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Neue Ampel soll Sevelter Straße sicherer machen

Weiterer Übergang für Fußgänger geplant: Zwischen Milanstraße und Sperberweg ist die Druckampel vorgesehen. Auf der Eschstraße beibt es dagegen vorerst bei Gedankenspielen und Debatten.

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Auf der Sevelter Straße (rechts) soll eine zweite Fußgängerampel installiert werden. Fotos: Kreke

Auf der Sevelter Straße (rechts) soll eine zweite Fußgängerampel installiert werden. Fotos: Kreke

Für eine zusätzliche Fußgängerampel auf der Sevelter Straße hat sich der Bau- und Verkehrsausschuss des Rates einmütig ausgesprochen. Ähnlich wie vor dem Sportgelände des SC Sternbusch soll zwischen Milanstraße und Sperberweg eine so genannte „Dunkelampel“ für rund 60000 Euro aufgestellt werden, um Fußgänger und Radfahrer bei der Überquerung besser abzusichern. Das Geld wird im Haushalt 2021 bereitgestellt.

An den enormen Kosten ist dagegen die Idee gescheitert, einen weiteren Überweg auf der Sevelter Straße in Höhe des Herzog-Erich-Rings zu bauen. Über 540.000 Euro - da musste auch die CDU „schlucken“, bekannte Ratsherr Dr. Lucien Olivier, obwohl seine Fraktion den Antrag gestellt hatte, ohne allerdings die Konsquenzen zu erahnen.

Der Grund der Kostenexplosion: Aus Sevelten kommend müsste vor dem Übergang mit einer Verkehsinsel in der Farbahnmitte zusätzlich noch eine Linksabbiegespur zum Herzog-Erich-Ring gebaut werden. Denn haltende Autos könnten sich zurückstauen, so dass der nachströmende Verkehr aus Richtung Sevelten in der Kurve am Ortseingang auf die Kolonne aufprallt.

Bedenken eines Experten für Verkehrssicherheit

Diese Bedenken eines Verkehrssicherheitsexerten, der die Pläne geprüft hat, konnte Armin Nöh, der Fachbereichsleiter Bau der Stadt, nicht ganz von der Hand weisen. Auch die Idee, einfach auf die Spur zu verzichten, habe der Berater abgelehnt, denn Autofahrer könnten das Hindernis umkurven, in dem sie nach rechts in die Einmündung des Herzog-Erich-Wegs ausweichen. Dort verläuft jedoch der Radweg. Damit würden Radfahrer womöglich gefährdet, bemängelte der Experte an.

Die Bedenken unter den Tisch fallen lassen, würde nichts nützen, da der Landkreis das Vorhaben genehmigen müsste, weil es sich auf einer Kreisstraße abspielt. „Den Versuch war‘s wert“, meinte Nöh zu dem ganzen Planungsaufwand, der sich nun als vergeblich erwiesen hat. Letztlich sei es der CDU um „Fürsorge“ für die schwächsten Verkehrs­teilnehmer, für Radfahrer und Menschen im Rollstuhl gegangen, erklärte Olivier. Angesichts der Haushaltslage zog er den Antrag zurück in der Hoffnung „auf bessere Zeiten“. Auch die SPD lehnte die Belastung des Haushalts zu diesem Zeitpunkt als „nicht erforderlich“ ab.

Seit mittlerweile sechs Jahren dauert die Debatte um zusätzliche, abgesicherte Fußgänger-Überwege auf der Eschstraße inzwischen an. Untätig war die Verwaltung allerdings nicht, wie Nöh in einer Chronologie der Ereignisse nachwies. Ob jedoch einer der Vorschläge in die Tat umgesetzt wird, könnte sich voraussichtlich am 9. Dezember entscheiden, wenn erneut die Verkehrssicherheitskommission mit allen Exeprten berät.Falls es dort „zum Schwur“ käme, könnte ein Überweg noch in den nächsten Haushalt aufgenommen werden, versicherte der Fachbereichsleiter.

Auf der Eschstraße wird seit sechs Jahren über gesicherte Überwege diskutiert. Am 9. Dezember beraten Experten erneut darüber.Auf der Eschstraße wird seit sechs Jahren über gesicherte Überwege diskutiert. Am 9. Dezember beraten Experten erneut darüber.

Der Stand der Dinge: Als noch kein Tempo 30 auf der Eschstsraße galt, beschwerten sich Anwohner, dass sie in Höhe der Pater-Delp-Straße (neben dem Kreishaus) in Spitzenzeiten kaum über die Fahrbahn kommen. 2017 ließ die Verwaltung zunächst die Borde abflachen, um Rollatoren und Rollstühle nicht schon am Straßenrand länger zu behindern. Seit dem Tempolimit, das vor zwei Jahren eingeführt wurde, scheint der Druck nachzulassen: Die Schlangen auf der Eschstarße bewegen sich langsamer, die Überquerung sei leichter geworden, meinte Nöh. Dennoch soll erneut beratschlagt werden.

Die SPD mahnte zwei alte Anträge an. Wie Jan Oskar Höffmann erinnerte, hatten die Sozialdmeokraten zwei Zebrastreifen mit Warnlichtern in Höhe der Pater-Delp-Straße und des Fortmannsweges vorgeschlagen. Obwohl die Verwaltung und der Landkreis weiter Bedenken gegen Zebrastreifen (ohne Ampel) hegen, sicherte Nöh zu, dass auch diese Möglichkeit erneut am 9. Dezember auf der Tagesordnung steht. Ob Zebrastreifen sicher sind, darüber streiten SPD und Verwaltung nach wie vor.

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