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Soviel soll die Innensanierung der Dammer St.-Viktor-Kirche kosten

Ab dem 1. Advent kommenden Jahres wird das Gotteshaus voraussichtlich für 9 Monate geschlossen sein. Dann haben Handwerker das Sagen.

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Dringend notwendig: Die Innensanierung der Pfarrkirche St. Viktor soll Ende 2023 beginnen. Foto: Lammert

Dringend notwendig: Die Innensanierung der Pfarrkirche St. Viktor soll Ende 2023 beginnen. Foto: Lammert

Mit 1,65 Millionen Euro rechnet Pfarrer Heiner Zumdohme an Kosten für die geplante Innensanierung der St.-Viktor-Kirche in Damme. Das Gotteshaus soll nach der aktuellen Planung ab dem 1. Advent 2023 geschlossen sein.

Er rechne damit, dass die Arbeiten 9 Monate dauern werden, sagte der Geistliche auf einer Gemeindeversammlung am Dienstag. Die Wiedereröffnung solle am 10. Oktober 2024 stattfinden; das ist der Gedenktag des Heiligen Viktor, dem Namenspatron des Gotteshauses.

Förderfähig seien 784.000 Euro. Das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) in Vechta übernehme rund 510.000 Euro. Unter dem Strich müsse die Pfarrgemeinde zirka 1,14 Millionen selber finanzieren, rechnete Zumdohme vor.

"Dieses Gebäude ist das Wahrzeichen der Stadt Damme."Pfarrer Heiner Zumdohme

Dabei wird die Pfarrgemeinde auf die Hilfe ihrer Mitglieder setzen, die einen großen Teil der Kosten über Spenden mitfinanzieren sollen. "Dieses Gebäude ist das Wahrzeichen der Stadt Damme. Es muss so gestaltet werden, dass die Menschen sehen, dass Gott hier würdig verehrt wird", betonte der Pfarrer.

BMO fördert substanzerhaltene Maßnahmen

Das BMO unterstütze unter anderem Elektro- und Installationsarbeiten (198.000 Euro); es soll unter anderem eine neue Beleuchtung geben. Malerarbeiten (266.000 Euro) etwa oder die Kosten für das Gerüst (366.000 Euro) seien aus Sicht des BMO nicht förderfähig. Das sei nur Substanzerhaltendes, hieß es.

Vom Tisch sind Überlegungen, den Innenraum der Kirche in größerem Maße zu verändern und zum Beispiel den Altarbereich weiter vorzuziehen und Sitzbänke in den Seitenbereichen zu entfernen. Der Innenraum des Gotteshauses gelte als erhaltenswürdig, lautete die Begründung.

Im Bereich des Haupteingangs werden Bänke entfernt

Leichte Veränderungen wird es aber im Bereich des Haupteingangs geben, wo durch den Wegfall zweier Bankreihen mehr Raum für Begegnungen entstehen soll. Außerdem ist vorgesehen, Bänke beim Taufbecken zu entfernen, um auch dort mehr Platz zu schaffen. Und: Der Beichtstuhl soll zukünftig im Bereich des Eingangs zum Brandenburger Tor hin stehen.

Vorgesehen ist im Zuge der Innensanierung, den Boden der Sakristei an der Südseite anzuheben, sodass beim Betreten des Altarraums die beiden Stufen entfallen. Ob über die Sakristei an der Nordseite ein barrierefreier Zugang zum Gotteshaus in den Altarbereich entstehen wird, ist nach Worten Heiner Zumdohmes noch nicht geklärt.

Fest steht dagegen, dass der Anstrich der Wände in einem matten Weiß erfolgen wird. Die Pfeiler sollen grün und rot bleiben.

"Das Wort Gottes hat mehr verdient als ein kleines Lesepult."Pfarrer Heiner Zumdohme

Noch nicht geklärt ist, wie der neue Ambo aussehen wird. Der derzeit im Gotteshaus stehende hat nicht nur Fans. Es handele sich nur um ein Modell, betonte der Pfarrer. Er legt aber Wert darauf, dass der Ambo als Altar des Wortes feststehend und damit unverrückbar ist. "Das Wort Gottes hat mehr verdient als ein kleines Lesepult", erklärte der Geistliche.


Weiter teilte Heiner Zumdohme mit, dass Kaplan Fabian Guhr nun doch in der Pfarrgemeinde St. Viktor bleiben wird. Aber: Er wird hauptsächlich die Feier von Gottesdiensten übernehmen und sich im Schwerpunkt auf seine Promotion konzentrieren. Er stehe damit ebenso wie die Pfarrer Albert Lütkebohmert und Thorsten Weßling nur eingeschränkt zur Verfügung.

Neue Gottesdienstordnung bleibt in Kraft

Uneingeschränkt seien nur er und Abraham Parappallil tätig, sagte Heiner Zumdohme. Deswegen werde es auch bei der neuen Gottesdienstordnung bleiben, nach der zum Beispiel die 8-Uhr-Messe sonntags in Damme entfällt.

Die Ordnung ermögliche es auch einem Geistlichen, bei Bedarf, wenn kein anderer Pfarrer vorhanden sei, am Wochenende alle Gottesdienste in den 4 Kirchorten Damme, Osterfeine, Rüschendorf und Neuenkirchen zu feiern.

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