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Neues Sportzentrum in Lüsche nimmt langsam Gestalt an

Künftig finden die Aktivitäten des SV Blau-Weiß Lüsche an der Elstener Straße statt. Dafür muss viel Geld – 1,7 Millionen Euro – in die Hand genommen werden.

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Begleitet das Projekt: Oliver Suding ist Vorsitzender des SV Blau-Weiß Lüsche. Er freut sich bereits darauf, wenn das neue Sportzentrum im kommenden Jahr fertig ist. Den Kunstrasenplatz kann er schon betreten. Hinter ihm entstehen zwei große Naturrasenplätze. Foto: C. Meyer

Begleitet das Projekt: Oliver Suding ist Vorsitzender des SV Blau-Weiß Lüsche. Er freut sich bereits darauf, wenn das neue Sportzentrum im kommenden Jahr fertig ist. Den Kunstrasenplatz kann er schon betreten. Hinter ihm entstehen zwei große Naturrasenplätze. Foto: C. Meyer

Mit seinem leuchtenden Grün fällt er inmitten des tristen Herbstwetters sofort auf: Der Kunstrasenplatz des neuen Sportzentrums des Sportvereins Blau-Weiß Lüsche ist bereits fertig. Der Rasen für die beiden Hauptplätze nebenan wurde kürzlich eingesät, sagt der Vereinsvorsitzende Oliver Suding. Ende des kommenden Jahres soll das neue Sportzentrum fertig sein.

Im Februar habe auf der 33.320 Quadratmeter großen Fläche mit den ersten Arbeiten begonnen werden können, schildert Suding. Zuvor habe sich dort unter anderem Wald befunden, der zum Teil gerodet werden musste. Dies werde entsprechend kompensiert, versichert der Vereinsvorsitzende. Dabei habe die Gemeinde Bakum den Verein unterstützt. Das Bestreben des Vereins sei ohnehin gewesen, möglichst viel Wald zu erhalten.

So soll es aussehen: Der SV Blau-Weiß Lüsche baut ein neues Sportzentrum. Grafik: Blau-Weiß LüscheSo soll es aussehen: Der SV Blau-Weiß Lüsche baut ein neues Sportzentrum. Grafik: Blau-Weiß Lüsche

Die Baugenehmigung erhielt der Verein schließlich im Juni. Ein Jahr habe man darauf gewartet, sagt Oliver Suding, der zugibt, dass es ihm gar nicht schnell genug gehen konnte. Die Flutlichtanlage mit LED-Beleuchtung sowie die Beregnungsanlage seien schon installiert. Das zukünftige Gerätehaus werde gerade gebaut. Noch vor Weihnachten solle die Tribüne aufgebaut werden.

Künftig wird es auf dem neuen Sportzentrum des SV Blau-Weiß Lüsche zwei Hauptflächen geben, jeweils 100 Meter mal 64 Meter groß, erklärt Suding. Dort, wo die Tribüne gebaut werde, werden die Spiele ausgetragen. Auf der Fläche nebenan könne das Training stattfinden. Auf dem Kunstrasenplatz, 55 Meter mal 35 Meter, könne schließlich ganzjährig gespielt und trainiert werden. Auch Punktspiele der Jugendmannschaften seien möglich.

Rechts neben der Tribüne solle es künftig einen kleinen Imbiss sowie einen Kinderspielplatz geben. Im Gerätehaus, das sich am Ende der Rettungszufahrt befinden werde, finden künftig Rasenmäher, Werkzeug, der Bälleraum sowie die Technik für die Flutlicht- sowie die Beregnungsanlage Platz, zählt Oliver Suding auf. Der Parkplatz mit 86 Stellflächen werde zudem eine E-Ladestation vorweisen.

Mitglieder stemmen viel in Eigenleistung

Im kommenden Jahr solle der Bau des neuen Vereinsheims starten. Auf rund 500 Quadratmetern und zwei Geschossen verteilen sich Versammlungsräume, Küche, sanitäre Anlagen, Büros, Lagerräume, ein großer Bewegungsraum für Gymnastik- und Tanzstunden sowie Umkleiden. Letzteres sei besonders wichtig, habe der Verein zuvor doch keine eigenen Umkleiden gehabt. Umziehen mussten sich die Sportlerinnen und Sportler bislang in der Sporthalle bei der Schule, sagt Suding. Um zum Sportplatz an der Dorfstraße zu gelangen, sei somit immer ein kleiner Fußweg nötig gewesen. Nun gebe es mit dem Neubau die Chance, alles an einem Platz zu haben, findet Oliver Suding.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. 500.000 Euro erhält der Verein von der Gemeinde Bakum. Beim Landessportbund Niedersachsen sei ein Antrag auf Zuschussgewährung in Höhe von 100.000 Euro gestellt worden. Den Rest müsse Blau-Weiß Lüsche selbst stemmen. Vieles werde bereits in Eigenleistung erbracht, so Suding. Der Bau des Gerätehauses, der Aufbau der Tribüne, die Pflasterarbeiten – die Mitglieder packen selbst mit an. Darüber hinaus sei der Verein auf Spenden angewiesen. Derzeit laufen dazu mehrere Aktionen. So könne über Crowdfunding bei der Volksbank Vechta Geld gespendet werden. Eine weitere Möglichkeit, den Verein bei seinem Vorhaben zu unterstützen, sei, eine Art digitale Parzelle zu erstehen, erklärt Oliver Suding. Für Ende Februar 2022 sei ein Spendenlauf geplant. Er, so Suding, sei gerade dabei, ein Benefizspiel auf die Beine zu stellen.

Dass der alte Sportplatz aufgegeben werden müsse, sei zwar schade, sagt der Vereinsvorsitzende, aber mittlerweile werde es als Chance für etwas Neues gesehen. „Wir machen das Beste daraus“, sagt Suding. Zur Erinnerung: Blau-Weiß Lüsche wurden 2014 die Pachtverträge gekündigt. Seitdem war der Verein auf der Suche nach einem neuen Platz. „Die Sorgen war erstmal groß“, gibt Oliver Suding zu. Die Flächensuche sei schwierig gewesen, da gerade für Zuschussgewährungen langfristige Pachtverträge nötig seien. Fündig wurde Suding schließlich bei seinem eigenen Vater, der Pachtvertrag läuft 99 Jahre. „Mein Opa hat den Verein mitgegründet, mein Vater ist Ehrenmitglied“, schildert Suding. Die Familie sei sehr mit dem Verein verbunden, ihr liege viel am Fortbestand.

  • Info: Wer den Verein mit einer Spende unterstützen möchte, kann das auch folgendermaßen mit einer Überweisung tun: Sportverein Lüsche, BIC: GENODEF1VEC – Volksbank Vechta. IBAN: DE52 2806 4179 0504 3832 01, Verwendunsgzweck: Sportzentrum Lüsche.

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