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Dammer Politik befasst sich erneut mit Mobilfunkstation

Die Diskussion ist noch nicht beendet. Offen ist unter anderem, wo Vodafone im Dersa-Sportpark den neuen Funkmast aufstellt. Doch zuvor soll Dr. Thomas Zwemke im Planungausschuss  Bedenken ausräumen.

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Neue Debatte: Um den Vodafone-Funkmast im Dersa-Sportpark geht es im Planungsausschuss.  Foto: dpa / Schmidt

Neue Debatte: Um den Vodafone-Funkmast im Dersa-Sportpark geht es im Planungsausschuss.  Foto: dpa / Schmidt

Die geplante Mobilfunkstation der Firma Vodafone im Dammer Dersa-Sportpark beschäftigt die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses erneut bei ihrer öffentlich stattfindenden Sitzung am 25. März (Donnerstag) ab 17.30 Uhr im Rathaus.

Vodafone-Vertreter wird Fragen zur Strahlenbelastung beantworten

Dr. Thomas Zwemke, Beauftragter bei Vodafone für den Bereich Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt, wird den Ausschussmitgliedern und der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen.

Zum Hintergrund: Vodafone möchte nun das bereits seit dem Jahr 2005 verfolgte Projekt umsetzen und im Bereich des Dersa-Sportparks einen Funkmast aufbauen, um in der Glückauf-Siedlung die vorhandenen Funklöcher beim Mobilfunk zu stopfen.

Dagegen regte sich jetzt aber wie schon vor 16 Jahren Widerspruch aus der Bevölkerung. Vor der vergangenen Ausschusssitzung hatte Claudia Lotte, eine gebürtige Dammerin, die plant, mit ihrer Familie von Osnabrück zurück nach Damme zu ziehen, eine Liste mit Unterschriften von 108 Bürgern präsentiert. Sie alle lehnen die neue Mobilfunkstation am vorgesehenen Standort ab, weil sie eine zu hohe Belastung mit elektromagnetischer Strahlung befürchten.

Der Ausschuss hatte daraufhin in seiner Sitzung am 10. Februar beschlossen, erneut einen Vertreter von  Vodafone einzuladen. Er soll zu den geäußerten Bedenken der Bürger Stellung nehmen.

Beim Ortstermin ging es um möglichen Standort

Zudem hatte ein Ortstermin von Vertretern der Stadtverwaltung und von Vodafone im Dersa-Sportpark stattgefunden. Dabei ging es nach Worten Rolf Mählers, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Rathaus, um den möglichen Standort der Anlage.

Aus einer vorab der Verwaltung übermittelten Stellungnahme Dr. Zwemkes geht hervor, dass sowohl der provisorische Parkplatz an der Ostseite des Sportgeländes an der Straße "Zum Freibad" als auch der Parkplatz beim Vereinsheim infrage kommen.

Der Sportverein Rot-Weiß Damme, der in die Standortsuche eingeschaltet ist, bevorzuge den Parkplatz an der Ostseite, sagte Rolf Mähler. Die Stadtverwaltung macht allerdings in ihrer Vorlage für die Ausschusssitzung keinen Vorschlag, wo Vodafone den Funkmast aufbauen sollte.

In der Stellungnahme Dr. Zwemkes heißt es weiter: "Für Vodafone ist es selbstverständlich, alle rechtlichen und sicherheitsrelevanten Aspekte bei der Konzeption, beim Aufbau und beim Betrieb des Mobilfunknetzes zu berücksichtigen und einzuhalten. Dieses gilt insbesondere auch für die Einhaltung der vorgeschriebenen Schutz- und Vorsorgeanforderungen vor Umwelteinwirkungen durch elektromagnetische Felder."

Seit März 2020 gelten neue Strahlungs-Richtlinien

Die Festlegung von Grenzwerten für den sicheren Aufenthalt in elektromagnetischen Feldern erfolge durch unabhängige nationale und internationale Expertengremien. Im März 2020 habe die Internationale Kommission zum Schutz vor Nicht-Ionisierender Strahlung neue Richtlinien veröffentlicht.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Heiko Bertelt signalisierte, keine Bedenken gegen einen Funkmast im Dersa-Sportpark zu haben. Solange es keine Häufung von Sendeanlagen in einer Region gebe, bleibe die Strahlenbelastung unter den zulässigen Grenzwerten. Da dem in Damme so sei, sehe er keine Gefahr.

Florian Ewald, Vorsitzender der SPD-Fraktion, erklärte, die Sozialdemokraten wollten zunächst über das Thema beraten. Erst dann werden sie eine Stellungnahme abgeben.

Nach der Vorlage der Verwaltung könne sich die Politik nicht gegen die Mobilfunkstation im Dersa-Sportpark aussprechen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Hörnschemeyer. Denn es sei nicht davon auszugehen, dass die Sendeleistung an die erlaubten Höchstwerte gelangen werde.

Allerdings könnte es sein, dass es bei der Ausschusssitzung grundlegend neue Erkenntnisse gibt. Die könnten das Blatt dann vielleicht doch noch einmal wenden, erklärte der Christdemokrat.

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