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"Dorfentwicklung Damme-Ost:" Dümmerstraße ist raus, Platz am Schiff ist drin

Eigentlich wollte die Stadt Damme den Rad- und Fußweg an der Dümmerstraße sanieren lassen. So war es auch mit den Dümmerlohausenern abgesprochen. Doch jetzt kommt es ganz anders.

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Mehr Wohlfühlatmosphäre: Die Dümmerlohausener möchten den Platz beim Schiff aufwerten. Dazu hoffen sie auf Mittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Foto: Lammert

Mehr Wohlfühlatmosphäre: Die Dümmerlohausener möchten den Platz beim Schiff aufwerten. Dazu hoffen sie auf Mittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm. Foto: Lammert

Die Stadt soll die 2019 vom Rat beschlossene Sanierung des Fuß- und Radweges entlang der Dümmerstraße in Dümmerlohausen im Zuge der "Dorfentwicklung Damme-Ost" fallen lassen. Das haben die Mitglieder des Ausschusses für Planung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei ihrer Sitzung am Donnerstag im Rathaus unter  Vorsitz der Christdemokratin Christina Hoffmann dem Rat als Beschluss empfohlen.

Stattdessen soll die Stadtverwaltung die Neugestaltung des Platzes am Schiff im Einmündungsbereich Steinstraße/Dümmerstraße als Maßnahme in der Dorfentwicklung anmelden. Der Antrag muss bis zum 15. September dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Oldenburg vorliegen. Die Kosten belaufen sich nach Schätzungen auf 51.000 Euro.

Beim Schiff soll es mehr Aufenthaltsqualität geben

Das Ziel ist es, für mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen. Geplant sind Sitzgelegenheiten, eine E-Bike-Ladestation, eine Wegweisersäule sowie eine Oberflächenbefestigung. Zudem möchte die Dorfgemeinschaft das Schiff überarbeiten.

Die geplante Sanierung des Radweges und des Pattweges an der Dümmerstraße seien ohne Arbeiten an der Fahrbahn nicht möglich, sagte Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen im Rathaus. Die Versorgungseinrichtungen wie Leitungen ließen sich nicht komplett im Bereich des Radweges unterbringen. Es sei deswegen de facto ein Neubau der Dümmerstraße mit deutlich höheren Kosten notwendig. Die Stadtverwaltung suche nach anderen Fördertöpfen, weil die "Dorfentwicklung" nicht geeignet sei.

Stadt soll Unterlagen für Westliche Entlastungsstraße erneut auslegen

Im Rahmen des geplanten Baus der rund 700 Meter langen sogenannten Westlichen Entlastungsstraße von der Linden- bis zur Schützenstraße entlang des Gebietes "Im Hofe" und des neuen Wohngebietes "Westlich der Bahn" hat der Ausschuss empfohlen, die Unterlagen für die Änderung des Flächennutzungsplanes und für den Bebauungsplan erneut öffentlich auszulegen sowie die Träger der öffentlichen Belange wie Behörden um ihre Stellungnahmen zu bitten.

Susanne Heine vom Büro "Plankontor Städtebau" erläuterte die Stellungnahmen aus dem ersten Auslegungsverfahren. Sie erklärte, alle Eingriffe in die Natur und Landschaft durch den Bau der neuen Straße könne die Stadt auf einer direkt nördlich angrenzenden Fläche ausgleichen.

Beim Museum ist ein Regenrückhaltebecken geplant

Wegen der Oberflächenentwässerung sei ein Regenrückhaltebecken im Bereich des Stadtmuseums geplant. Rolf Mähler erklärte nach der Sitzung, die alte Bahnbrücke sei von den Planungen nicht betroffen. Sie bleibe erhalten. Wolfgang Friemerding von der FDP-Fraktion hatte sich während der Zusammenkunft gegen einen möglichen Abriss gewehrt. Das wäre "historisch falsch".

Auf Initiative der Fraktionsgemeinschaft "Die Grünen/SPD" hat der Ausschuss dem Rat einstimmig empfohlen, die Stadtverwaltung zu beauftragen, eine Förderrichtlinie zu sogenannten Balkonsolaranlagen zu erarbeiten.

Stadt soll Kauf von Balkonsolaranlagen fördern

Die Fraktionsgemeinschaft wollte eigentlich nur Wohnungsmieter beim Kauf solcher Anlagen mit einem Betrag von 200 Euro und bis maximal 50 Prozent der Kosten aus dem städtischen Haushalt unterstützt sehen. So sollten auch sie die Möglichkeit bekommen, Strom selbst zu erzeugen, sagte Jan Runge (Grüne). Insgesamt sollte die Stadt zunächst 15.000 Euro für die Startphase bereitstellen.

Allerdings sprachen sich die CDU-Ratsfrau Ruth Bresser und auch Bürgermeister Mike Otte, ebenfalls CDU, dafür aus, auch Hauseigentümer zu unterstützen. Der Bürgermeister sprach mit Blick auf die Förderung von einem "wertvollen Impuls".

Ausschuss befürwortet Volksbank-Anbau

Grünes Licht soll der zuständige Verwaltungsausschuss für den von der Volksbank Dammer Berge geplanten Anbau an ihr Bankgebäude an der Mühlenstraße geben. Nach Angaben des Bankvorstandes Thomas gr. Klönne entsteht ein 3,5-geschossiges Gebäude, wobei das oberste Stockwerk ein Staffelgeschoss sein wird.

Im Erdgeschoss des Neubaus werden sich 13 bis 14 Räume für die Kundenberater der Bank befinden. Auch die übrigen Geschosse will die Bank selbst nutzen. Wohnräume sind nicht vorgesehen. Alle derzeit im Haus Leiber tätigen Volksbank-Mitarbeiter sollen nach der Fertigstellung in etwa 2,5 Jahren in den Anbau umziehen. Das Haus Leiber wolle die Volksbank dann vermieten, erklärte Thomas gr. Klönne weiter.

2006 habe die Bank ihr Gebäude in Damme letztmals erweitert – damals mit Platz für 40 Beschäftigte. Deren Zahl habe sich inzwischen fast verdoppelt.

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