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Wildtiere wenden im Winter Tricks an

Schnee und eisige Kälte: Für Menschen nicht immer angenehm, für Tiere auch nicht. Allerdings hilft sich die Tierwelt bei den extremen Witterungsverhältnissen besser als viele Menschen glauben.

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Aufmerksam: Rehe auf einem Feld. Erschrecken sollte man sie nicht, damit sie nicht unnötig Energie verbrauchen, die sie im Winter speichern. Foto: Passmann

Aufmerksam: Rehe auf einem Feld. Erschrecken sollte man sie nicht, damit sie nicht unnötig Energie verbrauchen, die sie im Winter speichern. Foto: Passmann

Damit Rehe im Winter überleben können, hat ihnen die Natur einige Tricks mit auf den Weg gegeben. So bekommen die Wildtiere beispielsweise ein Winterfell, das sie während der kalten Jahreszeit warm hält und   scharren Futter unter dem Schnee frei. Auch unter Büschen und Bäumen gibt es was zu knabbern. „Daher dürfen die Menschen das Rehwild auch nicht mit Heu, Mais oder Kastanien füttern, auch wenn sie es gut meinen. Das darf nur im Notfall und auf Anordnung des Landkreises Cloppenburg erfolgen“, sagt Heinz Hinderks, Naturschutzobmann des Hegerings Barßel.

Das ist beispielsweise der Fall, wenn sehr viel Schnee auf den Flächen liegt, hartgefroren ist und ein Durchdringen auf den Erdboden nicht möglich ist.

Statt rotbraunes Fell im Winter eher gräulich

Noch hält sich das in Grenzen. Was das Fell angeht, sind die Haare dichter und länger als beim Sommerfell. Außerdem verfügt das Winterfell über mehrere Hohlräume, in denen Luft enthalten ist, was zusätzlich für Wärme sorgt, wie Hinderks erklärt. Zudem ist das Winterfell anders gefärbt. Statt rotbraunen Farbtönen im Sommer, passen sich die Rehe der winterlichen Umgebung mit unscheinbaren graubraunen Tönen an.

Gern kommen die Vierbeiner im Winter auch in die Gärten. Teilweise zum Ärger der Bewohner, denn an jungen Bäumen und Sträuchern gibt es dann einen klassischen Wildverbiss. Denn wenn die Rehe kein Futter in Bodennähe finden, vergehen sie sich nicht selten an den Trieben und Knospen von Bäumen.

Tiere bei Spaziergängen nicht erschrecken

Wenn Spaziergänger im Winter Rehe auf Feldern oder Fluren ausmachen, sollten sie darauf achten, dass sie die Tiere nicht erschrecken. Sie wirkten oft zutraulich, was jedoch nur der Tatsache geschuldet sei, dass sie Energie sparen wollen. „Wenn man den Rehen zu nahe kommt, laufen sie weg und verbrauchen damit so dringend benötigte Energiereserven“, erläutert Hinderks.

Die Vogelwelt dagegen darf von den Menschen mit Nahrung versorgt werden. „Auch das niedliche Eichhörnchen im Garten kann man mit Nüssen füttern. „Bei mir im Garten habe ich einen Futterkasten aufgestellt und das Eichhörnchen bedient sich fleißig“, verrät der Naturschutzobmann und Ornithologe.

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