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Rolf Haedke: "Viele unserer Mitglieder können es gar nicht abwarten"

Das Cloppenburger Repair-Café startet nach 2,5 Jahren Corona-Pause wieder durch. Der erste Termin findet am 11. Juni (Samstag) im "Gelben Haus" beim Schwedenheim statt.

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Vorfreude auf den Start: Das Team um den Vorsitzenden Rolf Haedke beginnt wieder mit seinem Angebot. Foto: Hermes

Vorfreude auf den Start: Das Team um den Vorsitzenden Rolf Haedke beginnt wieder mit seinem Angebot. Foto: Hermes

Für mehr Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerf-Mentalität: Das Repair-Café in Cloppenburg nimmt wieder Fahrt auf. Nach der fast 2,5-jährigen Coronapause öffnet der Verein am 11. Juni (Samstag) von 14 bis 17 Uhr wieder seine Pforten. „Viele unserer Mitglieder können es gar nicht abwarten“, erklärt Vorsitzender Rolf Haedke. Trotz der langen Zwangspause könne man weiter auf alle bisherigen Helfer zählen. Gleichzeitig würde sich der Verein auch über neue Mitglieder sowie Handwerker als Unterstützung freuen.

Ziel ist es, gemeinsam mit den Besuchern ihre defekten Geräte zu reparieren. "Das Repair-Café lebt vom direkten Kontakt und der Gemeinschaft. Die Menschen sollen dadurch unter anderem auch die Angst verlieren, ein Werkzeug zu benutzen", so Haedke weiter. Selbstverständlich gelte dies nur für einfache Dinge, bei komplexen Reparaturen brauche es die Profis.

Café und Reparaturen im großen Raum des gelben Hauses

Aufgrund der Abriss- und Neubaupläne beim Schwedenheim gibt es allerdings eine kleine räumliche Veränderung. Das Café und die Reparaturen finden nun im großen Raum des "Gelben Hauses" statt, die Fahrräder werden weiterhin im Keller auf Vordermann gebracht. "Das ist eine super Lösung, da sind wir der Kirche auch dankbar", erklärt der Vorsitzende. So könne man alles in einem Raum organisieren, dies sei auch Wunsch einiger Mitglieder gewesen.

Wie es nach Fertigstellung des Neubaus weitergeht, bleibe abzuwarten. Dies sei jedenfalls nun ein guter Testlauf. "Und wir können uns auch erst einmal wiederfinden. Der ein oder andere muss noch sein Werkzeug zusammensuchen", sagt Haedke mit einem Augenzwinkern. Er wisse aber, dass die Mitglieder während der Pandemie viel zu Hause gewerkelt hätten und somit gleich wieder starten können.

"Wir reparieren quasi alles, was einen Stecker hat. Wir haben ein Mitglied, das sich schon auf alte Radios freut."Vorsitzender Rolf Haedke

Der Ablauf ist gleich geblieben, Besucher kommen mit ihren Geräten zur Anmeldung und bekommen einen Laufzettel. Anschließend geht es zu einem Helfer, gemeinsam beginnt dann die Fehlersuche. Mitgebracht werden können unter anderem Dinge aus dem elektronischen Bereich sowie Haushaltsgeräte. "Quasi alles, was einen Stecker hat. Wir haben ein Mitglied, das sich schon auf alte Radios freut", berichtet der Vorsitzende.

Man habe jedoch bewusst etwas länger mit den Terminen ausgesetzt, weil viele Helfer der Risikogruppe angehören. Einzig eine Versammlung mit Vorstandswahlen habe stattgefunden. Dabei wurden Haedke als Vorsitzender, Bernhard Büter als sein Stellvertreter, Harry Lüdders als Schatzmeister und Manfred Gubbels als Schriftführer wiedergewählt.

Bei Online-Angeboten fehlt der Gemeinschaftsgedanke

Auf Online-Angebote habe man derweil verzichtet, weil der Gemeinschaftsgedanke dabei nicht richtig umzusetzen gewesen sei. "Man kann über Video zwar etwas zeigen, aber nicht direkt helfen", so Haedke. So wären eher nur allgemein gehaltene Kurse möglich gewesen. Bis zum Jahresende sind nun bereits weitere Termine geplant, das Angebot findet immer am zweiten Samstag im Monat statt. Ausnahme ist der August aufgrund der Sommerferien. "Alles natürlich unter Vorbehalt, da wir nicht wissen, wie sich der Herbst entwickelt", so Haedke abschließend.

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