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Oldenburger Pferdezuchtverband zieht ein positives Fazit

Sowohl eine Fohlenauktion als auch ein Fohlenmarkt standen am Wochenende auf dem Programm. Das Wetter spielte nicht immer mit, die Organisatoren waren dennoch zufrieden.

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Arbeit getan: Nach der Vorführung in der Halle geht es für ein Fohlen mit seiner Mutter zurück in die Box. Foto: Kessen

Arbeit getan: Nach der Vorführung in der Halle geht es für ein Fohlen mit seiner Mutter zurück in die Box. Foto: Kessen

Ein turbulentes Wochenende liegt hinter dem Oldenburger Pferdezuchtverband. Gleich zwei große Events standen im Oldenburger Pferde Zentrum in Vechta auf dem Programm: Während am Samstag die 22. Elite-Fohlenauktion des Verbands stattfand, ging am Sonntag der 29. Vechtaer Fohlenmarkt über die Bühne. Beide Veranstaltungen fielen im letzten Jahr noch der Corona-Pandemie zum Opfer.

Eine Besonderheit an diesem Wochenende hatte die Elite-Fohlenaktion zu bieten. Denn die Interessenten konnten nicht nur in der Auktionshalle selbst auf die begehrten Oldenburger Elite-Fohlen bieten, sondern hatten aufgrund der Corona-Situation auch die Möglichkeit, ihre Gebote per Telefon oder online abzugeben. "Davon hat die Auktion enorm profitiert, viele internationale Kunden konnten so trotzdem an der Auktion teilnehmen", zeigt sich Geschäftsführer Heiner Kanowski zufrieden.

57 Fohlen wechseln am Samstag den Besitzer

Die Verantwortlichen des Pferdezuchtverbandes sprachen in einer Pressemitteilung von einem "erfolgreichen Ergebnis" bei der Fohlenauktion. Insgesamt wurden 57 Fohlen verauktioniert und ein Umsatz von etwa 1 Million Euro erzielt. Dass die Oldenburger Fohlen auch europaweit begehrt sind, zeigt sich in den insgesamt 14 Verkäufen nach Großbritannien (5 Fohlen), Ungarn (3), Dänemark (2), Schweden (2), Luxemburg (1) und Österreich (1).

Als Preisspitze konnte der Hit v. Dynamic Dream - Fürst Romancier - Sandro Hit triumphieren, der für 80.000 Euro in den Besitz eines renommierten Hengsthalters aus Niedersachsen wechselte. Gezüchtet wurde der Hengstanwärter von Marion Menck in Großderschau (Brandenburg).

Reitpferd wird für 32.000 Euro versteigert

Bei den Parcoursaspiranten im Springlager war die Copacabana v. Comme il faut - Carrico - Lavallo, aus der Zucht von Alfred Herbig aus Donnersdorf (Bayern), erfolgreich. Nach einem Gebot von 32.000 Euro wird sie zukünftig in einem hochkarätigen niedersächsischen Gestüt zu Hause sein. Dort könnte ihr eine glorreiche Karriere bevorstehen, gehört Vater Comme il faut unter Marcus Ehning doch zu den sporterfolgreichsten Hengsten der Welt.

Möglichkeiten zur Stärkung: Vor dem Pferdezentrum waren ein Imbiss- und ein Crêpesa href=https:www.chefkoch.derezepte51361018096290Crepes.htmlaa href=https:www.chefkoch.derezepte51361018096290Crepes.htmla-Stand aufgebaut, im hinterem Bereich sieht man die Kasse. Foto: KessenMöglichkeiten zur Stärkung: Vor dem Pferdezentrum waren ein Imbiss- und ein Crêpes-Stand aufgebaut, im hinterem Bereich sieht man die Kasse. Foto: Kessen

„Die Oldenburger Züchter haben in diesem Auktionssommer wieder einen neuen Maßstab mit höchstem Qualitätsniveau gesetzt. Optimal wurden die Fohlen präsentiert und inszeniert von Auktionator Thorsten Castle und seinem Team“, freut sich Geschäftsführer Heiner Kanowski.

Fohlenmarkt wetterbedingt in der Reithalle

Der Fohlenmarkt am Sonntag hatte direkt eine Überraschung zu bieten, denn wetterbedingt musste das Vorführen der Fohlen vom Stadion in die Reithalle des Pferdezuchtverbandes verlegt werden. "Das Wetter war am Samstag schon unbeständig, wodurch wir erschwerte Bedingungen hatten", berichtet Kanowski. Deswegen habe man sich am Sonntag für die Verlegung in die Reithalle entschieden.

Das konnten nicht alle Zuschauer und Interessenten des Fohlenmarktes verstehen. Ein Kunde, der eine 400 Kilometer lange Anreise hinter sich hatte, war sichtlich verärgert: "So habe ich einfach keinen direkten Kontakt zum Züchter." Nach Vechta gekommen war der Interessent, um ein Hengstfohlen zu kaufen: "Trotzdem bin ich natürlich froh, dass man wieder mal einen Fohlenmarkt in Präsenz besuchen kann." Generell war den Zuschauern und Interessenten in der Halle die Freude anzumerken, sich wieder auf einem Fohlenmarkt mit Gleichgesinnten austauschen und die Atmosphäre genießen zu können.

80 Fohlen am Sonntag vorgeführt

Heiner Kanowski kann derweil die Verärgerung verstehen, dass der Markt nicht draußen durchgeführt wurde. "Natürlich ist der Kontakt zwischen Züchter und Kunde in der Halle nicht so gegeben." Man habe aber das Beste daraus gemacht, deshalb sei er mit dem Ergebnis auch durchaus zufrieden: "Ich habe mit einigen Käufern und Züchtern gesprochen, die zum Zug gekommen sind." Etwa 80 Fohlen seien laut Kanowski am Samstag vorgeführt worden, deren Züchter von nah und fern angereist waren: "Aber natürlich waren vorwiegend die Oldenburger Züchter sehr stark vertreten." Dabei lobte Kanowski die Arbeit der Züchter: "„Die Fohlen waren in einem sehr guten Zustand, da wurde absolut vorbildlich gearbeitet.“

"Überschaubares" Zuschaueraufkommen

Unterdessen haben einige Umstände den Ablauf des diesjährigen Fohlenmarktes ein wenig durcheinandergewirbelt. Dabei spielten natürlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Rolle: "Es war ein überschaubares Zuschaueraufkommen, man spürt einfach, dass die Menschen noch vorsichtig sind", meint Kanowski.

Zeitlich hätte sich der Pferdezuchtverband einen späteren Termin für das Auktions- und Marktwochenende gewünscht, das normalerweise immer Mitte bis Ende August stattfindet: "In diesem Zeitraum finden in diesem Jahr wegen Olympia aber schon die Europameisterschaft und das Bundeschampionat in Warendorf statt", erklärt Kanowski die frühe Durchführung der Events.

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