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Bauarbeiten für neues Barßeler Rathaus sollen im Mai starten

Im traditionellen Pressegespräch zum Jahreswechsel blickt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth auf die anstehenden Aufgaben. Mit der Entwicklung im vergangenen Jahr ist er zufrieden.

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Verwaltung fährt elektrisch: Das neue Pool-Fahrzeug für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Barßeler Rathauses ist ein E-Auto. Bürgermeister Nils Anhuth (rechts) und der Erste Gemeinderat Michael Sope starten mit einer Probefahrt ins neue Jahr. Foto: Stix

Verwaltung fährt elektrisch: Das neue Pool-Fahrzeug für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Barßeler Rathauses ist ein E-Auto. Bürgermeister Nils Anhuth (rechts) und der Erste Gemeinderat Michael Sope starten mit einer Probefahrt ins neue Jahr. Foto: Stix

Seinen Optimismus will sich Nils Anhuth auch von Corona nicht nehmen lassen. "Wir hatten uns das Jahr 2021 alle anders vorgestellt", sagt Barßels Bürgermeister beim traditionellen Pressegespräch zum Jahreswechsel. Wegen Corona seien dann aber doch wieder alle großen Veranstaltungen ausgefallen, das kulturelle Leben habe stark gelitten. "Hoffen wir einfach, dass 2022 besser wird."

Mit den statistischen Kennzahlen des abgelaufenen Jahres indes ist Anhuth zufrieden. Die Zahl der Geburten lag mit 138 nur leicht unter dem Wert des Vorjahres, die Bevölkerungszahl ist erneut gestiegen. Ende 2021 lebten 13.864 Menschen in Barßel, 13.441 davon hatten ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde. Auch die Zahl der verkauften Grundstücke erreichte mit 65 einen Spitzenwert. Positiv war zudem die Entwicklung beim Schuldenstand. Er lag zum Jahresende bei knapp 11 Millionen Euro und ging damit zum zweiten Mal in Folge leicht zurück. "Das heißt aber nicht, dass wir in den vergangenen Jahren nicht investiert haben", betont Anhuth und verweist etwa auf die Arbeiten am Hallenbad und an der Sporthalle.

Immer weniger Schüler wechseln von der Grundschule auf die IGS

Einzig die Entwicklung der Schülerzahl stört das weitestgehend positive Bild. Zwar stieg die Zahl der Einschulungen auf 136, gleichzeitig aber sank die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen, die eine der Barßeler Schulen besuchen, von 1094 im Jahr 2017 kontinuierlich auf zuletzt 925 Schülerinnen und Schülern. Das liege, so Anhuth, in erster Linie an der Schulentscheidung, die Eltern und Kinder nach der 4. Klasse treffen. "Wir beobachten immer höhere Übergangsquoten zum Gymnasium", sagt er. Manchmal falle die Entscheidung auch bewusst für reine Real- oder Hauptschulen und nicht für die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Barßel. "Da müssen wir mehr Aufklärungsarbeit betreiben und eine engere Verzahnung zwischen den Grundschulen und der IGS erreichen", so Anhuth. 

4 Jahre bis zur Fertigstellung des neuen Rat- und Bürgerhauses

Im neuen Jahr steht für den Bürgermeister der wegen des Bürgerentscheids verschobene Baustart für das neue Rat- und Bürgerhaus im Mittelpunkt. Anhuth hofft, dass die Ausschreibungen zeitnah auf den Weg gebracht werden und die Arbeiten im Mai beginnen können. Einen Zeitplan bis zur Fertigstellung möchte er wegen der angespannten Lage im Baugewerbe allerdings noch nicht vorlegen. Anhuth und Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope sind sich jedoch einig, dass 4 Jahre ins Land gehen können, bis Gebäude und Außenanlagen fertig sind. Die geschätzten Baukosten liegen inzwischen bei etwa 11,3 Millionen Euro, nach Abzug der erwarteten Förderung muss die Gemeinde davon rund 10 Millionen Euro selbst aufbringen.

Weitere Baumaßnahmen sind das Gewerbegebiet an der Friesoyther Straße, der Gewerbepark Elisabethfehn Ost, die Fertigstellung der neuen Kinderkrippe St. Ansgar sowie die Arbeiten am Barßeler Hafen. Hier sollen zusätzlich zu den Sanitäranlagen noch Büros sowie eine Unterstellmöglichkeit für das "Paddel und Pedal"-Angebot entstehen. Nicht zuletzt sollen der Hafen und das Barßeler Tief bis zur Jümme mithilfe eines Sonderprogramms der Landesregierung entsandet werden. 

Umwelt- und Klimamanagement neue Aufgabe im Rathaus

Die Arbeiten dort könnten auch den Arbeitsbereich des neu zu schaffenden Klimamanagements im Rathaus tangieren. Anhuth will eine Stelle schaffen, bei der die Themen Umwelt- und Klimaschutz angesiedelt sind. "Der Stelleninhaber oder die Stelleninhaberin soll bei allen Maßnahmen die Umweltthematik einbringen und zudem ein Ansprechpartner für Vereine und Institutionen sein", erläutert er. Zu Terminen könnte der Klimaschutzmanager dann elektrisch fahren: Das neue Pool-Fahrzeug, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses für Dienstfahrten nutzen können, ist wieder ein Elektroauto. 

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