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Visbek schafft mehr Platz für die Kleinsten

In diesem Jahr wird in der Gemeinde mit dem Bau zweier neuer Kindergärten angefangen. Überdies wird die Aufstockung der Gerbertschule in Angriff genommen.

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Aktuell ist die Mitte eingeschossig. Noch in diesem Jahr soll die Gerbertschule in Visbek ausgebaut werden. Dafür wird das Gebäude aufgestockt.   Foto: C. Meyer

Aktuell ist die Mitte eingeschossig. Noch in diesem Jahr soll die Gerbertschule in Visbek ausgebaut werden. Dafür wird das Gebäude aufgestockt.   Foto: C. Meyer

In der Gemeinde Visbek stehen dieses Jahr einige größere Bauprojekte rund um die Bildungseinrichtungen statt. Das größte Vorhaben ist wohl der Neubau zweier Kindergärten. Doch auch an der Gerbertschule soll sich möglichst ab Sommer etwas tun. Ein Überblick:

Neubau von Kindergärten am Poggenkamp und an der Goldenstedter Straße

Die Ausschreibungen laufen gerade, sagt Gaby Tönnies vom Visbeker Bauamt. Im März soll der Neubau der Kindergärten am Poggenkamp und an der Goldenstedter Straße voraussichtlich starten können. Mit der Fertigstellung rechnet sie zum Spätsommer 2023. Das ursprünglich von Bürgermeister Gerd Meyer anvisierte Ziel, noch zum Start des kommenden Kindergartenjahres in diesem Sommer die Baumaßnahmen beenden zu können, ist damit endgültig vom Tisch.

Die Kindergärten sollen möglichst zeitlich parallel gebaut werden, sagt Gaby Tönnies. Beide Grundstücke seien auch soweit „bebaubar“, wie sie sagt. Die Bauleitverfahren sind abgeschlossen. Sie sei außerdem guter Dinge, dass der Bau innerhalb des abgesteckten Zeitrahmens auch stattfinden kann. Die Trägerinnen, die evangelische sowie die katholische Kirchengemeinde, seien ebenfalls guter Dinge, kann Tönnies berichten, und freuten sich bereits auf den Start. Die Gebäude werden in etwa baugleich ausfallen, sich in der Außengestaltung aber optisch etwas unterscheiden.

Die Außenansicht: So soll der neue Kindergarten am Poggenkamp aussehen. Die katholische Kirchengemeinde als Trägerin hat sich für eine rote Fassade entschieden.   Grafik: Architekturbüro Bramlage-SchwerterDie Außenansicht: So soll der neue Kindergarten am Poggenkamp aussehen. Die katholische Kirchengemeinde als Trägerin hat sich für eine rote Fassade entschieden.  Grafik: Architekturbüro Bramlage-Schwerter

Im Kindergarten am Poggenkamp – Trägerin ist die katholische Kirchengemeinde – sind drei Regelgruppen mit 75 Kindergartenplätze sowie eine Krippengruppe mit 15 Betreuungsplätzen vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf 3.516.000 Euro. Im Kindergarten an der Goldenstedter Straße – Trägerin ist die evangelische Kirchengemeinde – sind zwei Regelgruppen mit 50 Kindergartenplätzen sowie zwei Krippengruppen mit 30 Betreuungsplätzen vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3.440.000 Euro. Bei beiden Einrichtungen gibt es jeweils die Möglichkeit einer Erweiterung. Wie die Kostengestaltung für beide Gebäude final aussehen wird, lässt sich erst beurteilen, wenn die Ausschreibungen zurück seien, sagt Gaby Tönnies.

Aufstockung der Gerbertschule

Die Visbeker Gerbertschule wird noch in diesem Jahr aufgestockt und somit um Räumlichkeiten erweitert. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Gemeinderates nach umfangreichen Beratungen und Diskussionen im vergangenen Frühjahr mehrheitlich aus. Zum Ende des Monats soll noch der Bauantrag gestellt werden, informiert Gaby Tönnies. Sobald die Genehmigung vorliege, soll auch zeitnah das Projekt fortgeführt werden. Sie hofft, dass mit dem Start der Sommerferien die Bauarbeiten beginnen können.

Vorgesehen ist, mithilfe einer Holzrahmenbauweise ein weiteres Geschoss beim mittleren Gebäudeteil zu schaffen. Es werden auf einer Fläche von circa 810 Quadratmetern drei Klassenräume mit angrenzenden Gruppenräumen, ein Fachraum, ein Flur, Toiletten sowie ein Fahrstuhl entstehen. Um die Höhenunterschiede der verschiedenen Gebäudeteile auszugleichen und um das neue Obergeschoss mit den bereits vorhandenen, barrierefrei, zu verbinden, werde eine Rampe eingerichtet, erklärt Tönnies. Im Erdgeschoss werden das Lehrerzimmer erweitert sowie die Pausenhalle vergrößert. Ursprünglich stand noch zur Debatte, ob eine Mensa in der Schule nötig ist oder nicht. Schließlich entschied man sich dagegen. Die Mittagsverpflegung wird mit der Fachklinik St. Vitus sichergestellt.

Technische Details und Fragen zur optischen Gestaltung sollen Anfang Februar mit den Gemeinderatsmitgliedern geklärt werden, lässt die Bauamtsmitarbeiterin wissen. Dafür werden den Lokalpolitikerinnen und -politikern mehrere Optionen vorgestellt. Die Kostenschätzung für die Aufstockung der Schule lag ursprünglich bei knapp 2 Millionen Euro.

Für die Bauzeit müssen das Lehrerzimmer, der Verwaltungstrakt sowie die Pausenhalle ausgelagert werden, sagt Gaby Tönnies. Dafür sollen Container bereitgestellt werden. Möglich sei auch ein Zelt als Ersatz für die Pausenhalle, sagt sie. Wie das Ganze schließlich geregelt wird, das müsse noch entschieden werden.

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