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Die meisten Männer sind für Joe Biden

Dr. Hubert Gelhaus gab bei der "Männersache" des Bildungwerkes einen Überblick über die politische Geschichte der USA. Bei einer "Abstimmung" fiel US-Präsident Donald Trump deutlich durch.

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Bezog klar Position gegen Donald Trump: Dr. Hubert Gelhaus in der Diskussion mit den Teilnehmern der Männersache. Foto: Kessens

Bezog klar Position gegen Donald Trump: Dr. Hubert Gelhaus in der Diskussion mit den Teilnehmern der Männersache. Foto: Kessens

Ginge es nach den Teilnehmern der Männersache, dann gewänne Joe Biden haushoch die nächste Präsidentenwahl in den USA. In einer „geheimen“ Abstimmung votierten 20 Männer für den Demokraten, einer entschied sich für Donald Trump, einen überzeugten beide Kandidaten nicht.

Anlass war das Thema der US-Präsidentenwahl des Männerfrühstücks des Bildungswerkes, das dieses Mal im Hotel Taphorn stattfand. Dr. Hubert Gelhaus nahm die Männer zunächst mit auf eine geschichtliche Reise bis zur Gründung der Vereinigten Staaten und legte dabei zunächst den Fokus auf die Grundrechte- und die Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776. Das, was dort verkündet wurde, nämlich dass alle Menschen gleich erschaffen worden sind, das Streben nach Glückseligkeit, Volkssouveränität, Presse- und Religionsfreiheit, höhle Trump von innen aus, meinte der Historiker. Deshalb bezeichneten viele führende Politiker, darunter auch Ex-Präsident Barack Obama, die künftige Wahl eine Schicksalswahl.

Trump sage ein Horrorszenario voraus 

Trump handele nach dem Prinzip „law and order“– Recht und Ordnung, er sage ein Horrorszenario bei einem Sieg Bidens voraus und male das Gespenst des Kommunismus an die Wand. Trump deeskaliere nicht, sondern eskaliere, sagte Gelhaus und erwähnte als Beispiel die Unruhen nach dem gewaltsamen Tod des Farbigen George Floyd.

Der Geist der Unabhängigkeitserklärung sei noch gegenwärtig, meinte der Referent. Er nannte die Präsidentschaft John F. Kennedys oder die aufrüttelnde Rede Martin Luther Kings „I have a dream“, – ich habe einen Traum. Trump bliebe diesem Geist nicht treu.

Großes Unverständnis zeigten die Männer bei Trumps Aufruf zur Wahlfälschung, Briefwähler sollten ebenso zur Urne gehen und direkt wählen. Es hätte daraufhin keine übermäßigen Reaktionen seitens der Medien gegeben, bemängelten sie. Unsere Politiker stünden in diesem Fall schon vor Gericht oder wären ihres Amtes enthoben, sagte Gelhaus.

Das Verhältnis zu den USA sei das schlechteste aller Zeiten, Trump breche internationale Verträge, und die Europäer hätten nichts entgegenzusetzen, hieß es. „Womit soll man die USA in die Schranken verweisen?“, fragte Gelhaus. „Sie ist nun einmal die größte Wirtschaftsmacht weltweit.“

  • Info: Die nächste Männersache am Samstag, 7. November, befasst sich noch einmal mit den USA. Dann berichtet Heinrich Wichmann ganz unpolitisch über seine über einjährige Reise durch die USA. Anmeldungen unter Telefon 04471/91080.

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