So verlief der Tag der Regionen bei der Teichwirtschaft Ahlhorn
Tausende Besucher strömten auf das Gelände im nördlichen Emsteker Gemeindegebiet. Dort gab es viel zu sehen und vor allen Dingen zu essen.
Thomas Vorwerk | 24.09.2023
Tausende Besucher strömten auf das Gelände im nördlichen Emsteker Gemeindegebiet. Dort gab es viel zu sehen und vor allen Dingen zu essen.
Thomas Vorwerk | 24.09.2023

Massen: Mehrere tausend Besucher kamen am Sonntag zum Tag der Regionen auf das Gelände der Teichwirtschaft. Foto: Vorwerk
Eine Duftmischung aus frisch gesägtem Holz und geräuchertem Fisch lag am Sonntag unter anderem in der Luft, als sich mehrere tausend Besucher beim Tag der Regionen auf dem Gelände der "Teichwirtschaft Ahlhorn" umschauten. Der Betrieb, der an der nördlichsten Spitze der Gemeinde Emstek in Halen ansässig ist, hatte nach vierjähriger Pause wieder zum Besuch eingeladen und bei herrlichem Wetter haben die Gäste es sich schmecken lassen und auch das eine oder andere Handwerksstück gekauft. Die Organisatoren hatten dabei besonders in den vergangenen Tagen die Wetterprognosen im Blick. Denn 1700 Forellen waren eigens für diesen Anlass geräuchert worden. "Wenn wir dafür keine Abnehmer haben, müssen wir sie verschenken beziehungsweise zur Tafel geben", sagt Stefan Grußdorf, Leiter des Forstamtes Ahlhorn. Bei der Wildbratwurst wäre die Lage nicht ganz so dramatisch, denn ein Großteil der 2000 Würste ist tiefgefroren. Die Planungen für das Event, das außerhalb von Corona alle zwei Jahre stattfindet, sind bereits vor Monaten angelaufen. "Wir beginnen damit so früh, um auch die Aussteller zu bekommen. Alle vier Wochen gibt es Sitzungen, um Details abzustimmen", erklärt Grußdorf den Ablauf im Gespräch mit der Redaktion. "Wir haben ein junges und motiviertes Team und können so die Aufgaben gut verteilen." Ein jährlicher Rhythmus würde allerdings einen zu großen Aufwand bedeuten. Deshalb ist in einem kleineren Rahmen im kommenden Jahr eine Aktion zum Thema "Wein und Wild" geplant. Direkt nach dem Tag der Regionen wird aber erst einmal Bilanz gezogen. Was ist gut gelaufen? Was kann für das kommende Jahr noch verbessert werden? Viele Schwachstellen dürfte es nicht geben, denn so gut wie alle Bereiche waren bestens besucht. Das galt für die Maschinenvorführungen mit schwerem Gerät ebenso, wie die Ausstellung im "Alten Hälterhaus". Kinder, und auf deren Unterhaltung legt Grußdorf besonderen Wert, hatten einen großen Sandkasten zur Verfügung, riskierten einen gut gesicherten Kletter-Parcours an einem Baum oder versuchten sich an der Angel. Mit Spannung wurde die Arbeit von zwei Holzkünstlern verfolgt. Aus einem Eichen-, Lärchen- oder Douglasienstamm haben Viktoria Sohns und ihr Freund Jannik Luttmann beeindruckende Tierskulpturen geschnitten. Mit der Motorsäge, der Fräse, einem Brenner und besonderen Schleifbürsten wurden Dachs, Fuchs oder ein Bartkauz herausgearbeitet. "Je nach Größe dauert es ein bis drei Tage, bis die Figur fertig ist", erzählt Viktoria Sohns, die Revierleiterin im Forstbetrieb Schliersee ist. Abschließend wird das Werk geölt, wenn es im Haus bleiben wird, oder mit einem Holzschutz gegen Pilzbefall behandelt. Schon zeitig hatten sich die Neugierigen in Scharen in Bewegung gesetzt. Viele waren mit dem Fahrrad gekommen, aber auch für die Autofahrer gab es Parkmöglichkeiten, denn die Gäste kamen nicht nur aus der Umgebung. Aus dem Emsland, Oldenburg und Bremen waren Kennzeichen zu sehen. Wie eine Prozession wurden die letzten hundert Meter zu Fuß zurückgelegt. Wer sich nicht vor Ort mit Fisch, Bratwurst und anderen Leckereien versorgt hatte, der konnte sich sein Abendessen auch mitnehmen. So wie ein Paar aus Emstek. "Wir haben die Wildbratwurst tiefgekühlt gekauft", verriet der Mann und deutete auf die Gepäckträgertasche. "Bis heute Abend ist sie aufgetaut und kommt dann auf den Grill."Wetter entscheidet über das kulinarische Angebot



Wildbratwurst für den Grillabend gesichert
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