel sollten mitgenommen werden, sagte Böckmann. Der Bakumer Gemeinderat beschloss einstimmig, die Bushaltestelle am Schulzentrum auszubauen.

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