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Rasante Duelle beim Altwagen-Rennen in Essen

Mehr als 2000 Zuschauer erleben packende Wettkämpfe und spannende Überholmanöver im Ortsteil Herbergen. Insgesamt traten 44 Teams an. Besonders spannend: eine Verfolgungsjagd beim K.o.-Rennen.

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Auf die Haube genommen wurde ein Renner. Kräftige Männer stellten das Fahrzeug wieder auf die Reifen. Foto: Sperveslage

Auf die Haube genommen wurde ein Renner. Kräftige Männer stellten das Fahrzeug wieder auf die Reifen. Foto: Sperveslage

Das laute Röhren der Motoren war weithin hörbar und zeigte auch Ortsunkundigen den Weg zum Veranstaltungsort. Oder man folgte einfach dem Geruch nach Benzin und verbranntem Öl. Die dritte Auflage des von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Essen ausgerichteten Altwagen-Rennens erwies sich erneut als Zuschauermagnet.

Mehr als 2000 Autofans wollten sich die Veranstaltung im Ortsteil Herbergen nicht entgehen lassen und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Es gab packende Rennszenen mit spektakulären Überholmanövern zu sehen. Die 130 Mitglieder der KLJB hatten mit großem Arbeitsaufwand in ihrer Freizeit die Rennpiste vorbereitet. Ein großer Zaun und Aufwallungen schützten die in sicherer Entfernung stehenden Renninteressierten. Das sollte auch wichtig werden, denn im Rennverlauf hatten einige Fahrer etwas zu viel Tempo und landeten mit ihren Fahrzeugen im aufgefahrenen Sand. Bergungsfahrzeuge waren sofort zur Stelle und halfen dem Havaristen wieder auf die Piste oder ins Fahrerlager. Während der Zwangspausen nach Ausfällen wurde das Rennen neu gestartet und die Piste präpariert.

Gefahren wurde in drei Klassen, entsprechend der PS-Stärke der Fahrzeuge, um für Chancengleichheit zu sorgen. In den jeweiligen Klassen wurden zwei Läufe von jeweils 15 Minuten Dauer gefahren. In der ersten Klasse siegte Maik Falkenau aus Molbergen mit 57 Runden, gefolgt von Philipp Kalmlage aus Bersenbrück mit 55 Runden und Niklas Goer aus Ehren mit 52 Runden. In der zweiten Klasse gewann Frank Rothermund aus Nienburg mit 56 Runden, während Nico Scholters aus Scheden 55 Runden fuhr und Felix Kosa aus Bawinkel 51 Runden erreichte. In der dritten Klasse setzte sich Paul Vehring aus Geeste mit 56 Runden durch, gefolgt von Lukas Focks aus Bawinkel und Hannes Gerken aus Bawinkel, die beide 52 Runden fuhren. Insgesamt gingen 44 Teams an den Start, davon zwölf aus der Gemeinde.

Die Sieger in den einzelnen Renn-Kategorien nach der Siegerehrung. Foto: SperveslageDie Sieger in den einzelnen Renn-Kategorien nach der Siegerehrung. Foto: Sperveslage

Die Fahrzeuge waren bis auf das Allernotwendigste von ihrem Innenleben befreit worden. Die vorbereitete Piste mit langen Geraden, auf denen das Gaspedal bis auf den Boden durchgedrückt werden konnte, und Kurven, die das ganze Können der Piloten verlangten, sorgte für ständigen Wechsel der Führenden im Fahrerfeld.

Die Fahrer schenkten sich nichts und kämpften um jeden Zentimeter, Blech an Blech. Drängeln, Schubsen oder Anschieben waren normal, und mancher Fahrer wunderte sich, dass sein Fahrzeug ein ungeahntes Tempo vorlegte, wenn von hinten angeschoben wurde.

Während der ersten Runden waren noch keine Ausfälle zu vermelden, doch je länger die Fahrzeuge die Piste umpflügten, stieg auch die Zahl der Autos, die technische Probleme bekamen.

Fahrzeug rast mit platten Reifen die Piste entlang

Wenn weißer Rauch aufstieg, bedeutete das in den meisten Fällen das Aus. Im Fahrerlager wurde dann geschraubt und Teile wurden ausgewechselt, um die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Mit etwas Glück und dem Können der Schrauber konnte das Rennen fortgesetzt werden. Blieben die Reparaturversuche erfolglos, war das Rennen beendet. Die meisten Fahrer nahmen es gelassen. „Wir haben totalen Spaß gehabt. Die KLJB hat eine großartige Veranstaltung ausgerichtet – eine tolle Sache“, äußerte ein Teilnehmer.

Besonders interessant war zu beobachten, wie ein Fahrzeug mit platten Reifen dennoch schnell fahren konnte, was im Straßenverkehr natürlich nicht empfehlenswert ist.

Die Oldtimerfreunde Poggenschlot übernahmen die Aufgabe, die Piste zwischen den Rennen mit Walzen wieder befahrbar zu machen. Das warme Sommerwetter sorgte für zusätzliche Herausforderungen, da der aufgewirbelte Sand die Sicht beeinträchtigte.

Fleißige Schrauber brachten den Havaristen für das nächste Rennen wieder auf Vordermann. Foto: SperveslageFleißige Schrauber brachten den Havaristen für das nächste Rennen wieder auf Vordermann. Foto: Sperveslage

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das K.o.-Rennen, bei dem Fahrzeuge aller Klassen um die Siegerpokale kämpften. Zwei Fahrzeuge lieferten sich ein spannendes Duell mit beeindruckenden Einlagen. Sieger im K.o.-Rennen wurde Mark Baker aus Linsburg.

Der Vorstand der KLJB bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), der Feuerwehr, dem Jugendrotkreuz (GJR) und den Sponsoren, insbesondere bei der Familie Timphaus, die das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte. Zum Abschluss der Veranstaltung sorgte das DJ-Team „Sound Monkeys“ für ausgelassene Stimmung.

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