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Nordwestumgehung Lohne: Befragung soll Bedarf feststellen

25 Schülerinnen und Schüler des Lohner Gymnasiums haben im Auftrag der Stadt eine Umfrage an den Einfallstraßen in Lohne durchgeführt. Die Polizei unterstützte die Aktion.

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Befragten die Verkehrsteilnehmer: Schülerinnen des Lohner Gymnasiums mit Unterstützung durch die Polizei. Foto: Thomes

Befragten die Verkehrsteilnehmer: Schülerinnen des Lohner Gymnasiums mit Unterstützung durch die Polizei. Foto: Thomes

Das Planungsbüro Hahm aus Osnabrück hat – unterstützt von Schülern des Gymnasiums Lohne und der Polizei – am Donnerstag im Auftrag der Stadt Lohne eine große Verkehrsbefragung durchgeführt. Hintergrund sind die Pläne der Stadt zum Bau einer Nordwestumgehung. Durch die Umfrage sollte der Bedarf für eine Entlastungsstraße festgestellt werden.

Insgesamt an sechs verschiedenen Einsatzstellen, allesamt auf den Haupteinfallstraßen der Stadt und damit außerhalb des Stadtkerns, kamen die Schülerinnen und Schüler zum Einsatz. Sie befragten die Pkw-Fahrer an der Kreuzung Dinklager Straße/Fladderweg, an der Märschendorfer Straße auf Höhe der Nummer 74, an der Bakumer Straße/Ecke Am Sillbruch, an der Vechtaer Straße Richtung Deponie, an der Landwehrstraße beim Torfwerk und an der Steinfelder Straße auf Höhe der Nummer 44.

Viele Menschen machen mit

Zu den Stoßzeiten hatten die Jugendlichen viel zu tun. "Am Anfang war viel los, mittlerweile aber geht es“, meint eine Schülerin während der Befragung. "Die meisten Leute sind freundlich, manche sind aber auch schon einfach so weitergefahren. Aber die meisten Menschen machen mit", führt eine andere Schülerin fort.

Insgesamt an sechs verschiedenen Einsatzstellen, allesamt auf den Haupteinfallstraßen der Stadt und damit außerhalb des Stadtkerns, kamen die Schülerinnen und Schüler zum Einsatz. Foto: TimphausInsgesamt an sechs verschiedenen Einsatzstellen, allesamt auf den Haupteinfallstraßen der Stadt und damit außerhalb des Stadtkerns, kamen die Schülerinnen und Schüler zum Einsatz. Foto: Timphaus

Die Untersuchung wurde für die Hauptverkehrszeiten zwischen 7 und 10 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 15 und 18 Uhr angesetzt. Darüber hinaus wurden an insgesamt 15 Stellen im Stadtgebiet die Verkehrsströme gezählt, die zu den besonders frequentierten Kreuzungen und Streckenabschnitten gehören, teilte die Stadt mit.

Am Morgen befragten die Schüler die Lohner Autofahrer, die auf dem Weg aus der Stadt heraus fuhren. Am Abend hingegen wurden die Verkehrsteilnehmer befragt, die stadteinwärts unterwegs waren. "Die Schülerinnen und Schüler zeigten ein herausragendes Engagement. Nur durch sie war eine Aktion wie diese überhaupt erst möglich", lobt Thomas Schlarmann von der Polizei Lohne.  

Befragung musste wiederholt verschoben werden

Bei der Befragung selbst standen drei zentrale Aspekte im Vordergrund. Die Stadt sammelte Informationen zum Startpunkt, dem Zielort und dem Grund der Reise. Im Anschluss an die Befragung werden die Ergebnisse nun vom Planungsbüro Hahm ausgewertet. Die Verkehrsexperten erstellen ein Gutachten, das zeigen soll, ob und wie sich die Verkehrsströme in und um Lohne nach dem Bau einer Entlastungsstraße verändern.

Eigentlich war die Befragung der Lohner Autofahrer bereits für das Frühjahr 2021 vorgesehen. Doch aufgrund verschiedener Faktoren wie Corona, dem Einsetzen der Schulferien und dem Auftreten verschiedener Baustellen hat man dann beschlossen, die Befragung zu verlegen, sodass das Ergebnis der Studie repräsentativ bleibe. 

Die Nordwestumgehung ist das größte Infrastrukturprojekt der kommenden Jahre, teilt die Stadt mit. Die Trasse, deren Verlauf noch nicht feststeht, könnte von der Dinklager Straße im Westen bis zur Krimpenforter Straße im Norden verlaufen. Ob die Umgehung tatsächlich umgesetzt wird, entscheidet die Politik. Neben den Auswirkungen auf Flora und Fauna dürfte es bei diesem Prozess vor allem um die Finanzierung des Projekts gehen.

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