Die „Interessengemeinschaft Schulstandort Sevelten“ hat am Freitag ein Bürgerbegehren bei der Gemeinde Cappeln eingereicht. Ziel ist der Erhalt eines dauerhaften gemeinsamen Grundschulstandortes in Sevelten – anstelle einer Aufteilung auf die Standorte Sevelten und Elsten.
„Mit dem Bürgerbegehren wollen wir erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Cappeln aktiv in die Entscheidung über die zukünftige Schulstruktur eingebunden werden“, heißt es in der Begründung der Initiative. Denn aus Sicht vieler Eltern handele es sich dabei um eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft der Grundschule, die Familien und die gesamte Gemeinde. Das Bürgerbegehren richte sich dabei nicht gegen einzelne Orte, Personen und Parteien, sondern soll eine breite demokratische Beteiligung bei einer wichtigen Zukunftsentscheidung ermöglichen.
Die Interessengemeinschaft habe sich in den vergangenen Wochen intensiv mit der aktuellen Situation auseinandergesetzt und zahlreiche Gespräche mit Eltern sowie Kommunalpolitikern geführt. Dabei entstand aus Sicht der Interessengemeinschaft zunehmend der Eindruck, dass die praktischen Auswirkungen eines geteilten Schulstandortes – insbesondere für Kinder und Familien – bislang nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Gleichzeitig seien in Gesprächen nur wenige überzeugende Argumente genannt worden, die dauerhaft für den Erhalt zweier Standorte sprächen.
Im Mittelpunkt des Bürgerbegehrens stehen drei zentrale Punkte:
- Das Bus- und Pendelkonzept belastet die Kinder unnötig: Durch die Aufteilung auf zwei Standorte entstehen tägliche Fahrten, lange Wege und organisatorische Belastungen im Schulalltag. Viele Kinder verbringen unnötig viel Zeit im Bus, wodurch ihre Pausen verloren gehen, da sie während des Schulalltags zwischen den Standorten wechseln müssen. Zusätzlich entstehen durch Sonderfahrten zwischen den Schulorten laufende Kosten. Die Interessengemeinschaft betont: „Der Schulalltag darf nicht von Fahrplänen und Pendelzeiten bestimmt werden.“
- Die Schule benötigt eine langfristige Lösung: Mit Blick auf Ganztagsangebote, Betreuung und künftige Anforderungen wird ein gemeinsamer Standort von der Interessengemeinschaft als nachhaltigere Lösung angesehen. Statt dauerhafter Übergangslösungen brauche die Schule klare Strukturen.