CDU-Kreisverband Vechta schlägt Steinkamp als Europa-Kandidaten vor
Auch die Cloppenburger Christdemokraten wollen den Lohner bei seinem Vorhaben, EU-Kandidat des Landesverbandes Oldenburg zu werden, unterstützen.
Matthias Niehues | 20.04.2023
Auch die Cloppenburger Christdemokraten wollen den Lohner bei seinem Vorhaben, EU-Kandidat des Landesverbandes Oldenburg zu werden, unterstützen.
Matthias Niehues | 20.04.2023

Begeistern sich gemeinsam für Europa (von links): Tim Dorniak, Petra Ahlers, Jochen Steinkamp, CDU-Kreisvorsitzender André Hüttemeyer und Simone Göhner. Foto: M. Niehues
Mehr Unterstützung geht nicht: Einstimmig wählte der CDU-Kreisvorstand am Mittwochabend in Langförden Jochen Steinkamp aus Lohne zum Kandidaten für das Landeslistengremium Oldenburg zur Europawahl. Sowohl der Kandidat als auch der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete André Hüttemeyer zeigten sich sehr erfreut über das Ergebnis. Hüttemeyer berichtete gleich nach der Wahl, dass auch der CDU-Kreisverband Cloppenburg die volle Unterstützung Steinkamps im Falle einer Wahl bereits zugesichert habe. Zuvor hatte Steinkamp deutlich gemacht, mit welcher Leidenschaft er sein Ziel verfolgt, die Region in Brüssel und Straßburg politisch zu vertreten. "Für mich ist Europa ein Herzensthema", sagte er. Deshalb habe er das Ziel, Europaabgeordneter zu werden, schon seit Jahren verfolgt und sich auch "nie für andere Positionen in Stellung gebracht". Anhand der Themen Agrarwirtschaft, Migration und des Lieferkettengesetzes zeigte er auf, wie sehr sich Entscheidungen der EU-Politik auf die hiesige Wirtschaft und damit auf die Region auswirken können. Gleiches gelte für die Förderpolitik, betonte er, die direkt den hiesigen Wohlstand beeinflussen könne. Deshalb sei es wichtig, im EU-Parlament mit einer starken Stimme aus der Region vertreten zu sein. Und es sei höchste Zeit, dass das Oldenburger Münsterland wieder mit einem eigenen Kandidaten in Brüssel sitze. Steinkamp machte auch keinen Hehl daraus, dass es schwierig sei, die eigenen OM-Kandidaten innerhalb der CDU auf Landesebene durchzusetzen. Deshalb gelte es aus der "Mission impossible" über eine "Mission possible" eine "Mission completed" zu machen, betonte er und zeigte sich sehr kämpferisch. Das Ziel müsse "ganz klar das beste Ergebnis" sein, betonte er. Seine Vorstellung sei auch, dass ein starkes Europa nicht heißen müsse, "dass die EU alles regelt". Vielmehr sollten sich seiner Überzeugung nach überregionale Ebenen nur um das Notwendige kümmern. Er fordert, dass bei der EU-Politik das Subsidiaritätsprinzip stärker zum Tragen kommen muss. Und er warnte auch vor Extremisten. Parteien wie die AfD würden Europa am liebsten ganz abschaffen wollen. Das Ziel der CDU müsse hier umso mehr sein, eine "vernünftige und nachvollziehbare Europa-Politik zu machen". Die Kreisvorstandsmitglieder gratulierten Jochen Steinkamp zur Wahl. Er bedankte sich bei allen und sagte: "Ich nehme die Wahl an" und ergänzte mit großer Begeisterung in der Stimme: "Ich habe echt Bock." Die Vorschläge aus den einzelnen CDU-Kreisverbänden sollen bis zum 30. April gemeldet werden. Am 1. Juli entscheidet eine Delegiertenversammlung, wer Oldenburger CDU-Kandidat für die Aufstellung der niedersächsischen CDU-Landesliste zur Europa-Wahl ist. Die Liste wird Ende November aufgestellt.Steinkamp: Region muss mit starker Stimme im EU-Parlament vertreten sein
Steinkamp: EU-Politik soll nicht alles regeln, sondern nur das Notwendige
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