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Was bin ich doch für ein Partybiest

Gästebuch: Wer meint, dass an Silvester eine wilde Party gefeiert werden muss, der irrt gewaltig. Partylaune bekommt man auch anders.

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Sahnemotten, was bin ich doch für ein Partybiest! Das ist mir an Silvester mal wieder klar geworden. Mit Blick auf den ersten Jahreswechsel im eigenen Haus und auf den erst 2 Monate alten Nachwuchs haben meine Frau und ich uns dazu entschieden, einfach in den eigenen vier Wänden und im kleinen Rahmen zu feiern. Lediglich ein guter Freund ergänzte unsere illustre Runde.

Wie quasi jede wilde Sause ging es bei uns dann auch schon um 16 Uhr los. Vorgeschoben haben wir, dass unsere 4-jährige Tochter dann auch noch etwas davon hat, ehe sie irgendwann vollkommen übermüdet ins Bett geht. Im Grunde ging es uns aber auch darum, dass es sich für uns lohnt. Denn ob wir wirklich bis Mitternacht durchhalten würden, daran hatten wir durchaus unsere Zweifel.

Um die Party in Gang zu bringen, gab es ein paar Berliner, dazu Kinderpunsch. Dann wurde Lego gespielt und immer wieder aus den großen Wohnzimmerfenstern geguckt, wie die ersten Raketen am dunklen Himmel explodierten. Irgendwann dann Abendessen: Kleinigkeiten, damit man damit nicht so viel Arbeit und keine schmutzige Küche hat. Pragmatismus geht vor!

„Das muss dann auch mal reichen an Silvester-Eskalation.“

Gegen 19.30 Uhr haben wir dann mit Blick auf die Müdigkeit der Kinder unser gewaltiges Feuerwerk gezündet. Es bestand aus ein paar Wunderkerzen, die gefühlt 20 Sekunden brannten und unserer Tochter auch nicht wirklich geheuer waren. Aber gut, das Wetter war eh nicht schön, also schnell wieder rein. Das muss dann auch mal reichen an Silvester-Eskalation.

Dafür gab es ja noch drinnen ein wahres Feuerwerk der guten Laune. Schließlich stand eine fetzige Party „Kniffel Kids“ auf dem Programm. Und selbstverständlich habe ich gewonnen. Mehr gute Laune geht also nicht. Dann noch fix eine Runde „Mensch, ärgere dich nicht“ hinterher. Das darf schließlich auf keiner großen Fete fehlen. Über mein Abschneiden bewahren wir hier allerdings lieber Stillschweigen.

Dann ging es für unsere Tochter ins Bett, der Kleine blieb so lange bei mir und unserem Freund. Dann gab es noch das wilde Erwachsenenprogramm: Cola, Haribo-Vampire und eine Runde Fußball auf der Spielekonsole. Mensch, diese mächtige Party-Eskalation steckt mir immer noch in den Knochen.

Um Mitternacht, als es draußen dann so richtig mit dem Spektakel am Himmel losging, war unsere Motivation, vom Sofa aufzustehen, eher übersichtlich. Wir haben also bequem ein paar Minuten durchs Fenster geschaut. Das muss reichen. Ja, im Nachhinein war das wirklich ein brutales Langweiler-Silvester. Aber was soll ich sagen – ich fand es richtig gut. So hatte man am nächsten Morgen immerhin noch die Energie für Bullerbü im TV. Was für ein wildes Leben!


Zur Person

  • Aaron Dickerhoff ist ehemaliger Reporter der OM-Medien.
  • Der Kontakt zum Autor ist möglich unter der E-Mail-Adresse redaktion@om-medien.de.

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