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Bösel will Windkraft und Photovoltaik selbst steuern

Die Gemeinde Bösel hat mögliche Standorte festgelegt. Private Projektierer sind bereits aktiv. Außerdem soll mehr Geld für die Kindertagespflege zur Verfügung gestellt werden.

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Symbolfoto: dpa

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Die Gemeinde Bösel will sich mit der Steuerung der Planungen für Windenergie- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet die absolute Planungshoheit sichern. Bereits im Jahr 2010 hatte die Gemeinde eine „Standortpotenzialstudie für Windparks“ erarbeitet – und beim „Windpark Kündelmoor“ bereits angewandt. Nun ist das Thema aber wieder aktuell.

Im Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP) wird den Landkreisen vorgeschrieben, geeignete raumbedeutsame Standorte dafür zu sichern und festzulegen. Im Rahmen einer Standortpotenzialstudie des Landkreises hat sich Bösel, wie auch die Gemeinden Cappeln, Emstek, Lastrup, Molbergen und Saterland sowie die Stadt Friesoythe für eine Planung ohne Ausschlusswirkung ausgesprochen.

Flächen für regenerative Energien werden jetzt Thema für die Politik

Wie Bürgermeister Hermann Block während der Gemeinderatssitzung sagte, gibt es aktuell Anfragen nach weiteren Standorten für die Errichtung von Windenergieanlagen. Zudem seien im gesamten Gemeindegebiet Windparkentwickler unterwegs, um mögliche Potenzialflächen zu projektieren. Alle Anfragen wurden bis zur Entscheidung des Kreistages zurückgestellt. Stärker in den Fokus komme nun auch die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen, so Block. Auch hier lägen bereits Anfragen vor. Für den Bau solcher Anlagen seien allerdings Bauleitplanungen erforderlich. Mit den Themen müssten sich nun die politischen Gremien beschäftigen, kündigte Block an.

Die Förderung der Tagespflege für Kleinstkinder wird in Bösel derart gut angenommen, dass sich der Gemeinderat nun gezwungen sieht, das bisherige Budget von 240.000 Euro aufzustocken. Es werden zudem verstärkt Kinder betreut, die keinen Platz im Kindergarten erhalten haben oder bereits in die Grundschule gehen. Zum Stichtag März 2021 wurden noch 35 Kinder betreut, ein Jahr später waren es bereits 49. Der Gemeinderat bewilligte in seiner Sitzung einstimmig weitere 100.000 Euro für den Ausbau der Tagespflege.

Verwaltung muss mehr Geld für die Betreuung einplanen

Auch die Kapazität der Übergangskindertagesstätte an der Messingstraße reicht nicht aus. Kurzfristig ist deshalb in der ehemaligen Bücherei an der Fladderburger Straße eine weitere Gruppe eingerichtet und ausgestattet worden.

Die Gemeinde Bösel ist nach Informationen von Bürgermeister Block erneut am Sondertopf „LEADER-Soesteniederung“ beteiligt. Dabei geht es um Projekte, deren Kofinanzierungssummen unter der Bagatellgrenze von 7000 Euro jährlich liegen. Aus der LEADER-Förderung hatte Bösel bereits bei der Herstellung des Parkplatzes beim DRK-Gebäude profitiert.

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