Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Stadt Löningen ehrt Silbermedaillen-Gewinnerin Lea Meyer

Die Stadt Löningen hat die Silbermedaillen-Gewinnerin Lea Meyer für ihre Leistung bei der Leichtathletik-EM in München ausgezeichnet. Durch den VfL Löningen wurde ihr noch eine weitere Ehre zuteil.

Artikel teilen:
Ausgezeichnet: (von links) Christoph Ostermann, Bernd Ostermann, Burkhard Sibbel gratulieren Lea Meyer mit Robert Koch und Eckhard Siemer zu ihrer Leistung. Foto: Wienken

Ausgezeichnet: (von links) Christoph Ostermann, Bernd Ostermann, Burkhard Sibbel gratulieren Lea Meyer mit Robert Koch und Eckhard Siemer zu ihrer Leistung. Foto: Wienken

Aufstehen und einfach weitermachen, das war Lea Meyers Devise nach der Bauchlandung bei der Weltmeisterschaft in Eugene. Diese Mentalität zahlte sich am Ende aus, wie wir inzwischen wissen: Die Löningerin sicherte sich bei der Leichtathletik-EM in München die Silbermedaille im 3000-Meter-Hindernislauf.  "Ich selbst habe mir das Rennen erst im Nachgang angesehen und zwischendurch gedacht: 'Okay, das bin ich?'", beschreibt Meyer. Sie habe den Tipp bekommen, dass man als Athlet wohl erst nach der Karriere wirklich realisieren könne, was man eigentlich geleistet habe.

"Nach diesem Misserfolg so herausragend zurückzukommen wie bei der Leichtathletik-EM in München, das ist sehr beachtlich – Hut ab. Wir haben im Vorfeld recherchiert und niemanden aus dem Landkreis Cloppenburg finden können, der eine solche Leistung erbracht hat, herzlichen Glückwunsch", betont Bürgermeister Burkhard Sibbel. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die Leichtathletik-Abteilung des VfL Löningen. Der Erfolg von Lea Meyer zeige nämlich auch, dass die Abteilung gut aufgestellt sei und eine gute Anlaufstelle für die Förderung junger Talente sei. 

Am Abend des Finallaufes von Lea Meyer, der mit dem Weinfest in Löningen zusammenfiel, habe Burkhard Sibbel Kritik bekommen, weshalb der Lauf nicht während der Feierlichkeiten übertragen worden sei. Jedoch wussten sich einige Festgänger zu helfen: Die Verantwortlichen des VfL fieberten bei Meyers Triumph auf dem Handy-Bildschirm mit. "Beim nächsten Mal machen wir aber ein Public Viewing", verspricht Eckhard Siemer, Geschäftsführer des VfL, augenzwinkernd. Er und Vorsitzender Robert Koch ernannten Lea Meyer aufgrund ihrer Leistung zum Ehrenmitglied. 

Aufregung war im Finale kein Thema mehr

Anders als die Verantwortlichen des Löninger Sportvereins war Meyer selbst weniger angespannt: "Im Vorlauf war ich zwar noch etwas aufgeregt, aber das legte sich Runde für Runde. Mein Ziel war es in erster Linie, ins Finale zu kommen und das habe ich geschafft. Daher war ich in dem Moment ziemlich im Tunnel", erzählt die 25-Jährige. 

Nach dem Lauf zur Silbermedaille und allem, was dann auf sie eingeprasselt sei, habe sie sich sehr gewünscht, kurz durchatmen zu können. Wobei: Interviews seien viel entspannter, als sie es sich vorgestellt habe, sagt die Athletin heute. Zu wissen, dass dabei Millionen von Menschen vor dem Bildschirm sitzen und ihr zuhören, sei gar nicht so unangenehm wie gedacht. Und bei der Ehrenrunde durchs Olympiastadion habe sie schließlich den Moment und vor allem die gute Stimmung ganz für sich genießen können.

Ab zur Dopingkontrolle, dann zum Empfang des Leichtathletikverbandes ins Hotel, die Sponsoren-Party durfte natürlich auch nicht fehlen und auch danach musste der Erfolg noch gebührend gefeiert werden. Entsprechend kurz sei die Nacht gewesen, so Meyer. Herausfordernd und stressig war dann auch der nächste Tag. Schließlich ging es von einem Pressetermin zum nächsten und bei der Siegerehrung musste sie eine Stunde früher da sein. Insgesamt sei also wenig Zeit gewesen, alles zu verarbeiten, so Meyer.

Bald möchte die 25-Jährige, die nun für den ASV Köln antritt, wieder "angreifen", denn zurzeit laboriert sie noch an einem Bänderriss und einer Fraktur im Knöchelgelenk. Der Heilungsprozess schreite aber gut voran, so Meyer. Im nächsten Jahr steht immerhin eine Weltmeisterschaft ins Haus – diesmal in Budapest. "Dann hoffen wir, dass wir uns vielleicht sehr bald wiedersehen", meint Burkhard Sibbel.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Stadt Löningen ehrt Silbermedaillen-Gewinnerin Lea Meyer - OM online