Medien-Profi 2023/24: Auch Banker nutzen soziale Medien
Volker Raker von der LzO spricht mit OM-Online über seinen Beruf und darüber, was dieser mit dem Projekt Medien-Profi zu tun hat.
Jana Pille | 10.04.2024
Volker Raker von der LzO spricht mit OM-Online über seinen Beruf und darüber, was dieser mit dem Projekt Medien-Profi zu tun hat.
Jana Pille | 10.04.2024

Im Netz unterwegs: Volker Raker, Direktor für das Privatkundengeschäft der LzO, zeigt, dass die Sparkasse auch auf Instagram vertreten ist. Foto: J. Pille
Die Digitalisierung, der Umgang mit Medien und Informationen, Teamwork sowie das gründliche Lesen und Recherchieren – das alles sind Aspekte, die beim Projekt „Medien-Profi“ im Vordergrund stehen. Auch im Bankwesen spielen diese eine wichtige Rolle. Künftige Banker müssen nämlich weitaus mehr mitbringen als mathematisches Wissen. „Es ist ein Irrglaube, dass es im Bankwesen nur auf Mathematik ankommt“, betont Volker Raker, Direktor für das Privatkundengeschäft der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) im Kreis Cloppenburg. Zwar sei ein gewisses Zahlenverständnis und logisches Denken für den Beruf des Bankers von Bedeutung, wichtiger sei aber der Mensch. „Wie ist sein Auftreten? Seine soziale und kommunikative Kompetenz? Ist er kontaktfreudig? Kann er andere begeistern – und hat er Lust, was zu bewirken? Das sind Punkte, auf die wir bei Bewerbungsgesprächen besonders achten“, erklärt Raker. Die Bankenlandschaft habe sich laut Raker in den letzten Jahren sehr gewandelt. Die Digitalisierung nehme immer mehr Raum ein. „Hier ist es von Vorteil, mit Medien geübt umgehen zu können“, stellt Raker heraus. Zudem sei es wichtig, wie mit den konkreten Informationen umgegangen wird. „In unserem Job gibt es viele Informationen, die man verarbeiten muss.“ Auch hier sei der geübte Umgang von großer Wichtigkeit. Was trotz der fortschreitenden Digitalisierung bleibt, ist der Kundenkontakt: Im Filialgeschäft der Sparkasse stehe der Kunde und der zwischenmenschliche Umgang mit ihm im Mittelpunkt. Hier sei soziale Kompetenz gefordert, die mit dem Medien-Profi-Projekt gefördert werde, da die Schülerinnen und Schüler in Teams zusammenarbeiten. „Als LzO fühlen wir uns verantwortlich für die Menschen in der Region.“ Künstliche Intelligenz wird im Alltag der Sparkasse jedoch kaum genutzt. „KI ist bei uns im Beratungsalltag noch nicht angekommen“, sagt Raker. Es gebe zwar Angebote wie die „Amelie“-Videoberatung in den Sparkassen-Filialen im Oldenburger Münsterland, aber auch dort seien immer „echte“ Menschen als Berater tätig. Was die LzO aber verstärkt nutze, seien die sozialen Medien, wie beispielsweise Instagram. „Dadurch wird uns eine direkte Kommunikation mit den Kunden ermöglicht“, sagt Raker. Neben Chancen gibt es in den sozialen Netzwerken jedoch Risiken. Die LzO hat es sich laut Raker in diesem Zusammenhang zur Aufgabe gemacht, junge Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien zu sensibilisieren. Neben Schulprojekten, die sich mit finanzieller Bildung oder dem Bewerbertraining befassen, bietet die LzO im Rahmen des Medien-Profi-Projekts deshalb auch das Projekt „Navigieren im Sturm der sozialen Medien“ an. „Als LzO fühlen wir uns verantwortlich für die Menschen in der Region“, sagt Raker. Deshalb würden sie sich als Sparkasse auch gerne für die jungen Menschen und ihre (Medien-)bildung einsetzen.Trotz Digitalisierung bleibt Kundenkontakt
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