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Party in Friesoyther Disko abgesagt: Weil kündigt Verschärfungen in der Szene an

Die angekündigte Party am Samstag findet nicht statt. Ministerpräsident Weil zeigt sich erschüttert von den Vorgängen im "Empire". Er kündigt Verschärfungen in der Disko- und Clubszene an.

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Ist die Zeit des Feierns wieder vorbei? Ministerpräsident Stephan Weil kündigt Verschärfungen in der Club- und Diskoszene an. Symbolfoto: dpa

Ist die Zeit des Feierns wieder vorbei? Ministerpräsident Stephan Weil kündigt Verschärfungen in der Club- und Diskoszene an. Symbolfoto: dpa

Nachdem am vergangenen Wochenende die Friesoyther Diskothek "Empire" geräumt wurde, weil dort gravierende Verstöße gegen die Coronaregeln festgestellt wurden und dadurch Besucher in Panik gerieten, findet dort vorerst keine Party mehr statt.

Der Veranstalter hatte bei Facebook zur Veranstaltung "Druck im Club" eingeladen und damit für großen Unmut in der Cloppenburger Kreisverwaltung gesorgt. Denn: Sowohl der Betreiber als auch die Kreisverwaltung hatten nach den Vorgängen ein gemeinsames Gespräch in dieser Woche vereinbart. Doch bevor das überhaupt stattfand, startete der Betreiber der Diskothek mit der Bewerbung der Veranstaltung am 20. November.

Die ist nun vom Veranstalter selbst auf Facebook mittlerweile wieder abgesagt worden. "Am kommenden Samstag wird kein Betrieb stattfinden!" heißt es dazu. Es ist davon auszugehen, dass diese Absage eine Konsequenz des angekündigten Gesprächs mit den Behörden ist. Die Kreisverwaltung will sich im Laufe des Donnerstages zu den Gesprächsergebnissen äußern.

Die Vorgänge in der Diskothek sind derweil bis nach Hannover vorgedrungen. Im Exklusiv-Interview mit OM Online sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, dass er "von den Bildern erschüttert" sei. Gleichzeitig kündigt er an, dass sich die Disco- und Clubszene in Niedersachsen wohl wieder auf Verschärfungen einstellen müsse. Entsprechende Vorgaben sollen in der neuen Corona-Verordnung, die Weil für die kommende Woche in Aussicht stellte, fixiert werden. Details nannte der Ministerpräsident noch nicht.

"Wir wissen seit Beginn der Pandemie, dass Diskos und Clubs die Orte sind, wo wir die stärkste Ausbreitung von Infektionen haben."Ministerpräsident Stephan Weil

Derzeit können Betreiber von Clubs und Diskotheken den Betrieb generell unter 3G- und 2G-Bedingungen bei 50-prozentiger Auslastung führen. Wer freiwillig den Zugang auf nachweislich Geimpfte und Genesene beschränkt, darf Veranstaltungen ohne Maskenpflicht und ohne Abstandregeln anbieten. 

"Ich will niemandem das Feiern vermiesen", sagt Weil im Interview mit OM Online. "Aber wir wissen seit Beginn der Pandemie, dass Diskos und Clubs die Orte sind, wo wir die stärkste Ausbreitung von Infektionen haben." Darauf müssen man jetzt reagieren – besonders dann, wenn man eine "zugespitzte Situation" wie im Landkreis Cloppenburg habe.

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