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Schulen und Kindergärten im Kreis Cloppenburg gehen Montag in Szenario B

Schon an diesem Montag dürfen die Schüler im Landkreis Cloppenburg zum Wechselunterricht in die Klassenzimmer zurück. Auch für die Kindergärten gilt dann wieder Szenario B.

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Symbolfoto: dpa

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Durch eine Anpassung in der neuen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen dürfen die Schulen in Kindergärten im Landkreis Cloppenburg am Montag (10. Mai) mit Szenario B – also den Wechselunterricht – starten. Das hat die Cloppenburg Kreisverwaltung am Freitagnachmittag mitgeteilt. 

Bislang hatte das Bundesland in seiner Corona-Verordnung am 100er-Grenzwert für das Szenario C (Distanzuntericht, Homeschooling) festgehalten, obwohl in der "Bundes-Notbremse" diese Corona-Regelung erst ab 165 vorgesehen ist. Diese Version der Corona-Verordnung läuft aber am 9. Mai aus.

Die Neufassung, die jetzt eine Anpassung an die "Bundes-Notbremse" für Schulen und Kindertageseinrichtungen beinhaltet, tritt am 10. Mai in Kraft. Und der Landkreis Cloppenburg erfüllt die Voraussetzungen für die Öffnung. Die 7-Tage-Inzidenz liegt seit dem 26. April kontinuierlich unter dem 165er-Grenzwert. Die Kreisverwaltung beruft sich dabei auf einen Entwurf der neuen Corona-Verordnung, die erst am Samstag oder Sonntag veröffentlicht wird.

Die Ankündigung der Kreisverwaltung muss nach derzeitigem Kenntnisstand auch nicht formal durch eine Allgemeinverfügung bestätigt werden. Das erklärte am Freitagnachmittag Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass für den Schülerverkehr Verstärkerbusse geordert wurden, "um die Zahl der Schüler in den Bussen zu verringern", so Rühl.

Für die Schüler und Kinder, die jetzt ins Szenario B wechseln, gilt eine Testpflicht. Das ist vom Land Niedersachsen seit dem 12. April so vorgesehen. Infos dazu gibt es hier.

Gesundheitsamt meldet weiteren Todesfall

Darüber hinaus hat das Cloppenburger Gesundheitsamt am Freitagnachmittag die neuen Corona-Daten veröffentlicht. Demnach hat sich die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus stehen, im Landkreis Cloppenburg auf 153 erhöht. "Ein 82-jähriger Mann aus Friesoythe ist im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben", berichtet Rühl.

Die Zahl der aktuellen Coronafälle ist indes auf 796 gesunken. Es liegen 53 neue positive Testergebnisse aus 12 von 13 Städten und Gemeinden vor - einzige Ausnahme ist das Saterland. Allein in der Stadt Cloppenburg gibt es 10 neue Coronafälle (aktuell damit insgesamt 204 aktive und nachgewiesene Infektionen). Hier gibt es laut Rühl Angaben auch einen Infektionsschwerpunkt.  Aus einer Unterkunft in Cloppenburg seien bei einer Reihentestung 33 Personen abgestrichen worden, 9 von ihnen waren positiv. "Das Gesundheitsamt hat das Infektionsgeschehen aus der Einrichtung heraus bereits isolieren können", erklärte Rühl-.

Auch bei einem Industriebetrieb in Essen gibt es 2 neue Coronafälle. Dort sind bereits am Donnerstag 4 Mitarbeiter aus einem Arbeitsbereich positiv getestet worden. Rühl betonte allerdings zu den am Freitag gemeldeten Neuinfektionen: In 32 Fällen handele es "sich um Kontaktpersonen, die sich zum Testzeitpunkt bereits in Quarantäne befanden."

Den 53 Neuinfektionen stehen 78 Personen gegenüber, die seit Freitag als genesen gelten. Dadurch sinkt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 796 (Vortag: 822).

Die Lage in den 3 Krankenhäusern: Derzeit werden 11 infizierte Patienten stationär behandelt. Davon liegt ein Covid-Patient auf der Intensivstation. Laut Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: DIVI) muss dieser Patient aktuell beatmet werden. Derzeit (Stand 7. Mai, 12.15 Uhr) sind 18 von 23 zur Verfügungen stehenden Intensivbetten im Landkreis belegt.

Wie bereits berichtet liegt die vom RKI berechnete und weiterhin für die "Bundes-Notbremse" maßgebliche 7-Tage-Inzidenz bei 119,5. Damit nähert sich der Landkreis allmählich dem 100er-Grenze. Erst wenn der Landkreis diesen Grenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten hat, greift hier die "Bundes-Notbremse" nicht mehr. Dann können weitere Lockerungen folgen. Bis dahin gelten "weiterhin die Kontaktbeschränkung eines Haushaltes und einer weiteren Person, ein Verbot touristischer Übernachtungen im Landkreis und die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Es wird weiterhin kontrolliert, Verstöße werden geahndet", betonte Rühl.

Seit Beginn der Pandemie wurden 10.440 Infektionen nachgewiesen. Aktuell stehen 1.299 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

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