OM-Zukunftsmacherin 2026: Mut haben und sich trauen
Am 4. Juni wird in Emstek die neue OM-Zukunftsmacherin gekürt. Zu den starken Frauen auf der Gästeliste gehören Greta Fiswick und Johanna Pille.
Tanja Schulte-Saß | 16.05.2026
Am 4. Juni wird in Emstek die neue OM-Zukunftsmacherin gekürt. Zu den starken Frauen auf der Gästeliste gehören Greta Fiswick und Johanna Pille.
Tanja Schulte-Saß | 16.05.2026

Johanna Pille weiß aus eigener Erfahrung, dass man mit seinen Aufgaben wächst. Foto: Zerhusen
Die OM-Medien küren am 4. Juni zum fünften Mal eine Zukunftsmacherin. Im Vorfeld stellen wir starke Frauen aus der Region vor. Dazu gehören auch Greta Fiswick und Johanna Pille von Zerhusen Kartonagen aus Damme. Sie zeigen auf beeindruckende Weise, dass berufliche Wege selten geradlinig verlaufen müssen, um erfolgreich zu sein und glücklich zu werden. Die beiden jungen Frauen haben Herausforderungen gemeistert, Umwege in Kauf genommen und sich mit viel Engagement und Eigeninitiative ihre heutigen Positionen erarbeitet. Greta Fiswick führt heute die Ausbildungsabteilung bei Zerhusen. Ihre 24-jährige Kollegin Johanna Pille ist seit knapp einem Jahr bei Zerhusen für die technischen Ausbildungen verantwortlich. Direkt im Anschluss wurde sie in den Personalbereich übernommen und sammelte dort erste Berufserfahrungen, unter anderem in der Betreuung von Auszubildenden. Schnell wurde ihr klar, dass sie in diesem Bereich bleiben möchte. Um ihr Wissen zu vertiefen, machte die 30-Jährige nebenberuflich eine Weiterbildung zur Personalfachkauffrau bei der IHK. Nach insgesamt 6 Jahren in ihrem Ausbildungsbetrieb wuchs in der jungen Frau der Wunsch nach einer Veränderung. Sie wagte den nächsten Schritt und wechselte zu Zerhusen Kartonagen. Dort ist sie heute für die gesamte Ausbildungsorganisation verantwortlich, koordiniert ein Team von Ausbildern und betreut rund 40 Auszubildende. „Mein Job erfüllt mich zu einhundert Prozent.“ Erste Einblicke gewann sie als Ferienhelferin bei Zerhusen, wodurch sich ihr Berufswunsch festigte. Schließlich begann sie eine Ausbildung zur Packmitteltechnologin in dem Dammer Familienunternehmen, die sie sogar verkürzen konnte. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss wurde ihr zunächst eine Stelle im Qualitäts- und Hygienemanagement angeboten, für die sie sich zusätzlich qualifizierte. Nach einiger Zeit eröffnete sich für sie eine neue Chance: Sie übernahm eine Position als Ausbilderin und absolvierte dafür den Ausbilderschein. „Ich habe mich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, denn man wächst mit seinen Aufgaben und den Erfahrungen.“ „Ich habe mich in den vergangenen Jahren auch weiterentwickelt, denn man wächst mit seinen Aufgaben und den Erfahrungen“, bekräftigt auch Greta Fiswick. „So wie es jetzt gekommen ist, so sollte es sein“, ist sie heute stolz, glücklich und dankbar über ihre berufliche Entwicklung. Ausgleich finden beide im Sport. „Ich bin auch gerne stundenlang im Garten“, verrät Johanna Pille. „Das erdet mich“, sagt sie, denn das ist eines der Dinge, die ihr helfen, den Kopf wieder frei zu bekommen und Kraft zu tanken. Greta Fiswick und Johanna Pille machen deutlich, dass Unsicherheiten und Umwege zum beruflichen Werdegang dazugehören. „Wichtig ist, den Mut zu haben, neue Wege einzuschlagen, an sich selbst zu glauben und sich weiterzuentwickeln“, reflektiert Greta Fiswick für sich. Ihr gemeinsames Fazit: Man sollte sich nicht von Zweifeln aufhalten lassen, sondern Chancen ergreifen, sich selbst etwas zutrauen und den eigenen Weg mit Selbstbewusstsein gehen.Alle Informationen zur Zukunftsmacherin finden Sie auf unserer Themenseite
Greta Fiswick startete nach ihrem Abitur im Jahr 2015 zunächst mit einem Studium. „Eigentlich wollte ich immer Grundschullehrerin werden“, erzählt sie. Aufgrund des Numerus Clausus konnte sie ihre Wunschfächer jedoch nicht direkt belegen, und so entschied sie sich nach zwei Semestern für eine Neuorientierung. Sie begann eine Ausbildung zur Industriekauffrau, die sie erfolgreich abschloss.
Parallel dazu bildet sie sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Johanna Pille zur Aus- und Weiterbildungspädagogin weiter. Trotz der zusätzlichen Belastung haben beide ein klares Ziel vor Augen. „Wissen zu vermitteln, junge Menschen zu begleiten und ihre Entwicklung zu fördern“, das macht beiden an ihrem Beruf so viel Spaß. Dabei bewegen sie sich manchmal in einem Spagat zwischen Vertrauen und notwendiger Konsequenz – eine Herausforderung, die viel Feingefühl, Empathie und dennoch klare Kommunikation erfordert. „Mein Job erfüllt mich zu einhundert Prozent“, schwärmt Greta Fiswick.
Auch Johanna Pille hat ihren Weg gefunden. Nach ihrem Realschulabschluss wechselte sie zunächst auf ein Wirtschaftsgymnasium, da sie davon überzeugt war, dass das Abitur der richtige nächste Schritt sei. Durch eine längere Erkrankung musste sie jedoch umdenken und entschied sich für einen anderen Weg. Für sie stand ab dem Moment fest, etwas mit großen Maschinen machen zu wollen. „Obwohl auch ich während der Schulzeit lange mit einem Lehramtsstudium geliebäugelt habe.“
Für Johanna Pille war es eine kleine Herausforderung, die Stelle als junge Frau angetreten zu haben. „Manchmal hatte ich das Gefühl, beweisen zu müssen, dass ich die Position verdient habe“, erzählt sie von ihren Anfängen. Mittlerweile hat sie unter Beweis gestellt, dass sie dem gerecht wird, und tritt selbstbewusster auf. „Gerade wenn man noch so jung ist, wächst man mit jeder Aufgabe. Ich hätte nie gedacht, dass mein Weg mich dorthin führt, wo ich heute bin, aber ich bin sehr glücklich damit und möchte nichts anderes machen“, möchte Johanna Pille auch anderen Mut machen, sich zu trauen, den notwendigen Schritt zu gehen, auch, wenn man zweifelt.
Beide Frauen unterstützen sich im Arbeitsalltag, tauschen sich aus und geben einander Rückhalt. Sie legen großen Wert auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Auszubildenden, ohne dabei klare Grenzen aus den Augen zu verlieren. „Eigenschaften wie Empathie, Kommunikationsstärke und Durchsetzungsvermögen sind dabei entscheidend“, sind sich beide sicher.Hintergrund:
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