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Roman und Justus Tabor machen anderen Beine: Die Brüder wollen Muskelkranken helfen

Ihr Vater Johannes ist vor 6 Jahren an ALS erkrankt. Die beiden Dammer organisieren nun einen Spendenlauf vom 16. bis 18. April. Der Erlös fließt an die Gesellschaft für Muskelkranke.

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Egal ob in Schlappen oder sportlichem Schuhwerk: Was die Teilnehmer des Spendenlaufs an den Füßen tragen, ist Roman (links) und Justus Tabor egal. Hauptsache, viele machen mit.  Foto: Lammert

Egal ob in Schlappen oder sportlichem Schuhwerk: Was die Teilnehmer des Spendenlaufs an den Füßen tragen, ist Roman (links) und Justus Tabor egal. Hauptsache, viele machen mit.  Foto: Lammert

Vor 6 Jahren diagnostizierten die Ärzte beim Dammer Johannes Tabor, unter anderem als Dirigent des Dammer Narrenblechs und Carnevalsprinz 2008 bekannt, ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), eine bis heute nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems.

Aus Anlass des 6. Jahrestages der Diagnose organisieren Johannes Tabors Söhne Roman und Justus einen Spendenlauf, dessen Erlös an die über 9.000 Mitglieder zählende Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) fließen soll. Es soll ein Zeichen der besonderen Verbundenheit mit dieser Organisation sein.

"Die DGM bietet Hilfe für Betroffene und deren Angehörige", sagt Roman Tabor. Sie sei die größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen in Deutschland.

In enger Abstimmung mit der Selbsthilfeorganisation haben die beiden Tabors den Spendenlauf seit Anfang März vorbereitet. Zahlreiche Sponsoren haben sie bereits gefunden.

Art der Spende ist von Sponsor zu Sponsor unterschiedlich

Die einen wollen einen festen Betrag zahlen, andere dagegen für jeden gelaufenen Kilometer eine bestimmte Summe. "Das bleibt jedem selbst überlassen", sagt dazu Justus Tabor. Noch können sich nach seinen Worten weitere Sponsoren melden. Schluss soll erst am kommenden Mittwoch (7. April) sein.

Dagegen können sich die Teilnehmer erst ab Freitag nächster Woche (9. April) anmelden. Dann wollen Roman und Justus Tabor die organisatorischen Vorbereitungen zumindest weitgehend abgeschlossen haben.

Wichtig ist beiden: Teilnehmen können am Wochenende vom 16. bis 18. April (Freitag bis Sonntag) nicht nur Menschen, die laufen oder joggen wollen, sondern auch diejenigen, die es bevorzugen, zu walken oder einfach zu gehen. Damit allerdings niemand bei den absolvierten Kilometern schummeln kann, muss er die hinter sich gebrachte Strecke per Tracking-App nachweisen.

Tracking-App informiert über zurückgelegte Strecke

Und ganz wichtig: Wegen der Corona-Pandemie und den Vorgaben zu deren Bekämpfung ist jeder Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes ein Einzelkämpfer. Das heißt: Jeder startet für sich.

Deswegen haben die beiden Tabors auch3 Tage für den DGM-Spendenlauf angesetzt. Durch dieses vergleichsweise große Zeitfenster hoffen sie, dass möglichst viele Bürger Zeit finden, sich zu beteiligen.

Die Startzettel, die jeder Läufer, Jogger, Walker oder Geher im Vorfeld seines Starts ausdrucken und ausfüllen muss, lassen sich ab Freitag per Instagram-Link herunterladen oder alternativ bei den Organisatoren per E-Mail anfordern.

Sie könnten derzeit nicht abschätzen, wie viele Menschen sich beteiligen werden. Aber die Resonanz auf die Aktion sei im Vorfeld sehr gut, berichtet Roman Tabor. Das gelte nicht nur für die Sponsoren.

  • Info: Der Link auf Instagram für den Spendenlauf findet sich unter @dgm.spendenlauf2021. Per E-Mail kann der Startzettel unter dgm.spendenlauf2021@web.de angefordert werden. Wer noch als Sponsor auftreten möchte, wendet sich unter der Telefonnummer 0170/9036767 an Roman Tabor.

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