Von Pumptrack bis Gedenkstätte: Leader-Region Vechta fördert fünf Projekte
Sowohl die Jugend als auch (Gedenk-)Kultur sollen profitieren. Hier geht es zur Übersicht der Projekte.
Max Meyer | 17.03.2026
Sowohl die Jugend als auch (Gedenk-)Kultur sollen profitieren. Hier geht es zur Übersicht der Projekte.
Max Meyer | 17.03.2026

Kraftvoller Auftakt der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Vechta in Lohne. Foto: Landkreis Vechta/Wiebke
Von neuen Begegnungsorten zu Impulsen für die Erinnerungskultur und den sozialen Schutz: Die Mitglieder der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) der Leader-Region haben in ihrer Sitzung am 12. März im Lohner Rathaus eine Reihe von Projekten für den Landkreis Vechta bewilligt. Darunter fallen laut Mitteilung eine mobile Pumptrack-Anlage in Neuenkirchen-Vörden, eine „Bibliothek der Zukunft“ an der Universität Vechta, die Modernisierung des Oyther Dorfplatzes, die Erweiterung der Gedenkstätte für Euthanasie-Opfer im Vechtaer Andreaswerk sowie eine bedarfsgerechte Ausstattung des Kinderschutzhauses in Vechta. Hier geht es zur Übersicht: Jugendwunsch wird Realität: Mobile Pumptrack-Anlage für Neuenkirchen-Vörden: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden schafft eine mobile Pumptrack-Anlage an. Der Rundkurs mit Wellen und Kurven könne flexibel auf Festen, für Trainings oder Sicherheitsschulungen eingesetzt werden. „Wir freuen uns, ein neues Bewegungsangebot zu schaffen, das allen Gruppen offensteht – ob mit Fahrrad, Longboard oder Rollstuhl“, wird Maike Hanusch aus dem Sozialamt zitiert. Bibliothek der Zukunft: Universitätsgesellschaft Vechta plant offenen Begegnungsort: Eine Konzeptstudie soll zeigen, wie die Bibliothek der Universität Vechta zu einem offenen Bildungs- und Begegnungsort für die gesamte Region weiterentwickelt werden kann. „Die Förderung ist der erste Baustein für eine Bildungsmitte im geplanten Bildungsquartier. Wir möchten die Bibliothek als dritten Ort etablieren, an dem Studierende, Wissenschaft, Stadt und Region miteinander ins Gespräch kommen“, wird Bernd Meerpohl als Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Vechta zitiert. Mehr Raum für Gemeinschaft: Oyther Dorfplatz wird zum Multifunktionsplatz: Der Vechtaer Ortsteil Oythe wächst – und mit ihm der Bedarf an Begegnungsorten. Die Oyther Vereine haben sich daher zusammengeschlossen, um eine zentrale Grünfläche neu zu gestalten. Dank Leader-Förderung werde diese Fläche nun zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort umgebaut. „Die Entscheidung gibt uns Rückenwind. Wir freuen uns schon auf die ersten Konzerte nach dem Umbau“, so Heinrich Windhaus vom Musikverein Oythe, der stellvertretend für alle Oyther Vereine den Antrag stellt. Erinnerung bewahren: Erweiterung der Gedenkstätte für Euthanasie-Opfer: Das Andreaswerk setzt ein wichtiges Zeichen der Erinnerungskultur. Die bestehende Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie im Landkreis soll durch die Umgestaltung einer benachbarten Remise erweitert werden. „Mit der Unterstützung können wir die Erinnerungsarbeit intensivieren und künftig auch Gesprächsrunden und Workshops anbieten“, erklärt Ulrich kleine Stüve. Ein sicherer Ort für Frauen und Kinder: SkF stärkt das Frauenhaus mit bedarfsgerechter Ausstattung: Ein zentrales Anliegen im Bereich Sicherheit und Schutz vertrat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Für das Frauen- und Kinderschutzhaus in Vechta, das bald erweitert wird, soll eine hochwertige und individuelle Ausstattung angeschafft werden. „Die Förderung gibt uns Planungssicherheit, um noch mehr Frauen und Kindern eine geschützte Anlaufstelle zu bieten“, fasst Christiane Priester vom SkF zusammen. Vor den Projektvorstellungen stand ein besonderer Moment im Mittelpunkt: Die LAG verabschiedete Antonius Haverkamp, der die Leader-Geschäftsstelle Vechta 10 Jahre lang leitete und nun beruflich etwas kürzer tritt. Der LAG-Vorsitzende Dr. Wolfgang Krug würdigte Haverkamps souveräne und verlässliche Begleitung der Projektträger.
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