Emstek baut seine Feuerwehr für 8,5 Millionen Euro um
Die Maßnahme folgt der Empfehlung aus dem Feuerwehrbedarfsplan. Vom Landkreis wird für den Gefahrgutzug ein Zuschuss erhofft.
Thomas Vorwerk | 11.09.2023
Die Maßnahme folgt der Empfehlung aus dem Feuerwehrbedarfsplan. Vom Landkreis wird für den Gefahrgutzug ein Zuschuss erhofft.
Thomas Vorwerk | 11.09.2023

So soll es aussehen: Die Gebäude mit den roten Dächern zeigen den Bestand. Daneben wird angebaut. Plan: Pölking und Theilen
Die Gemeinde Emstek nimmt in den kommenden 3 Jahren 8,5 Millionen Euro in die Hand, um die Feuerwehr an der Halener Straße grundlegend zu sanieren und zu erweitern. So lautet die Beschlussempfehlung des Planungsausschusses. Abschließend hat der Rat das letzte Wort. Grundlage für die Planungen, die das Architektur- und Ingenieurbüro Pölking und Theilen aus Lohne vorgestellt hat, ist der Feuerwehrbedarfsplan aus dem Jahr 2019. Dieser sieht die Erweiterung in Personal, Fuhrpark, Gerätschaften und Räumlichkeiten vor. Um in die Nachwuchswerbung intensiver einzusteigen, werden die Voraussetzungen für eine Jugendfeuerwehr geschaffen. Dazu soll der bisherige Versammlungsraum umgenutzt werden, für künftige Treffen des aktiven Personals wird die Fahrzeughalle umgebaut. Neben Nachbesprechungen werden dort auch Schulungen stattfinden. Es schließen sich Büros an, in dem weiteren Teil des Bestandsgebäudes werden künftig die Umkleiden nach Geschlechtern getrennt eingerichtet. Das Gebäudeensemble wird am Ende einem "U" gleichen, und so werden die Stellplätze für die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge sich im neuen Gebäudeteil befinden. Vorgesehen ist dort auch ein Reservestellplatz, um für eine eventuelle Vergrößerung des Fuhrparks gerüstet zu sein. Werkstatt und Lagerkapazitäten sind ebenso vorgesehen wie die Waschhalle. Noch ein strittiges Thema sind die Fahrzeuge für den Gefahrgutzug des Landkreises Cloppenburg. Der ist seit Jahren in Emstek ansässig und angesichts der Lage der Gemeinde mit zwei Autobahnen sowie mehreren Bundesstraßen auch gut gewählt, wie man sich in Feuerwehrkreisen einig ist. Für die vier Stellplätze wünscht sich die Gemeinde Emstek aber eine Beteiligung des Landkreises an den Baukosten mit gut eine Million Euro und diese Entscheidung steht noch aus. Insgesamt erweitert sich die Emsteker Feuerwehr in Richtung Brake, wofür eine Fläche mit Gehölzbestand erworben wurde. Eingeschlossen von der Wehr wird das Gebäude der EWE, das neben der bisherigen Zufahrt zum Feuerwehrgebäude liegt. Am vorhandenen Standort zu bleiben, ist das Ergebnis einer intensiven Überprüfung. In der Vergangenheit war teils lebhaft über Alternativen diskutiert worden und gar eine zusätzliche Ortswehr ins Spiel gebracht worden. Dieser Gedanke wurde am Ende aber nicht weiter verfolgt, da er nicht zuletzt personell schwer umzusetzen gewesen wäre. So bleibt es bei der Adresse an der Halener Straße und dort wird man sich von bislang 1196 Quadratmetern (inklusive 85 Quadratmetern Abbruch) um 1728 Quadratmeter auf dann 2839 Quadratmeter vergrößern. Als Pflasterfläche wird mit rund 3750 Quadratmetern geplant, damit unter anderem knapp 50 Pkw dort Platz haben. Diese Stellplätze sind so konzipiert, dass sich die Wege der ankommenden Retter und der Einsatzfahrzeuge nicht kreuzen. Darüber hinaus wird es im Außenbereich eine Terrasse vor dem großen Schulungsraum geben, einen Fahrradständer sowie einen großen Übungsplatz nebst einer Übungswiese.Fahrzeuge stehen künftig im neuen Gebäude
Um das EWE-Gebäude wird herumgebaut
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