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Molbergen erhält die 6. Kindertagesstätte

An der Elbestraße werden ab August sechs Gruppen betreut. Allerdings startet der Kindergarten "Schifflein Christi" erstmal im Container. Erst 2024 soll die neue Kita bezugsfertig sein.

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Bislang nur ein Acker: Auf diesem Gelände an der Elbestraße soll die neue Kindertagesstätte "Schifflein Christi" errichtet werden. Foto: Landwehr

Bislang nur ein Acker: Auf diesem Gelände an der Elbestraße soll die neue Kindertagesstätte "Schifflein Christi" errichtet werden. Foto: Landwehr

Der Druck auf die Kommune ist groß. Die erst vor 3 Jahren eingeweihte Kita „Die Arche“ ist bereits wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Nun hat die Gemeinde Molbergen an der Elbestraße in dem neuen Baugebiet "Moorhok" ein Gelände und mit der evangelischen Landeskirche auch eine Trägerin gefunden.

"Die Zusammenarbeit der Kommune mit der evangelischen Kirchengemeinde hat sich positiv gestaltet. Wir sind froh, dass wir diese Lösung gefunden haben", freute sich Bürgermeister Witali Bastian bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Pfarrer Oliver Dürr von der Kirchengemeinde "Zum Schifflein Christi" hatte auch gleich einen Namensvorschlag. "Die Kita soll 'Schifflein Christi' heißen – in Anlehnung an den Namen unserer Kirchengemeinde. Und der Name passt auch gut zu einer Kindertagesstätte", glaubt der Pastor.

In Molbergen gibt es weiter einen hohen Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen. "Erst 2010 haben wir die erste Krippe mit 2 Gruppen eingerichtet und gedacht: Das reicht für lange Zeit. Aber die Anmeldungen für Kindergärten und Krippen schießen durch die Decke", erklärte Molbergens stellvertretender Bürgermeister Sebastian Vaske. An der Elbestraße hat die katholische Kirchengemeinde der Kommune nun ein Grundstück überlassen mit der Bedingung, darauf eine Kita zu bauen. Allerdings mochte die katholische Kirche nicht – wie bei den anderen 5 Kindergärten und Krippen der Kommune – als Träger fungieren. "Wir haben lange diskutiert und gesucht, bis wir mit der evangelischen Kirche einen tollen Partner gefunden haben", freute sich Bastian.

Neue Kindertagesstätte soll zwischen 4 und 4,5 Millionen Euro kosten

Geplant ist eine Kindertagesstätte mit vier Kindergarten- und zwei Krippenregelgruppen. "Als Planer konnte erneut das Sögeler Architekturbüro Knipper & Kleine, mit dem wir schon bei der Planung der 'Arche' gute Erfahrungen gemacht haben, gewonnen werden. Die Kosten – das sind Schätzungen nach dem jetzigen Wissensstand – werden sich auf 4 bis 4,5 Millionen Euro belaufen", informierte Bastian.

Bauherr sei die Gemeinde Molbergen, die Trägerschaft übernehme die evangelische Kirche. Ab dem 1. August werden die Kinder zunächst auf dem neuen Gelände in Containern betreut. "Sie können dann täglich erleben, wie ihr künftiger Kindergarten wächst", konnte Bastian dem Provisorium etwas Positives abgewinnen. Im August 2024 sollte der Kindergarten dann eingeweiht werden können.

"Der Träger ist für uns attraktiv. Als Arbeitgeber hat er Erfahrungen durch weitere Einrichtungen in der Region. Für uns als Kommune ist es gut, eine gewisse Pluralität bieten zu können. Die Kommune und der Träger stehen jetzt vor der Herkules-Aufgabe, die Anlage zu bauen und geeignetes Personal zu finden", sagte Vaske.

Kinderboom in Molbergen wird weitere Krippen und Kindergärten nötig machen

Bastian weiß, dass der Kinderboom in Molbergen weiterhin anhält und dass der Run auf die Kitas nicht so bald stoppt. "Wir werden in Zukunft sicher noch weitere Krippen und Kindergärten bauen müssen." Neben dieser Einrichtung brennt dem Bürgermeister auch die Situation in Peheim auf den Nägeln. "Der dortige St.-Anna-Kindergarten platzt aus allen Nähten. Dort ist dringender Handlungsbedarf gefordert. Die Gespräche allerdings laufen. Wir werden, wenn alle an einem Strang ziehen, bald eine Lösung haben", versprach der Bürgermeister.

Den Kooperationsvertrag zur Übernahme der Trägerschaft durch die evangelische Kirchengemeinde unterzeichneten (von links) der stellvertretende Kirchenratsvorsitzende Viktor Ritter, Pfarrer Oliver Dürr, Bürgermeister Witali Bastian und der stellvertretende Bürgermeister Sebastian Vaske. Foto: LandwehrDen Kooperationsvertrag zur Übernahme der Trägerschaft durch die evangelische Kirchengemeinde unterzeichneten (von links) der stellvertretende Kirchenratsvorsitzende Viktor Ritter, Pfarrer Oliver Dürr, Bürgermeister Witali Bastian und der stellvertretende Bürgermeister Sebastian Vaske. Foto: Landwehr

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