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Zum Jahreswechsel: Landrat Tobias Gerdesmeyer blickt zurück und voraus

Der Kreisverwaltungschef lobt die positive und mutige Mentalität im Landkreis Vechta. Nach seiner Aussage hat der Landkreis "noch viel vor".

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Landrat Tobias Gerdesmeyer. Foto: Timo Lutz Werbefotografie

Landrat Tobias Gerdesmeyer. Foto: Timo Lutz Werbefotografie

Mit einem Grußwort zum Jahreswechsel blickt Vechtas Landrat Tobias Gerdesmeyer zurück auf 2023. Dabei lobt er die hiesige Region: „Es ist diese Mentalität, gepaart mit Mut und dem Vertrauen in unsere eigenen Stärken, die uns im Landkreis Vechta auszeichnet.“

Nach wie vor spüre man in den Städten und Gemeinden die Auswirkungen der „großen Politik“. Auch 2023 werde als Jahr von Kriegen und Krisen in die Geschichte eingehen. „Dennoch können wir im Blick auf die letzten Monate trotz aller Herausforderungen zuversichtlich nach vorne schauen“, so Gerdesmeyer. Man habe viel für die Region erreicht: „Und wir haben noch viel vor!“

2023 gilt als das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Folgen des Klimawandels spüre man auch vor Ort, betont Gerdesmeyer. Über die Weihnachtstage gab es Hochwasserlagen im Landkreis Vechta. Durch den unermüdlichen Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Kräften konnten größere Schäden abgewendet werden. „Insbesondere die ehrenamtlichen Kräfte haben über die Weihnachtstage familiäre Belange selbstlos zurückgestellt und sich dafür eingesetzt, dass niemand zu Schaden kommt. Das ist alles andere als selbstverständlich und verdient unseren Dank und höchste Anerkennung“, sagt der Landrat.

Kreispolitik habe Bedeutung des Klimawandels erkannt

Die Kreispolitik habe die Bedeutung des Klimawandels ebenfalls erkannt. Die Verabschiedung des Klimafolgenanpassungskonzeptes im September bringe wirkungsvolle Strategien, um das Leben in den Kommunen an das veränderte Klima anzupassen. Und mit dem beauftragten Integrierten Klimaschutzkonzept trage man dazu bei, den CO2-Ausstoß zu bilanzieren und Treibhausgase lokal zu reduzieren. Im Netzwerk Wasser 3.0 würden zudem gemeinsam mit Verbänden und Vereinen praxisnahe Ansätze erarbeitet, um auch in den Zeiten geringer Niederschläge ausreichend Wasser für Mensch und Natur zur Verfügung zu haben.

Neue Akzente gebe es beim Thema Bildung . Der Kreistag hat grünes Licht für die Einrichtung einer Wissenswerkstatt für Kinder und Jugendliche an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta gegeben. Gemeinsam mit dem Landkreis Cloppenburg und der Stadt Vechta wurde zudem das „OM-Stipendium“ eingeführt.

Landkreis wertet das Ehrenamt auf

Eine Aufwertung habe das Ehrenamt erfahren. Der Landkreis sei in die Unterstützung der Freiwilligenagentur „Herz & Hand“ in Lohne eingestiegen. Für zunächst 2 Jahre gibt es einen Zuschuss für die Sach- und Personalkosten in Höhe von knapp 70.000 Euro. Und erstmalig wurde im Dezember der neue Ehrenamtspreis des Landkreises Vechta verliehen.

„Einen Schwerpunkt haben wir auf die Weiterentwicklung des Tourismus- und Freizeitangebotes gelegt“, so Gerdesmeyer. Demnach werden die Pläne, den Olgahafen und die Westseite des Dümmers als Besuchermagneten weiter zu stärken, immer konkreter. Schon im neuen Jahr beginnen neben dem Hobbit-Dorf auch die Bauarbeiten für den neuen Spielplatz am „Dümmerheim“. Hinzu kommen perspektivisch die Sanierung der Sanitäreinrichtungen, ein neuer Wohnmobilstellplatz und rund 160 Pkw-Parkplätze für Tagesgäste. „Diese Investitionen belaufen sich auf gut 3,0 Millionen Euro, die sich Landkreis und Stadt Damme teilen“, sagt Gerdesmeyer.

„Es sind gerade die Bereiche Schulen und Bildung, die den Großteil unserer Hochbauinvestitionen ausmachen.“

Landrat Tobias Gerdesmeyer

Investiert habe der Landkreis auch in die Bereiche Hoch- und Tiefbau. So werde das Kreisstraßen- und Radwegeprogramm mit einem jährlichen Volumen von 4,5 Millionen Euro für Investitionen und 1,7 Millionen für Erhaltungsmaßnahmen fortgeschrieben. „Sichtbare Fortschritte haben wir zudem bei den großen Bauvorhaben gemacht. Es sind gerade die Bereiche Schulen und Bildung, die den Großteil unserer Hochbauinvestitionen ausmachen.“

Als Landkreis wolle man damit ein klares Signal setzen: der jungen Generation die bestmöglichen Bedingungen für Lernen und Ausbildung zu ermöglichen. Beschlossen worden ist auch die Erweiterung der Kreisverwaltung für rund 42 Millionen Euro.

„Dies sind nur einige Ausschnitte aus den vergangenen Monaten. Sie zeigen: Wir haben wirklich viel für unsere schöne Heimat erreicht, auch in herausfordernden Zeiten.“ Seinen Dank richtete Gerdesmeyer an alle, die sich auch in diesem Jahr für das gute Zusammenleben eingesetzt haben – sei es hauptberuflich, ehrenamtlich oder im politischen Mandat.

Dank an Lokalpolitik und Verwaltung

„Ebenso danke ich den Mitgliedern des Kreistages und der Verwaltung für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Ausdrücklich in diesen Dank einschließen will der Landrat die Hauptverwaltungsbeamten der Städte und Gemeinden: „Wir sind eine starke kommunale Familie, die auch bei widerstreitenden Interessen immer wieder gemeinsame Lösungen findet. Das ist nicht selbstverständlich.“

Gerade in einer Zeit, in der die Gesellschaft sich zu polarisieren scheint, sei es wichtig, immer wieder den Blick auf das Verbindende zu richten. „Uns alle verbindet das Ziel, das Leben im Landkreis Vechta jeden Tag etwas besser zu machen. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich für das neue Jahr alles erdenklich Gute, viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.“

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