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Vandalismus in Essen: Gemeinde setzt Belohnung für Hinweise aus

Am Sonntag (16. Oktober) haben bislang Unbekannte die Haltestellen am Busbahnhof am Schulzentrum in Essen zerstört. Dies blieb nicht der einzige Vorfall dieser Art.

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Mutwillig zerstört: Am Busbahnhof in der Schulstraße haben Unbekannte eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Foto: Altmann/Gemeinde Essen

Mutwillig zerstört: Am Busbahnhof in der Schulstraße haben Unbekannte eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Foto: Altmann/Gemeinde Essen

"Der Vandalismus in unserer Gemeinde nimmt allmählich Überhand", befindet Essens Bürgermeister Heiner Kreßmann und blickt damit mit Sorge auf die Geschehnisse am vergangenen Wochenende zurück. Denn bislang unbekannte Täter beschädigten am Sonntag (16. Oktober) gegen 21.55 Uhr die Glasscheiben der Bushaltestelle am Busbahnhof in der Schulstraße. "Hierdurch ist mindestens ein Schaden im mittleren vierstelligen Bereich entstanden", erklärt der Verwaltungschef.

Und damit nicht genug: Darüber hinaus zerschlugen die Täter die Scheiben von 5 Infotafeln (Scheiben) und verbogen ein Haltestellenschild, mutmaßlich, indem sie sich an die Schilder hängten. Auch an der Bushaltestelle am Bahnhof zerstörten Unbekannte eine Fensterscheibe sowie an der Grundschule hinter den Haltestellen. Die Gemeinde will dieser Entwicklung nun endgültig entgegenwirken und ruft für die Überführung der Täter eine Belohnung von 500 Euro aus.

"Die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden, denn letztendlich kosten sie mit ihrer teils blinden Zerstörungswut jeden Bürger der Gemeinde Geld. Die Frage, die ich mir oft in diesem Zusammenhang stelle, ist außerdem: Welchen Mehrwert haben die Täter davon? Schließlich zahlen sie indirekt einen Teil der Reparatur- und Aufräumarbeiten mit", betont Kreßmann. Damit am Ende jedoch nicht alle Essener auf den Kosten sitzenbleiben müssen, erhofft sich der Bürgermeister durch die Ermittlung der Täter, Schadensersatzforderungen geltend machen zu können.

Spiel- und Erholungsplatz in der Wilhelmstraße war ebenfalls betroffen

Darüber hinaus sei es auch nicht so einfach, mal eben eine neue Scheibe zu bestellen, erklärt Kreßmann. Durch Materialengpässe und Lieferverzögerungen dauere es teilweise Monate, neue Teile zu erhalten. "Ich wünsche und hoffe daher, dass die Bürger der Gemeinde eine gewisse Form von Zivilcourage zeigen und im Sinne des Gemeinwohls einschreiten, wenn sie entscheidende Informationen zu den Tätern beisteuern können", so Kreßmann. Schließlich handele es sich bei den Schäden um öffentliches Eigentum. Die Belohnung von 500 Euro solle dafür einen zusätzlichen Anreiz schaffen.

Die Taten vom Wochenende sind außerdem nicht die einzigen Vorfälle dieser Art gewesen: So kam es in der Vergangenheit beispielsweise auch zu Zerstörungen beim Spiel- und Erholungsplatz an der Wilhelmstraße in Essen, der im Rahmen der Dorferneuerung entstanden ist. "Hier haben sich Unbekannte unter anderem an den Erdstrahlern zu schaffen gemacht, die bei Dunkelheit die Bäume anleuchten. Dort müssen die Täter mit massiver Gewalt vorgegangen sein, denn die dort verbauten Glasscheiben können in der Regel einer Belastung von mehreren Tonnen standhalten", sagt Kreßmann. 

Etwa drei- bis viermal wurden die Scheiben zerstört, bis die Gemeinde die Erneuerung einstellte. "Es mag zwar wie eine Kleinigkeit wirken, aber der Austausch einer solchen Lampe mit Glasscheibe kostet bis zu 1000 Euro. Und klar ist auch: Am Ende des Tages muss der Bürger dafür die Kosten tragen. Daher haben wir die Erneuerung letztlich eingestellt", erinnert sich Heiner Kreßmann.

Durch die Sensibilisierung der Bürger erhoffen sich die Gemeinde und der Verwaltungschef ein Ende des Zerstörungswahns. "Schließlich soll das allgemeine Eigentum den Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen", so Kreßmann.

Info: Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Essen unter Telefon 05434/924700 zu melden.

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