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Umweltschule in Europa: Handelslehranstalten Lohne ausgezeichnet

Die Berufsschule wurde für ihren Einsatz für mehr Nachhaltigkeit gewürdigt. Wegen eines internationalen Projekts mit einer spanischen Partnerschule darf sich die HLA nun auch "Eco-School" nennen.

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Stolz auf Auszeichnung: (von links) die Oberstudienräte Ludger Ester und Volker Lampe sowie HLA-Schulleiter Ernst Escher. Foto: Timphaus

Stolz auf Auszeichnung: (von links) die Oberstudienräte Ludger Ester und Volker Lampe sowie HLA-Schulleiter Ernst Escher. Foto: Timphaus

Ob Pfandsammel-Aktion, umweltfreundliches Schulmaterial oder Upcycling in unterschiedlichen Formen: Die Schulgemeinschaft der Handelslehranstalten (HLA) in Lohne engagiert sich schon länger mit verschiedenen Projekten für mehr Nachhaltigkeit. Bestes Beispiel ist der Nachhaltigkeitstag, der am Donnerstag (6. Oktober) mit mehreren Ständen und Aktionen stattfindet. Für ihr Engagement wurde die Berufsbildende Schule des Landkreises Vechta jetzt vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück als "Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa" ausgezeichnet.

Die Feierstunde fand in der Cäcilienschule in Oldenburg statt. Für Ihre Zusammenarbeit und das Engagement mit einem internationalen Partner, der IES San Blas im spanischen Añover de Tajo (Provinz Toledo), in einem gemeinsamen Projekt erhielt die HLA zusätzlich das Eco-School-Zertifikat – als eine von niedersachsenweit nur 12 Schulen.

Schulleiter Ernst Escher freute sich über die Auszeichnung. In einem Pressegespräch sagte er, es sei wichtig, auch als kaufmännische Schule über den Tellerrand zu schauen und das Thema Nachhaltigkeit in den Blick zu nehmen. "Wir dürfen nicht alles ökonomisieren", sagte er und lobte das engagierte Kollegium. 

Bildung für nachhaltige Entwicklung soll vorangetrieben werden

Volker Lampe leitet an den HLA den Bereich "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und zeichnete für die Zertifizierung als Umweltschule verantwortlich. Sein Kollege Ludger Ester ist an der Berufsschule für die Internationalisierung zuständig. Er hat den Schüleraustausch mit der spanischen Partnerschule initiiert und sorgte für die Verbindung mit dem Erasmus-Programm.

Ester führte aus, dass dies über das Nachhaltigkeitsprojekt "Alternative Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum" gelang. Während des Schüleraustausches erkundeten die Teilnehmer beispielsweise die Fahrradstadt Münster, ließen sich das kreisweite Rufbussytem Moobil-Plus erklären oder besichtigten die Firma Brinkmann System Logistik.

Laut Lampe hatten sich die HLA nach einer Entscheidung im Schulvorstand vor 3 Jahren auf den Weg zur Umweltschule gemacht. Und das Ende ist nach seinen Angaben noch nicht in Sicht. Demnächst soll das Projekt "Mitfahrbank" angeschoben werden – und Schüler der Fachoberschule Wirtschaft denken sogar über eine eigene Mitfahr-App nach. "Das ist ein ambitioniertes Ziel", gab Lampe zu.

Über die Auszeichnung als "INA/USE"-Schulen entscheidet eine Jury. Das Niedersächsische Kultusministerium und das Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz haben die Schirmherrschaft übernommen. Im aktuellen Projekt-Zyklus von 2019 bis 2022 nahmen 431 niedersächsische Schulen aller Schulformen teil. Weltweit gibt es circa 51.000 Schulen, die sich als "Eco-Schools" in über 50 Ländern auf diesen Weg gemacht haben. In Deutschland wird das Projekt durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) getragen.

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