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Erstimpfungen in Niedersachsen geraten ins Stocken

Nach der Kritik aus dem Cloppenburger Kreishaus räumt nun auch Niedersachsens Gesundheitsministerium ein: Wer auf seine Erstimpfung wartet, muss sich länger in Geduld üben.

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Symbolfoto: dpa

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Die Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Niedersachsen geraten ins Stocken, nachdem das Land vielen Menschen beschleunigt zu einem ersten Schutz verholfen habe. So argumentiert zumindest das niedersächsische Gesundheitsministerium den sich bildenden Stau auf den Wartelisten der Impfzentren. Wie bereits am Dienstag berichtet, herrscht in der Cloppenburger Kreisverwaltung großer Unmut, dass die Warteliste für Termine zur Erstimpfung immer länger wird und kaum abgearbeitet werden kann.

Nach derzeitigem Stand geht das Cloppenburger Impfzentrum davon aus, dass erst ab Anfang Juni Erstimpfungen mit mRNA-Impfstoffen angeboten werden können. Verärgert zeigte man sich vor allem darüber, dass nur 1700 Imfpdosen von Astrazeneca geliefert werden sollen - die dürfen im Impfzentrum ab nicht an unter 60-Jährige verabreicht werden.

"Es wird sich das Tempo etwas verlangsamen, es wird sich aber das Tempo der Zweitimpfungen erhöhen."Oliver Grimm, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover

Primär geht es laut Angaben des Gesundheitsministeriums darum, dass die Erstgeimpften nun ihre zweite Dosis erhalten. Dann könnten die Erstimpfungen wieder in gewohntem Umfang fortgeführt werden, sagte Gesundheitsministeriumssprecher Oliver Grimm am Mittwoch in Hannover. «Es wird sich das Tempo etwas verlangsamen, es wird sich aber das Tempo der Zweitimpfungen erhöhen.» Ab Anfang Juni seien wieder verstärkt Erstimpfungen möglich.

In welchem Umfang wegen des Rückstaus Impfzentren Termine für Erstimpfungen absagen mussten, konnte Grimm nicht beziffern. Eigentlich hätten die Impfzentren nur Termine in das Buchungsportal einstellen können, für die sie bereits Impfstoff fest in Aussicht hätten. Auf jeden Fall sei die Zweitimpfung gewährleistet, betonte Grimm. Neben den Impfzentren müssten sich auch die Arztpraxen nun vorübergehend auf Zweitimpfungen konzentrieren.

Niedersachsen hatte zum Start der Impfkampagne zunächst jeweils Dosen für die Zweitimpfung zurückgestellt, kam deshalb aber mit den Erstimpfungen weniger zügig voran als andere Bundesländer. Deshalb wurde diese Praxis schrittweise aufgegeben.

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