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TuS Neuenkirchen will Yamil bei seinem Kampf gegen Blutkrebs helfen

Der 19-jährige Fußballspieler Yamil Huesmann kämpft gegen Blutkrebs. Sein Sportverein hat mit einer Registrierungsaktion nun 608 neue potenzielle Stammzellenspender gewinnen können.

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 Moritz Quebbemann (von links) meldet sich beim Check-in bei Andreas Berens, Theresa Escher, Anne Brickwedde und Daniel Hörnschemeyer zur Registrierung  an.  Foto: Brauns-Bömermann

Moritz Quebbemann (von links) meldet sich beim Check-in bei Andreas Berens, Theresa Escher, Anne Brickwedde und Daniel Hörnschemeyer zur Registrierung an. Foto: Brauns-Bömermann

Im Oktober hat der 19-jährige Yamil Huesmann aus Neuenkirchen-Vörden die Diagnose Blutkrebs bekommen. Er benötigt dringend eine Stammzellspende. Mit der zweiten Registrierungsaktion #wirfüryamil vom Turn- und Sportverein (TuS) Neuenkirchen kann Theresa Escher, die 3. Vorsitzende des Vereins, am Montag das versicherte Paket mit insgesamt 608 Registrierungen an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) abschicken.

An zwei Wochenendtagen hatten sich vor und nach dem Spielbetrieb im Pias-Sportpark Freiwillige testen lassen. Zusätzlich zu dem Engagement, sich für Yamil Noah Huesmann zu testen, kamen Spenden in einem 4-stelligen Bereich zusammen. Die Welle der Solidarität mit dem Fußballspieler der 1. Mannschaft des TuS Neuenkirchen-Vörden riss am Samstag nicht ab.

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Bis 16.30 Uhr wurden Wattestäbchen zur Registrierung von potenziellen Stammzellenspenderinnen und -spendern am Check-In genutzt. Im Anschluss kamen die Proben in kleine Tüten am Check-Out, um für den Versand vorbereitet zu werden. Mit der Aktion besteht die Chance, potenzielle Stammzellenspender zu finden.

Vielleicht ist sogar Moritz Quebbemann aus Neuenkirchen ein solcher Spender. Er kommt als Gast zum Spiel Grün-Weiß Brockdorf gegen JSG Neuenkirchen-Vörden. Für ihn ist es selbstverständlich zu helfen, denn für ihn bedeutet das nur 5 Minuten Investment, das Leben retten kann. Vielleicht sogar das Leben des 19-jährigen Fußballspielers und Studierenden Yamil Huesmann. Also lässt sich Quebbemann testen.

Im Aufenthaltsraum des TuS und auf der Tribüne draußen drehen und streichen Freiwillige mit drei Wattestäbchen ihre Mundschleimhaut ab. So gewinnt man einfach und schnell Zellen, die für die spätere Typisierung essenziell sind. Das Test-Prozedere ist für die meisten kein Problem, schließlich liegt die Coronazeit und die damit verbundenen Testungen noch nicht lange zurück. Wer das Set am Check-in in Empfang nimmt, scannt einen QR-Code und füllt einen kurzen Anamnese-Bogen aus. Die Freiwilligen dürfen bis 55 Jahre alt sein.

Der Schock sitzt tief

Als Huesmann im Oktober die Diagnose akute lymphatische Leukämie bekommt, sitzt der Schock tief – auch im Verein. Es folgt die Überweisung aus dem Dammer Krankenhaus ins Universitätsklinikum Münster (UKM). Für Huesmann steht eine lange Zeit der Behandlung mit Chemo- und Strahlentherapie bevor. In der DKMS-Datenbank wird nach einem geeigneten Stammzellenspender gesucht.

Vom UKM aus verfolgt der 19-Jährige das Geschehen zu Hause: „Er freut sich über jedes Video und Geschichten von uns“, sagt Sebastian Gude, Jugendleiter im TuS. „Jedes Mal, wenn ich etwas im Status habe, meldet sich Yamil“.

Alle aus dem Vorstand packen am Samstag mit an: Check-in und Check-out sind besetzt, Theresa Escher, Geschäftsführer Andreas Berens und Daniel Hörnschemeyer, stellvertretender Fußballobmann stehen für Fragen parat und organisieren den geordneten Ablauf. Das ist das, was der Sportverein für Huesmann aus der Ferne tun kann. „Wir wussten sofort, wir müssen helfen“, sagt Berens.

Hoffnung, dass Huesmann wenigstens an Weihnachten zu Hause ist

Theresa Escher nahm im TuS die Organisation der Registrierungsaktion in die Hand. Der Kontakt zum DKMS habe reibungslos und schnell geklappt. Die Aktion konnte schnell starten. Jede Registrierung kostet 50 Euro. „Deswegen haben wir auch Spendenboxen aufgestellt“, erläutert Escher. In der Hoffnung, dass möglichst bald ein Stammzellenspender für Huesmann gefunden wird, schauen die Vereinsmitglieder auf das kommende Weihnachtsfest. Vielleicht kann er dann kurzzeitig nach Hause und Kraft tanken, bis hoffentlich im neuen Jahr ein passender Spender gefunden wird.

  • Info: Wer sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei als Spenderin oder Spender registrieren lassen möchte oder mehr Informationen benötigt, wird hier fündig

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