Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Ein Oscar für Olaf

Thema: Scholz und die Wahlanalysen - Wäre der Sozialdemokrat ein Schauspieler, hätte er den höchsten Filmpreis wahrlich verdient. Gekonnt lenkt er von der Misere seiner eigenen Partei ab.

Artikel teilen:

Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD bei der kommenden Bundestagswahl, hat ganz ohne Frage einen Oscar verdient. Also jene Auszeichnung, mit der in den USA eine Jury aus Filmfachleuten schauspielerische Leistungen prämiert. Wie der Sozialdemokrat sich am vergangenen Sonntag nach der Schließung der Landtagswahllokale hinstellte, in die Fernsehkameras lächelte und von einem erfreulichen Tag für die Sozialdemokratie sprach, das war angesichts des 11-Prozent-Dramas der SPD in Baden-Württemberg ganz großes Kino.

Und dass der amtierende Finanzminister im Kabinett Merkel, dem angesichts des Wirecard-Skandals das Wasser möglicherweise demnächst nicht nur bis zum, sondern weit über den Hals stehen könnte, dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet konstatiert, dessen Nerven lägen offenbar blank, zeugt von Übermut, der einem Politiker nie gut zu Gesicht steht.

Bevor der Kanzlerkandidat sich an der CDU abarbeitet, sollte er den Blick zunächst auf seine Partei lenken. Denn in der ist die Welt derzeit mindestens genauso in Unordnung wie in der Union. Erinnert sei an den Richtungsstreit zwischen Genossen wie Kevin Kühnert und Wolfgang Thierse darüber, wie viel Einfluss Minderheiten zukünftig auf die Politik der ehemaligen Volkspartei SPD haben sollen. Erinnert sei auch daran, dass die SPD trotz der Schwäche der Union in Meinungsumfragen weiter deutlich unter 20 Prozent bleibt, während andere Parteien wie die FDP steigende Werte verbuchen. Mit Schauspielkunst wird Scholz nicht weiterkommen. Ein Blick hinter die Kulissen entlarvt ihn.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Ein Oscar für Olaf - OM online