Ein 41-jähriger Mann aus Friesoythe, der mit fast 3 Promille Alkohol im Blut einen schweren Unfall in Garrel verursacht hatte, muss 2 Jahre in Haft. Bei dem Unfall war ein damals 19-Jähriger so schwer verletzt worden, dass er heute schwerst pflegebedürftig ist.
Das Landgericht Oldenburg war am Donnerstag bereits das zweite Gericht, das sich juristisch mit dem schweren Unfall, der sich in der Nacht auf den 1. Oktober 2023 ereignet hatte, befasste. Bereits vor einem Jahr hatte das Amtsgericht Cloppenburg den Unfallverursacher zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten verurteilt. Gegen dieses Urteil ging der Angeklagte vor, wohl mit dem Ziel, eine Bewährungsstrafe zu erreichen. Das gelang im Rahmen der Berufung vor dem Landgericht in Oldenburg allerdings nicht.
Im Kern war es dort um die Frage gegangen, ob der Mann fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hatte, als er sich an jenem Abend betrunken ins Auto setzte und in Garrel einen jungen Mann überfuhr, der auf einem Gehweg saß. Anschließend war der Autofahrer, ohne sich um sein Opfer zu kümmern, geflüchtet. Weil sein Nummernschild am Unfallort zurückblieb, konnte eine Polizeistreife ihn allerdings etwa 6 Kilometer vom Unfallort entfernt stoppen.
Das Landgericht verringerte zwar die ursprüngliche Strafe um 2 Monate, lehnte es aber ab, die Strafe zur Bewährung auszusetzen – auch wegen der schweren Folgen des Unfalls für das junge Opfer.
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