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"OM-Zukunftsmacherin": Unsere Jury stellt sich vor

Am 30. Juni ehren die OM-Medien in Thüle eine starke Frau aus dem OM. Aus 50 Vorschlägen hat eine Jury die Entscheiderin ausgewählt.

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Christine Grimme (von links), Tanja Sprehe, Stella Böckmann und Tanja-Vera Asmussen haben mit Ideengeberin Silvia Breher die "OM-Zukunftsmacherin" ausgewählt. Foto: Speckmann

Christine Grimme (von links), Tanja Sprehe, Stella Böckmann und Tanja-Vera Asmussen haben mit Ideengeberin Silvia Breher die "OM-Zukunftsmacherin" ausgewählt. Foto: Speckmann

Wo sind sie, die starken Frauen im OM? Der Award "OM-Zukunftsmacherin", der am 30. Juni erstmals von den OM-Medien in Thüle vergeben wird, soll einige von ihnen in den Fokus rücken.

Gekürt wird die „Zukunftsmacherin“ aus mehr als 50 Vorschlägen von einer Jury. Ihr gehören – neben der Schirmherrin und CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher und OM-Medien-Chefredakteur Ulrich Suffner – Christine Grimme, Tanja-Vera Asmussen, Tanja Sprehe und Stella Böckmann an. Alle sind in ihren Jobs erfolgreich und wollen anderen Frauen Mut machen.

Nachhaltige und nachhallende Effekte sind ausdrücklich erwünscht

„Wir bei Böckmann freuen uns sehr, an diesem Engagement beteiligt zu sein und auf eine tolle Veranstaltung mit nachhaltigen, nachhallenden Effekten“, sagt Stella Böckmann. „Alles machen zu können", das sei ihr Wunsch für alle Frauen, erklärt die Prokuristin, die Teil des Teams der Geschäftsführung der Böckmann-Fahrzeugwerke in Lastrup ist.

Astronautin oder Hausfrau, Erzieherin oder Tischlerin: Was auch immer frau als Job wähle, wie auch immer ihr Lebensmodell aussehe, sei richtig, findet Böckmann, die ob ihrer Ausbildung selbst Blaumann und Business-Blazer jederzeit gegeneinander tauschen könnte. Dafür allerdings müsse das Umfeld, müsse die Gesellschaft offener werden, sagt die Lastruperin, die technische Betriebswirtschaftslehre studiert hat. Die Unternehmen müssen die passenden Strukturen bieten. Und, mindestens ebenso wichtig: Die Frauen müssen nach ihnen fragen.

Kinder und Karriere: Dafür müssen die Rahmenbedingungen passen

Das hat auch Tanja Sprehe erfahren. Heute ist sie die Bereichsleitung für Marketing und Innovation bei Pöppelmann Kunststoffwerk-Werkzeugbau, Lohne. Damals, als sie beschloss, richtig mutig zu sein, arbeitete sie für die Hermes-Logistikgruppe.

Eine Abteilungsleiter-Stelle war zu besetzen. Profil, Vorerfahrung, Know-how – alles passte perfekt, erinnert sich die Betriebswirtschafterin Sprehe. Wäre sie nicht zu diesem Zeitpunkt mit ihrem zweiten Kind schwanger gewesen, hätte sie nicht gezögert und sich sofort beworben. So aber schon. Dann habe sie ein Kollege angesprochen: „Das ist doch deine Stelle.“ Auch ihr Ehemann habe ihr Mut gemacht, sich ins Gespräch zu bringen. Mit Erfolg. Die Stelle wurde ihre.

Der Zuspruch, besonders durch ihren Mann, sei wichtig gewesen, erzählt Sprehe. So habe sie es trotz aller Widrigkeiten geschafft. Nun werbe sie für Veränderungen, damit eben jene Widrigkeiten weniger werden.  Dazu beitragen könnten die Unternehmen, die eigene Familie und das soziale Umfeld. Außerdem müsste die äußeren Rahmenbedingungen passen. Die Kinderbetreuung etwa müsse organisierbar sein. Kinder und Karriere müssten zusammen möglich sein können.

"Ich sehe meine Funktion vor allem darin, Frauen zu ermutigen, raus aus ihrer Komfort-Zone zu gehen.“Tanja-Vera Asmussen

„Frauen sollten sich immer entscheiden können, ob und wie sie sich im Beruf entwickeln wollen“, betont Tanja-Vera Asmussen. Frühstarterin oder Spätzünderin, Akademikerin oder Quereinsteigerin: Es gebe viele Wege zum Beruf, zur Berufung und zu der Erkenntnis: Erfolg habe, wer etwas gerne tue.

Asmussen ist stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Landessparkasse zu Oldenburg. „Ich sehe meine Funktion vor allem darin, Frauen zu ermutigen, raus aus ihrer Komfort-Zone zu gehen“, sagt die Bankerin. Ihr Credo: Misserfolge seien kein Problem. Und: An alten Stereotypen und Rollenbildern zu hängen, das sei allein schon aus wirtschaftlichen Gründe nicht länger sinnvoll. Chancengleichheit sei ein Wirtschaftsfaktor. Wer das nicht erkenne, habe verloren.

„Wir hätten gerne mehr Farbe in der Landtechnik.“Christine Grimme

„Wir hätten gerne mehr Farbe in der Landtechnik“, sagt Christine Grimme. Seit mehr als 20 Jahren sind die Öffentlichkeitsarbeit und die Ausbildung in der Grimme Gruppe ihre Leidenschaft. Sie sagt: "Wir würden gerne mehr Frauen auch in Führungspositionen einstellen, aber wir haben kaum geeignete Bewerberinnen."

Mit ihrem Mann Franz und ihren Söhnen leitet Christine Grimme das Unternehmen, das von der Entwicklung und dem Bau von Landmaschinen lebt. "Wir haben in Damme und Rieste über 220 Frauen, davon arbeiten ca. 110 Frauen in Teilzeit. Für sie haben wir circa 80 Zeitmodelle. Mein Wunsch ist es, dass wir weiter darüber nachdenken, wie Frauen zu Führungsaufgaben ermutigt werden können, indem wir ihnen beispielsweise individuell zugeschnittene und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anbieten", erklärt Christine Grimme und ergänzt: "Das ist noch nicht einfach."

Sie wünsche sich daher ein Netzwerk von Unternehmen, in denen Frauen in Führungspositionen mit interessanten Arbeitszeitmodellen arbeiten. Die Verleihung des Preises der „OM-Zukunftsmacherin“ sei eine Chance, dass diese Unternehmen sich kennenlernen. Und der Award selbst könne Frauen anhand von Beispielen, von "Leuchttürmen" ermutigen, neue Wege zu gehen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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