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Parken am Krankenhaus: 30 Minuten sollen 50 Cent kosten, die erste halbe Stunde ist frei

Das neue Parkhaus am St.-Franziskus-Hospital öffnet im September. Die Politik hat sich mit den künftigen Parkgebühren befasst. Auch das Abstellen des Pkw im direkten Umfeld soll bald Geld kosten.

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Die Treppenhäuser und das Stahlskelett stehen: Am St.-Franziskus-Hospital errichtet die Firma Goldbeck im Auftrag der Stadt Lohne ein Parkhaus mit 302 Stellplätzen. Im September soll die Hochgarage öffnen. Foto: Timphaus

Die Treppenhäuser und das Stahlskelett stehen: Am St.-Franziskus-Hospital errichtet die Firma Goldbeck im Auftrag der Stadt Lohne ein Parkhaus mit 302 Stellplätzen. Im September soll die Hochgarage öffnen. Foto: Timphaus

Die Arbeiten für das Parkhaus der Stadt Lohne am St.-Franziskus-Hospital machen unübersehbare Fortschritte. Die Treppenhäuser und das Stahlskelett stehen bereits und geben einen Eindruck davon, wie die Dimensionen des Gebäudes einmal sein werden. Die neue Hochgarage mit 302 Stellplätzen soll im September öffnen. Die Mitglieder des Finanzausschusses befassten sich jüngst mit der Entgeltordnung. Denn: Erstmals in ihrer Geschichte erhebt die Stadt für die Bereitstellung von Pkw-Stellflächen eine Gebühr.

Für die Nutzung der weiteren öffentlichen Parkplätze in der unmittelbaren Umgebung soll nach Angaben der Verwaltung überdies eine Gebührenpflicht vorgeschlagen werden. Laut Kämmerer Hermann Theder will die Verwaltung bis zur Stadtratssitzung am 23. Juni einen Entwurf vorlegen.

Einmütig empfahl der Finanzausschuss, dass das Benutzungsentgelt für das Parkhaus in den "Kernzeiten" – montags bis freitags 7 bis 20 Uhr – bei 50 Cent je angefangene 30 Minuten liegen soll. Außerhalb der Kernzeit kann für 50 Cent eine Stunde lang geparkt werden.

Blick vom Friedhof St. Gertrud: Mit einem Kran werden bald die riesigen Fertigbauteile montiert. Foto: TimphausBlick vom Friedhof St. Gertrud: Mit einem Kran werden bald die riesigen Fertigbauteile montiert. Foto: Timphaus

Das Parkentgelt für Tagesparker wird gedeckelt

Vorgesehen ist nach Angaben von Theder, dass die erste halbe Stunde kostenfrei bleibt. Damit soll vermieden werden, dass Besucher des Krankenhauses und des Friedhofs sowie Patienten und Kunden des Ärztehauses, die sich nur kurz dort aufhalten möchten, für ihre Stippvisite zahlen müssen oder die Verkehrsbelastung durch den Suchverkehr nach kostenlosem Parkraum zu stark zunimmt.

Das Parkentgelt für Tagesparker wird gedeckelt. Der Höchstsatz soll bei 4 Euro für bis zu 12 Stunden liegen. Dies dient laut Theder sowohl Klinikmitarbeitern im Schichtbetrieb als auch Nutzern der künftigen Pflegeschule. Wird nur nachts zwischen 20 und 7 Uhr geparkt, so beträgt der Höchstsatz 2,50 Euro. Für einen Preis von 50 Euro kann eine Monatskarte ohne separaten Stellplatzanspruch erworben werden. Von allen Einnahmen muss die Stadt die enthaltene Umsatzsteuer von 19 Prozent an das Finanzamt abführen.

Das Herausfahren ist jederzeit möglich

Das Parkhaus kann von 6 bis 22 Uhr angefahren werden. Es sind aber keine absoluten Schließzeiten vorgesehen, so dass ein Herausfahren rund um die Uhr an jedem Tag möglich ist.

Während der Beratung gab Julia Sandmann-Surmann (CDU) den Hinweis, die Einlasszeiten morgens etwas flexibler zu gestalten, um damit den Schichtbeginn in der Klinik zu berücksichtigen.

Walter Mennewisch (Grüne) sagte, es müsse doch möglich sein, das System so zu programmieren, um einen Einlass auch nach 22 Uhr zu ermöglichen, zum Beispiel für Mitarbeiter des Krankenhauses. Theder antwortete, die Beschränkungen hingen mit der in der Baugenehmigung festgesetzten Nachtruhe zusammen.

Das Bezahlsystem soll breit aufgestellt sein

Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer führte aus, dass die Stadt zu Beginn auch Praxiserfahrungen sammeln müsse. Er sagte, dass 50 Euro monatliche Stellplatzmiete beispielsweise für einen Pflegeschüler "relativ viel Geld" sei. Man müsse jedoch berücksichtigen, dass den Mitarbeitern des St.-Franziskus-Hospitals ein Parkplatz an der Bleichstraße zur Verfügung stehe. Möglicherweise könnten für das Klinikpersonal auch noch abweichende Lösungen gefunden werden.

Fabio Maier (CDU) wies darauf hin, dass das Bezahlsystem für das neue Parkhaus möglichst breit aufgestellt sein und Optionen zum mobilen Bezahlen wie Apple Pay berücksichtigen müsse. Dies werde die Stadt einkalkulieren, versprach Gerdesmeyer.

Über die Entgeltordnung für die Nutzung des Parkhauses am St.-Franziskus-Hospital muss der Stadtrat final beschließen. Der Verwaltungsausschuss und die Verwaltung werden zudem ermächtigt, in besonderen Fällen ergänzende oder abweichende Tarife festsetzen zu dürfen. Über grundlegende Änderungen der Tarifstruktur muss aber der Stadtrat beschließen.

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