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Wie Visbeks Klassenzimmer digital werden

Die digitale Infrastruktur mit Lan-Kabeln und W-Lan-Access-Points ist vorhanden. Nun können die Whiteboards und digitalen Tafeln zu 100 Prozent genutzt werden.

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Thomas Möller (Leiter Gerbertschule), Raphael Hermes und Frank Kühling (beide Gemeinde Visbek) beim Orstermin. Foto: Heinzel

Thomas Möller (Leiter Gerbertschule), Raphael Hermes und Frank Kühling (beide Gemeinde Visbek) beim Orstermin. Foto: Heinzel

Grüne Kreidetafeln sind an der Gerbertschule in Visbek nun nicht mehr zu finden. Whiteboard und digitale Tafeln haben ihren Platz eingenommen. Doch bislang konnte die Schule das Potenzial dieser Geräte nicht zu 100 Prozent nutzen, berichtet Leiter Thomas Möller. Im Schulgebäude gab es bislang drei Access Points für das W-Lan-Netz.

Das hat sich nun geändert. Bereits in den Osterferien wurde im Altbau mit den Klassen 1, 3 und 4 eine entsprechende Lan- und W-Lan-Struktur eingerichtet. Jetzt wurde im Neubau nachgelegt. Damit sind nun alle 13 Klassenräume sowie der Musik- und Computerraum mit Access Points für das W-Lan versehen. Der iServer ist bereits seit einem halben Jahr an der Schule. 2 Netzwerke gebe es an der Bildungseinrichtung, eines für die Verwaltung und eines für die Schule selbst. So könne der Datenschutz garantiert werden. „Wir sind sehr sicher unterwegs“, meint Rektor Thomas Möller.

Nun fehlt noch die Lan-Struktur im Verwaltungstrakt der Schule. Damit soll gewartet werden, bis die Baumaßnahme zur Aufstockung des Mitteltraktes läuft. Mit einem Start ist „nicht vor 2022 zu rechen“, so Frank Kühling vom Bauamt der Gemeinde.

Diese neuen digitalen Möglichkeiten sind ein „Teil der Lebenswirklichkeit“, trotzdem sei man immer noch an einer Grundschule und das bedeute auch, dass viele Dinge händisch erledigt werden.

„Unser Ziel ist es in allen Schulen Glasfaser zu nutzen.“Raphael Hermes, Gemeinde Visbek

Die Grundschule Erlte/Hagstedt ist ebenfalls komplett mit Whiteboards und digitalen Tafel ausgestattet. In Erlte wurden gerade erst 2 neue eingebaut. Es folgt die Optimierung der digitalen Infrastruktur bis Anfang oder Mitte 2022. Vorgesehen ist dafür die Ferienzeit, meint Frank Kühling. Auch die Grundschule in Rechterfeld ist inzwischen vollständig mit digitalen Tafeln ausgestattet. Hier soll die vorhandene digitale Infrastruktur ebenfalls 2022 optimiert werden. „Unser Ziel ist es in allen Schulen Glasfaser zu nutzen“, meint Raphael Hermes von der Gemeinde Visbek. An der Gerbert- und der Benediktschule sei dies bereits der Fall. In Erlte und Rechterfeld sei es vorhanden. In Hagstedt werde dies nach dem Ausbau des Breitbandnetzes durch den Landkreis möglich sein.

Bauprojekt Benedikt-Schule wird sich noch hinziehen

Die Situation an der Benedikt-Schule sei aufgrund der Baumaßnahmen etwas komplizierter. Gerade seien 7 digitale Tafeln als Teil des Bauabschnittes VI in den Räumen über der Mensa eingebaut worden. Fast alle anderen Räume seien mit Whiteboards ausgestattet. Der Ein- und Aufbau der digitalen Infrastruktur werde dabei mit den jeweiligen Bauabschnitten abgestimmt. Aktuell werde Teil V der Baumaßnahme umgesetzt. Das ganze Bauprojekt „wird sich noch über einen längeren Zeitraum hinziehen“, erklärt Frank Kühling.

Das Förderprogramm "DigitalPakt Schule“ läuft seit 2019 und endet 2024. Es wird vom Bund (90 Prozent) und den einzelnen Ländern (10 Prozent) finanziert, so Raphael Hermes. Der Gemeinde Visbek steht dabei ein finanzieller Fördertopf gefüllt mit 358.400 Euro zur Verfügung. 220.000 Euro hat sie bereits ausgegeben.

Die Gemeinde lässt sich ihre Schulen etwas kosten.“Thomas Möller, Rektor Gerbertschule

Im Rahmen des DigitalPaktes Schule gab es während der Pandemie 2 weitere Fördermaßnahmen, welche die Gemeinde Visbek genutzt hat. Zum einen das Corona-Sofortausstattungsprogramm. Hier wurden 60 iPads angeschafft, die Personen ohne eigenes Endgerät zur Verfügung gestellt wurden. 20 kamen an die Gerbertschule und 40 an die Benediktschule. „Sie sind gut genutzt worden“, stellt Raphael Hermes fest. Die Gemeinde hat dafür 2.000 Euro investiert und erhielt 23.000 Euro an Fördermitteln.

Das 2. Programm, welches Visbek nutzt, wird „Leihgeräte für Lehrkräfte“ genannt. Hier schafft die Gemeinde für 34.000 Euro stellvertretend für das Land 70 iPads an. „Die Kosten kriegen wir zu 100 Prozent vom Land wieder“, so Raphael Hermes. Laut Thomas Möller sei man in der Gemeinde digital ganz gut aufgestellt. „Die Gemeinde lässt sich ihre Schulen etwas kosten.“

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